Rennradtouren am ArlbergZu schön, um nur Ski zu fahren

Andreas Haslauer

 · 09.05.2026

Bergfahrt: Am Talschluss des Klostertals klettert die Straße ab Stuben in atemberaubenden Kehren Richtung Arlbergpass
Foto: Daniel Sommer
​Im Winter wird der Arlberg von Skisportlern aus aller Welt überrannt – außerhalb der Skisaison sind die alpinen Straßen ein Eldorado für Radsportler. Ein bisschen Muskelschmalz in den Beinen kann allerdings nicht schaden

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Es war, soviel steht fest, mehr als ein normaler Run, mehr als nur eine Tiefschneeabfahrt. Aber das wurde Patrick Bätz, Ski-Guide am Arlberg, erst hinterher klar. Erst stand er nur nach dem Aufstieg auf der Sulzspitze, die das St. Antoner Skigebiet Rendl im Südwesten überragt. Blickte hinunter, in einen tiefverschneiten Hang. Nahm eine Handvoll Pulverschnee, warf ihn in die Luft und frohlockte: „Es staubt, meine Freunde.“ Dann wedelte er hinunter. Wobei: Er zog eine Spur in den Hang, wie sie die Welt noch nicht gesehen ­hatte. Mit der Präzision eines Herzchirurgen, der Konzentration eines Lufthansa-Kapitäns und der Kondition eines Tour-de-France­-Siegers.

Bätz war klar, dass man den Hang von ringsum gut einsehen kann. In dem Moment wusste er aber nicht, dass Dutzende anderer Skifahrer ihn von gegenüber, von St. Antons Hausberg, dem Galzig, beobachteten. Als er nach 202 Schwün­gen unten ankam, rasteten die Menschen aus. Wahrscheinlich, so sagen viele Einheimische, war der Run der beste, der jemals am Arlberg gefahren wurde. Einen konditionsstärkeren Mitradler für meine Arlberg-Erkundung hätte ich mir also kaum aussuchen können. Trotzdem frage ich auch noch Andi Tatschl, ob er mitfahren möchte. Und natürlich will der Cheftrainer des Ski-Club Arlberg (SCA). Der Ski-Club ist am Arlberg eine Institu­tion, mit rund 9.200 Mitgliedern einer der größten weltweit, einer der ältesten – seit 1901 – sowieso. Skisportler aus aller Herren Länder buhlen um die Mitgliedschaft, für die man zwei Bürgen aufbieten muss. Aber der SCA ist auch einer der erfolgreichsten Skiclubs und bezeichnet die Nachwuchsförderung als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Und darum kümmert sich Andi Tatschl.

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Arlberg-Streckentest am freien Tag

So stehe ich am Start mit den Skisportlern, beide mit Oberschenkeln wie Baumstämme in ihren Radshorts. Zuvor war ich noch bei Marco Jordan, um mir die besten Radstrecken in der Arlberg-Region zeigen zu lassen. Marco ist Eventmanager der Ski-Destination St. Anton, die wohl jede Auszeichnung schon gewonnen hat, die man gewinnen kann. Rennrad fährt er auch, so 17.000, 18.000 Kilometer im Jahr. Ich bin mir nicht sicher, was das für seine Touren­empfehlungen an mich bedeutet. „Unter 1.000 Höhenmetern mach’ i gor nix“, sagt Marco und lacht. Zwar reist der 1,93-Meter-Riese gelegentlich auch mal in den Süden nach Italien, um flache Strecken zu fahren, aber als Veranstaltungsmanager des Arlberg-Giro spult er auch ein paarmal im Jahr die Strecke ab, die Tausende von Radsportlern als Wettkampf bestreiten, viele als Saisonhöhepunkt: Start in St. Anton, über den Arlbergpass, durch das Montafon Richtung Silvretta und durchs Paz­nauntal wieder zurück nach St. Anton – 150 Kilometer und 2.500 Höhenmeter. In diesem Jahr fällt der Startschuss für den Radmarathon am 2. August.

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„Das Rennen ist ein alpines Volksfest für ambitionierte Rennradfahrer aus der ganzen Welt“, weiß Marco. Wie oft er die Strecke fährt, will ich von ihm wissen. Ein paar Dutzend Mal in der Saison, sagt er. „Wenn ich gut drauf bin, fahre ich das Ding auch dreimal hintereinander.“ Dreimal am Tag? Ich lese ihm vor, was sein Chef, Tourismus­direktor Martin Ebster, zu dem Rennen gesagt hat. Ebster meint, der Arlberg-Giro alleine sei schon eine „brutale Herausforderung“ für jeden Rennradfahrer. Warum also gleich dreimal? „Was soll ich machen?“, grinst Marco. Am Renntag müsse er stets arbeiten, und auch die Wochen davor seien stressig. Da müsse er halt an seinen freien Tagen ein wenig mehr machen. Ein wenig? 7.500 Höhenmeter? An einem Tag? Deswegen, so entgegnet er, lasse er es im ­Winter lockerer angehen, mache abends vielleicht noch eine Skitour auf den Rendl.

Schutz vom Wintergott

Am nächsten Morgen treffen wir uns in aller Herrgottsfrühe vor dem Ullrhaus in St. Anton. „Viele fragen, was Ullrhaus heißt“, sagt Franziska Alber, die das Hotel mit ihrem Mann Michi führt. Sie erklärt, dass „Ullr“ in der nordischen Mythologie als Gott des Winters und der Jagd gilt, als Beschützer der Skifahrer. Andere Quellen übersetzen Ullr als der „Herrliche“. Ich schaue auf zu den Rad-Gladiatoren an meiner Seite und fühle mich trotz meiner 80 Kilogramm schmal und schmächtig. „Pack ma’s endlich“, ruft Andi.

In der nächsten halben Stunde kann ich dann nur an eins denken: nicht abreißen lassen. Die Jungs treten in die Pedale wie die Ochsen. Entweder geht der Patrick aus dem Sattel und tritt zu, oder der Andi – oder beide. Als die zwei einmal gleichauf sind, schauen sie sich an und brüllen: „Jede Ausfahrt isch a Rennen.“ Lachend geben sie weiter Gas. Die Steigung liegt bei 16 Prozent und führt noch elend lange 6,7 Kilometer bergauf.

Kraft vom Arlberg am Arlberg

Wieso haben die Jungs so viel Kraft in den Haxen? Die Antwort liefert Axel Naglich, einst Rennleiter der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel. Von ihm ist der Spruch überliefert: „Wenn’s gut geht, bist a Held, wenn’s schief geht, bist halt tot!“ Um einen Anhaltspunkt zu bekommen, welche Kräfte auf die Rennläufer einwirken, wenn sie die Streif hinunterrasen, ließ er einst einen Chrashtest-Dummy in die Netze des Steilhangs krachen. Er konnte es nicht glauben: Es wirken Kräfte bis zu 14 g, 1.600 Kilogramm Fliehkraft. Der wichtigste Schutz vor schweren Verletzungen sind: Muskeln; meine paar brennen gerade wie Feuer, während die beiden Skifahrer sich nebenher über Gott und die Welt unterhalten.

Wenigstens warten sie auf mich vor dem Tunnel. Die ­Aussicht ist der Wahnsinn: Die Sonne geht gerade auf und taucht den Patteriol in schönstes Morgenlicht. „Okay, das haben wir jetzt auch gesehen“, sagt Andi und kurbelt weiter. Weiter durch St. Christoph mit dem weltbekannten Hospiz-Hotel, weiter durch die verlassenen Wintersportanlagen, weiter zum Arlbergpass auf 1.800 Metern, belebter und beliebter Stopp für alle und alles, was den Arlberg auf Rädern überquert. Schnell stopfen wir uns ein Croissant und Cappuccino rein. Andi sagt: „Gemma endlich!“

Umleitung zur Bielerhöhe

Blitzartig knallt das Arlberger Race-Duo Bätz/Tatschl wieder bergab, ganz nach dem Motto: Geschwindigkeit bringt Sicherheit! Es fühlt sich an, als hätten wir 100 Sachen auf dem Tacho – Zeit, nachzuschauen, habe ich allerdings nicht, ich muss den Lenker festhalten. Mir kommt der Ski-Weltmeister Aksel Lund Svindal in den Sinn. „Der einzige Schwachpunkt, den es auf einer brutalen Abfahrt gibt, ist unser Körper“, sagte der Olympiasieger immer. Wie sich ein Skirennläufer während der Abfahrt fühlt, beschrieb der Norweger so: „Mein ganzes Nervensystem ist in Alarmbereitschaft, pumpt Adrenalin und Endorphine wie wild durch meinen Körper. Das muss wie bei einem Autounfall sein – nur zwei Minuten am Stück.“

Die Fahrt mit den Arlberger Ski-Assen fühlt sich für mich ähnlich an – nur fahren wir Richtung Bludenz deutlich länger bergab als eine Skiabfahrt dauert. Und Rennen „isch immer“, wie ich gelernt habe. Als wir kurz vor Bludenz Richtung Südosten und ins Montafon abbiegen, muss ich erst einmal durchatmen und das Adrenalin ausschwemmen.

Genussfahrt durchs Montafon

Zügig radeln wir taleinwärts, passieren Schruns, St. Gallenkirch, Gortipohl und Gaschurn. Nach Partenen, der letzten Gemeinde im Tal, ist der Verkehr dann plötzlich wie abgeschnitten: Seit im Sommer 2024 Felsstürze und Murenabgänge die Silvretta-Hochalpenstraße blockiert haben, ist für Autos kein Durchkommen mehr; nach derzeitigen Planungen wird das wohl auch bis 2030 so bleiben, die Strecke wird umfassend saniert. Wir haben Glück an diesem Tag und können die 2.032 Meter hohe Bielerhöhe trotz Bauarbeiten über die Hochalpenstraße angreifen. Wenn das nicht möglich ist, eröffnet sich die Alternative kurz hinter der Mautstelle Partenen in Form einer Forststraße, die mit bis zu 16 Prozent Steigung durch das Ganifertal führt, hinauf zum Kops-Stausee und zum Zeinisjoch, bevor die Strecke dann ins Paznauntal mündet. Die Umfahrung ist acht Kilometer kürzer als die ­Strecke über die Hochalpenstraße, die Höhenmeter sind aber nahezu identisch. Über diese Route werden auch die Teilnehmer des Arlberg-Giro geführt: „Dies bedeutet einen knackigen Anstieg am Ende des Montafons“, sagt Tourismus-Direktor Martin Ebster. Von der Tiroler Seite ist die Bielerhöhe durch das Paznautal normal befahrbar.

Uns bleibt die Rampe im Wald, über die im Winter eine Skiroute ins Tal nach Partenen führt, erspart – wobei der Weg am Kops-Stausee entlang und über das Zeinisjoch landschaftlich wunderschön und radtouristisch betrachtet eine reizvolle Alternative darstellt. Aber wir machen unsere Tour heute ja nicht zum Spaß.

Jausenpause am Stausee

Im Restaurant am Silvretta-Stausee gönnen wir uns dann doch eine Pause, entscheiden uns für Burger und genießen den Blick über das gletschergrün schimmernde Wasser und auf den Piz Buin. Der mit 3.312 Metern höchste Berg im Bundesland Vorarlberg liegt auf der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz, jenseits seiner schneebedeckten Flanken der Kanton Garubünden. Nach einem Apfelstrudel zum Abschluss – Zucker ist wichtig – machen wir uns auf die Rückfahrt. Mit Vollspeed schießen wir über Galtür und durch die „Ski-Großstadt“ Ischgl Richtung Pians im Bezirk Landeck. Leider verebbt das Gefälle ­talauswärts immer wieder und es rollt nicht richtig. Trotzdem drücken meine beiden Ski-Asse ohne Unterlass weiter, bis ich sie aus dem Blick verliere. Wo sind die Jungs eigentlich, wenn mal Windschatten gebrauchen könnte?

Ins Pians angekommen, schalten wir aufs kleine Kettenblatt und fahren wieder Richtung Westen, wieder bergauf, dem Arlberg entgegen. „Jede Ausfahrt isch a Rennen“, brülle ich mit. Dann hole ich die letzten Krümel Kraft von Apfelstrudel und Burger aus mir heraus, um mitzuhalten, und die Arlberg-Boys gucken blöd. „Zeitgleich“ erreichen wir wieder den Ausgangspunkt St. Anton und überfallen die Galzig-Bar. Wir bestellen einen Affogato, also Espresso mit Vanilleeis, Crème Brûlée, ein Schoki-Soufflé und noch einen Apfelstrudel. Dann laufen wir wie Gladiatoren ins Hotel und gehen nach einem kurzen Schläfchen frisch geduscht zum Abendessen ins Ullrhaus.

Süßes Finale

Einen besseren Namen hätte Franziska Alber, die Chefin, nicht aussuchen können. Innen ist das Haus des Schutzheiligen der Skisportler skandinavisch schlicht gestaltet: sanfte Naturfarben, weiche Wollstoffe, Salbeigrün in allen Schattierungen. Kein holzgetäfeltes Alpen-Klischee, sondern ein zeitgemäßer Lifestyle prägt das Haus – begleitet vom köstlichen Essen von Michael Gfall und seinem Küchenchef Erkan Cakir. Wir genießen Ziegenfrischkäse mit roter Bete und Bergheu, dazu ein Glas Chardonnay aus dem Burgenland. Nach einer Topinambursuppe mit der Bergamotte-Frucht, Shiitake-Pilzen und Macadamia-­Nüssen folgt als Hauptgang einen Rehrücken mit Grießknödeln, Zwiebelmarmelade und Enzian. Als Nachtisch ein Traum von Quitte und Haselnuss mit Zarbitterschokolade von Original Beans, genannt „Waldgrenze“. Dessert Nummer drei heute.

Reise-Info Arlberg

Anreise

Der Ski-Weltmeisterschaft 2001 ist es zu verdanken, dass St. Anton am Arlberg – die Wiege des alpinen Skisports – mit der Bahn so gut zu erreichen ist wie kaum ein anderes Skigebiet in Europa. Das alpine Bergdorf auf 1.304 Metern verfügt über eine so genannte Railjet-Station, an der jeden Tag sieben Direktzüge aus Wien und Zürich ankommen. Zudem beheimatet die Tiroler Gemeinde offiziell den weltweit höchst­gelegenen ICE-Bahnhof. Von dort aus sind die Hotels und Pensionen binnen weniger Minuten problemlos erreichbar. Natürlich ist auch die Anreise per Auto einfach, der Ort liegt nur nur wenige Minuten von der Schnellstraße S16 entfernt. Die Flughäfen Zürich und München sind in weniger als drei Stunden erreichbar. Dennoch: „Wer bei uns Urlaub macht, kann sein Auto getrost zu Hause lassen“, sagt Tourismusdirektor Martin Ebster.

Der Arlberg

„Der Arlberg“ bezeichnet streng genommen nur den verkehrstechnisch wichtigen, aber mit 1.793 Metern nicht spektakulär hohen Übergang zwischen den österreichischen Bundesländern Vorarlberg im Westen und Tirol im Osten. Mit dem Aufkommen des (Ski-)Tourismus zum Beginn des 20. Jahrhundert wurde der Arlberg im Laufe der Jahre immer mehr zur Marke, unter der sich die diversen Skigebiete versammeln, die sich um den Arlberg gruppieren. ­Gemeinhin gilt die Arlbergregion auch als „Wiege des Skisports“. Pioniere wie Hannes Schneider, frühe Könner wie Pepi Jennewein, Rudi Matt in den 1930er-Jahren, Karl Schranz in den 1960er-Jahren und in den 90er-Jahren Patrick Ortlieb trugen den Ruf des Arlbergs in die Welt.

Mit den Orten bzw. Skigebieten von St. Anton, St. Christoph, Stuben, Lech, Zürs, Warth und Schröcken bildet der Arlberg mit 350 Pistenkilometern und 200 Kilometern Tiefschneeabfahrten das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs und nach eigener Angabe das fünftgrößte der Welt. Entsprechend ist die Region touristisch bis in den letzten Winkel erschlossen. Obwohl der Arlberg noch als relativ schneesicher gilt, werben die Orte inzwischen auch ­intensiv um Sommergäste, es finden zunehmend mehr kulturelle, sportliche und andere Events statt. Wanderer, Bergsteiger und Rennradfahrer finden eine riesige Auswahl an Touren.

Arlberg-Giro

Radsportliches Highlight in der Region ist der Arlberg-Giro im August, die Strecke führt über 150 Kilometer und 2.500 Höhenmeter, umfasst anspruchsvolle Bergpässe, steile Abfahrten und atemberaubende Ausblicke. Der Marathon startet und endet in St. Anton am Arlberg. Nach dem Start am frühen Morgen führt die Strecke über den Arlbergpass und durch das Klostertal ins Montafon. Seit der Sperrung der Silvretta-­Hochalpenstraße nimmt der Arlberg-Giro kurz hinter Partenen die etwas kürzere, aber sehr anspruchsvolle Umleitung durchs idyllische Ganifertal hinauf zum Kops-Stausee und zum Zeinisjoch. Von dort geht es durchs Paznauntal und das Stanzertal zurück nach St. Anton. Anwohner und Gäste in den Ortschaften entlang der Strecke ­feuern die Teilnehmer an, die Atmosphäre ist großartig. In diesem Jahr findet der ­Arlberg-Giro am 2. August statt, die Teilnahmegebühr beträgt je nach Anmeldezeitpunkt zwischen 85 und 110 Euro.

Noch relativ neu beim Arlberg-Giro ist der St. Anton Night Sprint am Freitagabend, an dem auch Radsportler teilnehmen können, die nicht den Giro bestreiten. Das Event besteht aus einem 200-Meter-Sprint durch die Fußgängerzone, bei dem sich die 16 Zeitschnellsten für die nächste Runde qualifizieren, die dann als Eliminator ausge­tragen wird. Am Samstag findet auf den Straßen in St. Anton außerdem noch ein interna­tionales Radkriterium für Amateure und Profis statt.

Ausgleich

Radsportlern wird nachgesagt, sie trainierten gerne und viel Ausdauer und Beinkraft – und vernachlässigten die Beweglichkeit. Wer aufgeschlossen für Neuesist, könnte daher mal einen Blick auf das Mountain Yoga Festival“ in St. Anton Anfang September werfen. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen zehn Jahren einen besonderen Ruf erarbeitet und kombiniert Yoga-Kurse und -Angebote mit dem Naturerlebnis der Bergwelt.

Essen & Trinken

Ullrhaus

Das Ullrhaus in St. Anton mit Pool, Lounge und Gourmet-Restaurant ist die Erfindung von Franziska Alber und ihrem Mann Michael Gfall. Die beiden Einheimischen, tief in St. Anton verwurzelt, betreiben dieses gemütliche Designhotel als Herzensobjekt. https://www.ullrhaus.at/

Galzig-Bistrobar

Der Après-Treff ist im Sommer wie Winter die Bistrobar. Apfelstrudel gibt es dort, Crème brûlée, einfach alles, was schmeckt. Nachmittags und am Abend werden Köstlichkeiten aufgetischt von Salaten über Suppen und Burger sowie Steaks bis zum Klassiker wie Wiener Schnitzel mit „Petersilerdäpfel“, Preiselbeersauce und Zitrone. Wer Pasta mag, findet hier auch alles, was das Herz begehrt.

Anthony’s

Beste Pizza im Ort, dazu Pasta, Risotto und andere italienische Klassiker.

Touren-Info und GPS-Daten zum Nachfahren

Rennradtouren am ArlbergFoto: Printmaps.net /OSM

​Tourenregion

Wer durch Bergtäler und über Passstraßen in alpine Regionen klettern und Höhen­meter sammeln will, ist in St. Anton goldrichtig. Eine solide Grundkondition und Bergerfahrung sind allerdings Voraussetzung, um dort Spaß zu haben, denn die Berge setzen einen klaren Rahmen: viele Anstiege sind steil, Rundtouren relativ lang, Abkürzungsmöglichkeiten gibt’s so gut wie keine. Dennoch locken fantastische und anspruchsvolle Klettertouren. Richtung Westen liegen Arlberg, Klostertal und Montafon, über Lech und Warth kann man Inntal und Bregenzerwald er­reichen, auf Tiroler Seite warten das Hahntennjoch, das Pitztal mit dem Piller-Sattel oder der herausfordernde Anstieg zum Kaunertaler Gletscher.

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Tour 1 Bregenzerwald-Runde | 132 km, 3280 Hm

St. Anton - Hochtannbergpass - Faschinajoch - St. AntonFoto: Printmaps.net /OSMSt. Anton - Hochtannbergpass - Faschinajoch - St. Anton

Landschaftlich extrem reizvoll, radsportlich eine Herausforderung. Nach dem Start in St. Anton geht es gleich richtig steil zum Arlbergpass hinauf. Der frühe Effort wird mit einer rauschenden Abfahrt belohnt, bevor man kurz nach der Alpe Rauz Richtung Flexenpass und Zürs/Lech abbiegt. In Warth dreht die Route nach Westen, klettert über den Hochtannbergpass und schießt durch den Bregenzerwald bis nach Au, wo links die Auffahrt zum Faschinajoch abzweigt. Durchs Große Walsertal erreicht man Bludenz und schraubt sich durchs Klostertal wieder Richtung Arlbergpass und zurück nach St. Anton.

​Tour 2 Lechtal und Hahntennjoch | 137 km 2.438 Hm

St. Anton - Lechtal Hahntennjoch - St. AntonFoto: Printmaps.net /OSMSt. Anton - Lechtal Hahntennjoch - St. Anton

Auf nach Tirol! Der größte Teil der Runde führt ins Nachbarbundesland von Vorarlberg. So wie hier beschrieben, geht’s im Uhrzeigersinn über Arlbergpass, Zürs, Lech und Warth ins Lechtal hinunter. Dort kann man es auch mal rollen lassen, bevor nach rund 60 Kilometern kurz vor Elmen die Straße aufs 1.894 Meter hohe Hahntennjoch abzweigt. Der Pass war schon mehrmals Teil der TOUR-Transalp. Die Route ist auch bei motorisierten Ausflüglern extrem beliebt, an Wochenenden sollte man sie wenn möglich meiden. Der Rückweg durchs Inntal steigt ­stetig, aber maßvoll – zur Herausforderung wird er, wenn der Wind talabwärts fegt ...

​Tour 3 Arlberg-Runde | 142 km 2.315 Hm

Arlberg-Giro über Ganifertal und ZeinisjochFoto: Printmaps.net /OSMArlberg-Giro über Ganifertal und Zeinisjoch

Die Strecke ist identisch mit der des offiziellen Arlberg-Giro Anfang August. Nach dem Start in St. Anton steht wieder das forcierte Aufwärmen zum Arlbergpass hinauf an, bevor es über die alte Arlbergstraße durchs Klostertal nach Bludenz geht. Dort biegt die Strecke nach Südosten ab und erklettert in moderater Steigung das Montafon – bis hinter Partenen die härteste Herausforderung des Tages wartet: Der Anstieg durchs Ganifertal zum Kops-Stausee und Zeinisjoch. Es folgt die wilde Jagd durchs Paznauntal und ab Pians der Rückweg nach St. Anton.

​Tour 4 Nach Tobadill | 60 km 814 Hm

St. Anton - Pians - Tobadill - St. AntonFoto: Printmaps.net /OSMSt. Anton - Pians - Tobadill - St. Anton

Wenn man zum Arlberg reist, um die richtigen Klopper unter die Räder zunehmen, lenkt dieser 60-Kilometer-Auftakt den Blick auf eine Ecke, die man sonst im Wortsinn links liegen lässt. Tobadill ist ein 500-Seelen-Dörfchen auf einer schmalen Terrasse 200 Meter oberhalb von Pians gelegen. Von dort bieten sich schöne Ausblicke über die Bergwelt ins Paznauntal und ins Stanzertal, durch das der Hin- und Rückweg von und nach St. Anton führen. Tourenradler kennen Tobadill als Wegpunkt auf dem Fernradweg Via Claudia Augusta, der vom bayerischen Donauwörth nach Italien führt.


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