Der Silent Gear von Gedore ist ein bestückter Magazinschraubendreher. Im Inneren seines Griffs befindet sich eine Bit-Garage, in der zwölf Einsätze Platz finden. Enthalten sind Schlitz-Bits in den Größen 0,8 x 4,5, 1,0 x 5,5 und 1,2 x 6,5 Millimeter sowie Kreuzschlitz-Bits der Größen PH 1 bis PH 3 und PZ 1 bis PZ 2. Ergänzt wird das Sortiment durch Torx-Bits von T10 bis T25.
Für Arbeiten am Rennrad, Gravel-Bike oder Alltagsrad deckt die Ausstattung damit einen großen Teil der üblichen Schraubverbindungen ab. Sollte für einen individuellen Anwendungsfall ein weiterer Bit benötigt werden, lässt sich das Depot problemlos ergänzen.
Die Richtungsänderung erfolgt über einen Drehring am Griff. In der Rechts- und Linksposition kann der Silent Gear Schrauben lösen oder anziehen, ohne dass der Bit nach jedem kurzen Drehvorgang neu angesetzt werden muss. Der Hersteller gibt den Rückschwenkwinkel mit nahezu 0 Grad an. In der neutralen Mittelposition ist die Ratschenfunktion gesperrt, sodass der Schrauber wie ein herkömmlicher Schraubendreher verwendet werden kann.
Im Praxiseinsatz arbeitet die Mechanik präzise und anders als bei einer Knarre knarrt es nicht, was beim ersten Einsatz ungewohnt ist. Das maximale Drehmoment beträgt laut Hersteller 30 Newtonmeter.
Der Griff besteht aus glasfaserverstärktem Nylon und TPE. Das Material liegt auch in normalgroßen Händen sicher und vermittelt beim Anziehen ausreichend Kontrolle. Mit einer Griffbreite von 38,6 Millimetern baut der Schrauber kompakt.
Die 1/4-Zoll-Bitaufnahme besitzt einen starken Neodym-Magneten, der die Einsätze sicher hält. Ein Aufhängeloch am Griff erleichtert die Aufbewahrung. Etwas Kraft ist allerdings nötig, um die Bits aus dem Griffdepot zu entnehmen.
Der Gedore Silent Gear ist ein durchdachtes Werkzeug für Fahrradschrauber, die einen vielseitigen und platzsparenden Schrauber suchen. Die Kombination aus Bit-Garage, präziser Knarrenmechanik und ergonomischem Griff überzeugt im Werkstattalltag. Besonders praktisch ist, dass die wichtigsten Bits stets im Griff mitgeführt werden. Ein Nachteil bleibt der etwas schwergängige Zugriff auf das Depot.

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