„Vom Rennradfahren hatte ich wirklich gar keine Ahnung", sagt Jürgen Zäck. Aber den jugendlichen Läufer plagten einst massive Probleme mit der Achillessehne. Was also tun? Der damals 18-Jährige war so verzweifelt, dass er sich Schuhe und Sportklamotten schnappte und auf ein Rennrad schwang. Mit Erfolg. Sportwissenschaftler würden heute einem wie ihm, dem ehemaligen Leichtathleten, den Status „Naturtalent" bescheinigen. Der Mann, der heute noch aussieht wie ein Rettungsschwimmer in Malibu, fuhr in seiner Heimatstadt Koblenz den Rennfahrern des ortsansässigen Radclubs um die Ohren.
Ein paar Kilometer weiter blieb das einem ebenfalls radsportverrückten jungen Mann nicht verborgen: Roman Arnold aus dem 1.400-Einwohner-Dorf Löf in Rheinland-Pfalz. Roman brachte seinem neuen Freund Jürgen bei, wie man richtig Rennrad fährt. Dann nahm der Mann, der mit Canyon einen der größten Fahrradhersteller und Versandhändler aufbauen sollte, Jürgen Zäck unter Vertrag. Wie das aussah? Jürgen, der in der Koblenzer Rad-Szene nur „der Bub" genannt wurde, saß im Wohnzimmer bei Mama Arnold. Mit spitzer Feder notierte sie, dass Jürgen nun mehrere Paar Radschuhe, Socken, einen Sturzring sowie ein Somec-Rennrad mit Campagnolo-Super-Record-Schaltung bekommen sollte. Als erstes Testimonial der Firma Radsport Arnold. All das hielt sie schriftlich fest, mit Tinte. Schwarz auf weiß. Mehr als vier Jahrzehnte später unterstützt Arnold den ehemaligen Top-Triathleten immer noch. Allerdings aus der Ferne.
Viel geändert hat sich seit damals eigentlich nicht. Arnold ist nach einer Pause wieder als Executive Chairman bei Canyon eingestiegen. Und Jürgen Zäck, der sieben Ironman-Rennen gewann und bei der Triathlon-WM auf Hawaii 1997 Zweiter wurde, ist immer noch so eine Art Berufssportler. Bis heute hat der „Über-Biker", wie ihn das „Triathlon-Magazin" einmal nannte, 800.000 Kilometer im Sattel verbracht. Daneben ist er noch 160.000 Kilometer gelaufen und 30.000 geschwommen. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. „Eigentlich habe ich mit dem Leistungssport nach meiner Profikarriere ja nie aufgehört", sagt Zäck, inzwischen 61 Jahre alt.
Weil Zäck nie ein großer Freund der Kälte in der heimatlichen Bundesrepublik war, trainierte er schon als Aktiver oft im amerikanischen San Diego. Sein Herz verlor der Koblenzer jedoch an Phuket, mit 540 Quadratkilometern die größte Insel Thailands. Dort lebt Zäck seit fast 20 Jahren und macht das, was Jürgen Klinsmann einst als Trainer seinen Spielern beim FC Bayern München versprach: Er macht sie jeden Tag besser. Das bedeutet: In seinen Gruppentrainings zeigt er Triathleten und Rennradfahrern, wie sie besser werden beim Besserwerden; in Sachen Ernährung, Schlaf, Trainingsmethodik. Darüber hinaus bietet er individuelle Trainingsberatung online an. „Z-Coaching", nennt sich seine Firma. Anmeldung nur über Facebook. „Ich bin eben ein richtiger Old-School-Trainer", sagt Zäck.
Der frühere Top-Triathlet richtet sein Angebot allerdings nur an ein ambitioniertes Publikum. „Hier braucht keiner herkommen, der nur einen 27er-Schnitt fahren kann", sagt er. Das solle nicht despektierlich klingen, aber eine Ausfahrt mit ihm, Jürgen Zäck, sei für jemanden, der „im Urlaub mal Radfahren" will, nicht sinnvoll. „Der würde nach ein paar Kilometern explodieren." Diejenigen, die mit ihm aufs Rennrad steigen, werden in drei Gruppen eingeteilt. Die Speed-Gang ist mit einem 36er-Schnitt unterwegs, die mittlere Gruppe mit 33, die Langsamen mit 30 km/h. Hört sich doch gar nicht so schlimm an, finde ich. „Sportsfreund!", sagt Zäck zu mir, „wenn hier der Planet sticht, sticht er." Für ihn bedeutet das: Wohlfühlklima. „In diesem Leben fahre ich nicht mehr im kalten Regen Rennrad."
Es ist 6.00 Uhr in der Früh. Jürgen Zäck und ich sitzen beim Frühstück. Besser gesagt, ich. Er sieht für sich keinen Handlungsbedarf, etwas zu essen und schlürft einen Americano, während ich mir sicherheitshalber fünf Peanut-Toasts reinstopfe.
Dann rollen wir los, drei Kilometer zur Boat Avenue. Wir sind kaum gestartet, da läuft mir schon der Schweiß den Rücken entlang. Am Siam Bike Shop warten schon fast drei Dutzend Rennradfahrer auf ihren Trainings-Gott. Er erklärt uns auf Englisch, was wir heute machen. „Einen schnellen Hunderter", kündigt er an. Zum Abschluss sagt er: „Wir sehen uns ab halb zehn bei Sek!" Es ist gerade mal 6.45 Uhr. Okay, da weißt du Bescheid. Dann geht's los. Bam. Bam. Bam. Und ehe ich mich versehe, sitzen wir schon bei Sek. Ich hätte den Kaffeestand gar nicht wahrgenommen. Taucht man hinter die Blätter ein, die das Café beschatten, stehen da auch nur ein paar Stühle. Aber der Protein-Shake ist bombastisch, der Kaffee großartig, die süßen Kekse sind himmlisch.
Ich schwitze noch zehn Minuten nach Ankunft. Ist das wirklich gesund, lieber Jürgen? Der Mann schaut mich skeptisch an. Seit mehr als vier Jahrzehnten beschäftigt sich der Coach nun mit Trainingslehre und -methodik. Er hat festgestellt, dass man in der Hitze nur rund 70 Prozent der Umfänge wie zu Hause trainieren muss. Und: „Hitzetraining ist deutlich effizienter als jedes Höhentraining", so Zäck. Hinzu kommt, aus seiner Sicht, hier in Thailand noch eine große Prise Lebensqualität. Bei Temperaturen von rund 30 Grad.
Man könne auch am kalten Stilfser Joch glücklich werden, sagt er. Oder man fährt eben hier auf Phuket Rennrad. Für knackig-kurze Intervalle radelt er nach Pang Nga los; daneben gibt es unendlich viele schöne längere und lange Touren. Etwa 60 Kilometer zur Sarasin-Brücke, die Westküsten-Route mit 120 Kilometern oder die Ausfahrt zur Banana Loop über 170 Kilometer. Alle Strecken will Zäck nicht verraten, schließlich gehören auch die gezielt recherchierten Routen zu seinem Trainingscamp-Angebot. Er verspricht jedoch allen, die zu ihm kommen, traumhaft schöne Ausfahrten. Und traumhaft anstrengend. Auf den T-Shirts von Z-Coaching prangt der Spruch: „This is not a honeymoon". Das sind keine Flitterwochen!
Während mir der Schweiß aus allen Poren rinnt, bleibe ich skeptisch: Warum sollte man in dieser Hitze trainieren? Zäck scheint auf diese Frage nur gewartet zu haben. Die Antwort liefere die Sportwissenschaft, doziert er und rückt die Brille auf seiner Nase zurecht. Ziel sei die Heat-Adaptation, also die physiologische Anpassung des Körpers an hohe Temperaturen. Studien aus der Thermoregulations-Forschung würden belegen, dass sich der Körper nicht nur erstaunlich schnell an Hitze gewöhnen kann. Außerdem – und das ist Zäck wichtig – würden Hobbysportler genau so wie Profis von dem Training bei Hitze profitieren. Bevor ich nachfragen kann, erklärt Zäck, dass sich durch die Rennradausfahrten in der Hitze das Blutvolumen erhöhen würde, insbesondere der flüssige Anteil, das so genannte Plasma. Das hätte zur Folge, dass sich der Kreislauf verbessert und die Muskulatur besser versorgt wird. Doch nicht nur das. Auch die Schweißproduktion würde immer besser werden. „Dein Körper beginnt dann künftig früher zu schwitzen, kühlt effektiver", so Zäck. Unter dem Strich sei sogar der Puls nach einem Hitzetraining langsamer, was bedeute, dass das Herz-Kreislauf-System ökonomischer arbeite. Schon wenige Trainingseinheiten auf Phuket würden reichen, verspricht Zäck, um erhebliche Verbesserungen zu erzielen: sowohl bei der maximalen Sauerstoffaufnahme als auch bei der Leistung an der anaeroben Schwelle.
Das Trainings-Know-How hat sich der Ironman-Sieger selbst beigebracht. Während er von seinen Erfahrungen berichtet, erinnert er sich an eine Szene aus der Vergangenheit, wohl 1986 müsse das gewesen sein. Dieter Bremer, der damalige Leistungssport-Beauftragte der Deutschen Triathlon-Union, besuchte Jürgen Zäck, der noch bei seinen Eltern wohnte. Seine Mutter Karin bereitete dem Funktionär ein paar belegte Brote zu. Bremer blätterte in Jürgens Trainings-Tagebuch. Es war akkurat geführt bis ins letzte Detail. Nach der Durchsicht klappte Bremer das Heftchen zu, legte eine Kunstpause ein und sagte: „Jürgen, du bist den anderen in Sachen Trainingssteuerung um Jahre voraus."
Penible Trainingssteuerung sei aber nur ein Teil der Wahrheit, sagt Zäck. Er fordert die Teilnehmer an seinen Camps regelmäßig dazu auf, nicht immer nur auf ihre Wattwerte zu schauen. Es gehe auch darum, das Gefühl für den eigenen Körper nicht zu verlieren. Viele würden nur „Radeln nach Zahlen", sagt er. Wenn er aber nach einem Anstieg einen Teilnehmer frage, wie hoch denn sein Puls sei, ohne es irgendwo abzulesen, könnten das die wenigsten richtig einschätzen.
Deswegen stellt der „Old-School-Trainer" seine Teilnehmer auf die Probe. Sie sollen selbst schätzen, wie hoch ihr Puls sei. Im nächsten Schritt soll jeder Teilnehmer die Herzfrequenz eines Trainingspartners schätzen. Dem Coach geht es nicht nur um das bloße Training, sondern auch um das Miteinander, das Gegenseitig-auf-sich-aufpassen. „Ich finde es schade, wenn man von sich selbst sagt, dass sein bester Freund Garmin heißt", formuliert es Hobbyphilosoph Zäck. „Wir Rennradfahrer beschäftigen uns meist viel zu sehr mit uns selbst. Man sollte aber auch mal den Kopf heben und schauen, wie es den anderen geht."
Im Kontrast zwischen beinharter Leistungsorientierung und dem aufmerksamen Miteinander erinnert Jürgen Zäck fast ein wenig an seinen Namensvetter Jürgen Klopp. Der Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat zu seiner Zeit als Coach des FC Liverpool mal gesagt, er sei nur zu 30 Prozent Fußballtrainer. Daneben sei er Freund, Familienmitglied, Erziehungsberechtigter und Kindergärtner. So wirkt auch Jürgen Zäck. Fast jeden Abend ist er mit seinen Athleten unterwegs. Es scheint, der Mann ist 24 Stunden für seine Leute da.
Zwei Tage später steht eine 150-Kilometer-Ausfahrt an. Im Vergleich zu deutschen Rennradfahrern bekennen sich die Phuket-Pedaleure zu Farben. Bunte, florale Jerseys sind hier in! Jürgen teilt uns bunte Vögel in drei Gruppen ein. Fast, Middle, Smart. Wie immer. Dann starten wir im Fünf-Minuten-Takt. Ich bin es von meinen Group-Rides in München gewohnt, dass man sich nach dem Losfahren erst einmal einrollt. Das ist hier kein Thema. Wir knallen sofort mit 33 Sachen aus dem Laguna-Resort raus. Die Szenerie wirkt exotisch auf rational geprägte Mitteleuropäer. Schon um sieben Uhr morgens brutzeln die Thais in ihren Outdoor-Küchen; Kinder sitzen in großen Bottichen, bekommen am Straßenrand die Haare gewaschen. Wir wechseln auf eine viel befahrene Straße. Zäck erklärt mir, dass ich keine Angst haben müsse. Hier achte jeder auf den anderen. Und es ist wirklich so. Kein Gehupe wie in Deutschland, der Verkehr fließt entspannt und relativ geordnet. Bis auf die Tatsache, dass ab und zu mal ein Hund auf der Fahrbahn schläft. Oder ein Moped auf der falschen Spur entgegenkommt. Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, habe ich keine. Mit 35 km/h fahren wir auf die Sarasin-Brücke zu, die Phuket und Phang Nga, das Festland, verbindet. Es ist traumhaft hier. Der Phang Nga-Naturpark zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach 35 Kilometern biegen wir ab. Die Straßen sind in Top-Zustand, links und rechts des Asphalts ragen Palmen wie im Regenwald empor. Entweder macht Tyler Smuda das Tempo, ein 18-jähriger Triathlet, oder Jaray Jearanai, thailändische Triathlon-Legende. Und dann ist da noch Margit aus Rotterdam.
Margit ist 36, hat ganz gut Geld verdient und lebt in Thailand, wie etliche andere Sportler auch. In Deutschland würden sie vermutlich wegen ihrer „Lifestyle-Teilzeit" vom Bundeskanzler kritisiert werden. In Phuket ist ihnen das ziemlich egal. Sie trainieren jeden Tag. „Ich habe mein Leben so strukturiert, dass ich es dem Sport widmen kann", sagt Margit. Das bedeutet: 13 Trainingseinheiten pro Woche. Immer mit dabei: Coach Jürgen Zäck. Seit 16 Jahren macht er das so. Er veranstaltet nicht wie andere Trainer ein oder zwei Camps im Jahr. „Mein Trainingscamp geht 365 Tage", sagt Zäck.
Der letzte Berg für heute steht an. Gar nicht mal so lang, knapp fünf Kilometer. Es ist erst halb zwölf am Vormittag. Andererseits haben wir schon knapp 140 Kilometer in den Beinen. Und die Sonne brennt unbarmherzig. Der Schweiß fließt in Strömen, ich komme so richtig an meine Grenzen. Es ist wirklich brutal. Ich frage mich, ob ich schon Fieber habe. Plötzlich fährt ein LKW an uns vorbei. Auf der Ladefläche: ein Elefant. Alle zücken ihr Handy und filmen. Den Elefanten sehen die anderen also auch, ich leide noch nicht an Halluzinationen.
Auf der anderen Seite am Fuße des Berges könnte die Belohnung für die extreme Anstrengung kaum schöner sein. Im Thanyamundra-Resort, wo wir übernachten werden, wartet schon der Besitzer, Klaus Hebben. Der Deutsche, der sein Geld mit kanadischem Öl und amerikanischen Shopping-Centern machte, entdeckte in den 90er-Jahren im Yachtmagazin ein Boot. Das wollte er haben. Also kaufte er es und schipperte anschließend um die halbe Welt. Als er vor der thailändischen Küste einen Strand sah, war's um ihn geschehen. „Hier bleibe ich den Rest meines Lebens", sagte er sich und schipperte sein Schiff wieder. Dann baute er erst ein Sport-Hotel auf und begann dann mit dem Rennradfahren.
Eines Tages entdeckte er vom Sattel aus zufällig ein riesiges Grundstück in der Nähe des Khao Sok-Nationalparks. Er machte, was er immer machte: Er verkaufte sein Haus am Nai Thon Beach und gründete das Thanyamundra-Resort. Dabei hat der Mann, nach seiner Krebserkrankung, nur eines im Kopf: gesundes Essen in einer gesunden Umgebung für gesunde Menschen bereit zu stellen. Das Gemüse stammt aus seiner organischen Bio-Farm. Mitten im Urwald wartet ein 50-Meter-Pool zur Erfrischung nach der heutigen Höllentour. Hebben, 81 Jahre alt, erzählt von seinen nächsten Plänen: Ein ganzheitlicher Gesundheits- und Wellness-Komplex soll auf dem Gelände entstehen, eine Longevity-Hochburg für Sportler, mit zehn neuen Villen und vielen neuen Sport-Angeboten. „Thanyamundra" heißt „Magie im Überfluss". Die Magie ist spürbar an diesem Ort – und teilt sich in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen mit, auch mal augenzwinkernd. Hebben, gebürtig aus Amberg, hat einen „Tropical Grill Garden" eröffnet. Vorbild: ein bayerischer Biergarten. In erster Linie gibt's in diesem Biergarten leckere Thai-Gerichte. Aber wer will, bekommt auch eine Haxen, Würstel und ein Andechser-Bier.
Nach einer Nacht im Zelt genießen wir das Frühstück mit frischen Früchten, Kaffee, sowie Tomaten und Gurken aus dem Bio-Beet. Dann machen wir uns auf den Weg zurück nach Phuket. Trainer Zäck hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, wir starten erst um halb zwölf. Der erste Anstieg läuft noch entspannt, dann bringen uns die ständigen Wellen bei Temperaturen von 40 Grad fast um. Irgendwann unterwegs erklärt mir Lauren, eine Amerikanerin, die in Phuket lebt, dass dieses Training wirklich ideal sei. Bei ihren Wettkämpfen spüre sie den Trainingseffekt. Ich frage, was genau sie spüre? „Ich kille alle!", antwortet sie. Okay, das nennt man wohl ein Argument.
Was mich killt, ist das ständige Drücken. Ich war noch nie bei einer Ausfahrt, bei der so draufgehalten wurde. Ab der 100-Kilometer-Marke komme ich mir vor wie ein Dampfkessel, wobei ein kochender Dampfkessel zischt, ich aber keinen Ton mehr rausbringe. Beim Stopp trinke ich einen Liter Cola, schütte literweise Wasser über meinen Dampfkopf. Weiter geht's, sagt Jürgen. „Sind nur noch 33 Kilometer", sagt er und düst los. Also wieder alle hinter ihm her. Alle vertrauen dem Deutschen – und das merkt man. Zäck hat vor der Fahrt mit jedem einzeln gesprochen, ihm geraten, wie er sich bei dieser Ausfahrt verhalten soll, wo seine Stärken liegen, seine Schwächen. Bei mir läuft es genauso, wie es Wahrsager Jürgen prophezeit hat. Wie kann das sein? „Du darfst eines nicht vergessen", sagt er und legt den Arm um meine Schulter: In den vergangenen Jahren habe er Tausende Leute trainiert, ihm könne wirklich niemand mehr etwas vormachen.
Das Einzige, was er will, ist, dass die Menschen Spaß an seinem Training haben und ihren Zielen nicht nur immer näherkommen, sondern sie auch erreichen. „Das ist in den vergangenen Jahren perfekt aufgegangen", sagt er, der stets ohne Socken Rennrad fährt. Warum eigentlich? Das sei ein Überbleibsel aus seiner Triathlon-Zeit auf Hawaii, meint er. Und außerdem müsse er auf diese Weise keine Socken waschen. Aber immerhin besitzt er inzwischen eigene Rennradschuhe.
Die Anreise nach Phuket geht per Flugzeug über den Phuket International Airport (HKT). Fluglinien wie Condor, Etihad, Emirates oder Thai Airways bieten teilweise Nonstop-Verbindungen von Deutschland aus an. Viele Flüge beinhalten jedoch einen Zwischenstopp in Bangkok, Abu Dhabi oder Dubai. Von Bangkok (BKK) dauert der Flug nach Phuket etwa 1,5 Stunden.
Flughafentransfer (HKT) Nach Ankunft stehen Taxis, private Transfers, Limousinen oder der Phuket Smart-Bus zur Verfügung.
Deutsche benötigen für einen touristischen Aufenthalt kein Visum. Die Digital Arrival Card (DAC) sollte man idealerweise jedoch vor der Einreise ausfüllen.
Laguna Phuket ist ein Resort-Areal an der Westküste von Phuket am Bang Tao Beach, 20 Minuten vom Flughafen entfernt. Es erstreckt sich über gut 400 Hektar entlang des drei Kilometer langen Strandes und umfasst Hotels wie das Dusit Thani, das Angsana oder das Sala. Mit dabei: Lagunen, Golfplätze, Restaurants und unzählige Spa-Angebote. Die verbesserten Langstrecken-Flugverbindungen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Resorts haben dazu beigetragen, dass in dem betont auf Sport ausgerichteten Areal immer mehr Menschen dauerhaft wohnen – und auch ganzjährig Sport treiben. Die Voraussetzungen sind mit Schwimmbädern, ausgewiesenen Laufstrecken und Radstrecken durch die thailändische Tropenlandschaft ideal.
Info https://www.lagunaphuket.com/
Homa Cherngtalay ist ein modernes Vier-Sterne-Apartmenthotel für Sportler, Co-Worker und Familien. Es bietet klimatisierte Studios mit Küchenzeilen, einen Infinity-Pool auf dem Dach und ein Fitnesscenter. Alle Zimmer sind mit Balkon, Küchenzeile (inkl. Wasserkocher), Arbeitsplatz und WLAN ausgestattet. Zum Komplex gehören außerdem ein Fitnessstudio, das Restaurant Viva (italienisch/vegetarisch/vegan), ein Café, eine Bar sowie eine Yoga-Area und etliche Co-Working-Spaces. Die Preise schwanken je nach Saison (günstiger im Juni, teurer im Dezember), zwischen 33 und 125 Euro pro Nacht. Einen Wäscheservice für Sportbekleidung gibt es im Homa Cherngtalay natürlich auch. Zwischen dem Homa und „Z-Coaching" von Jürgen Zäck besteht eine Kooperation.
Info https://www.homa.co/
Das Thanyamundra Organic Resort ist ein sehr besonderes Fünf-Sterne-Refugium am Rande von Thailands ältestem Regenwald. Das Resort ist eine Oase mit Blick auf die sanften Terrassen eines Bio-Bauernhofs, eingebettet in die nebelverhangenen Berge und die imposanten Karstfelsen des Khao Sok-Nationalparks in der Provinz Surat Thani. Gegründet hat es der Deutsche Klaus Hebben. Der Geschäftsmann baute das Resort zu einem umfassenden und ganzheitlichen Wellness- und Gesundheitsstandort aus. In den kommenden Jahren wird es mit neuen Villen, neuen Spa- und Sport-Angeboten noch deutlich ausgebaut. Einen reizvollen Mix der Kulturen bietet der „Tropical Grill Garden" mit Thai-Food, Burgern und alkoholfreiem Sportler-Bier, inspiriert von Biergärten aus Hebbens bayerischer Heimat Amberg.
Hebben ist es wichtig, umweltfreundliche Unterkünfte und Zelte anzubieten, in denen Mensch und Natur harmonisch zusammenleben. Im Gegensatz zu vielen anderen Hotels sind auf dieser Welt alle Suiten komplett plastikfrei. In Glasflaschen steht RO-UV-behandeltes Trinkwasser bereit. Marmeladen, Eiscreme und Sorbets werden von den Köchen aus frischen Früchten hergestellt, die Gemüsereste aus der Küche werden als natürlicher, fermentierter Dünger für den Anbau von Obst und Gemüse verwendet. Briefpapier und die Speisekarte bestehen generell aus recyceltem Papier oder getrockneten Blättern. Die Pools sind mit einem Ozon-Filtersystem ausgestattet, das den Chlorverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen deutlich reduziert. Zur Entspannung nach einer 150-Kilometer-Radtour empfiehlt sich ein Ausflug in den angrenzenden Nationalpark Khao Sok, Heimat von Elefanten, Nashornvögeln, Gibbons und der seltenen Rafflesia, der größten Blüte der Welt.
Info https://thanyamundra.com/
Der ehemalige Weltklasse-Triathlet Jürgen Zäck lebt seit 2010 auf der thailändischen Insel Phuket und bietet dort mit seiner Agentur „Z-Coaching Phuket" ganzjährig leistungsorientierte Trainingsbetreuung an. Der gebürtige Koblenzer trainiert unter anderem Spitzensportler wie die Ironman-Champions Kristian Blummenfelt und Gustav Iden.
Zäck erstellt auf Wunsch für jeden Gast ein individuelles Trainingsprogramm, begleitet und führt die Ausfahrten auf dem Rad. Für interessierte Radsportler organisiert und leitet er auch ergänzendes Schwimm- oder Lauftraining. Der siebenmalige Ironman-Gewinner bietet auch individuelles Online-Coaching an.
Info https://www.facebook.com/p/Z-Coaching Phuket
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Sorgfältig gewartete Mieträder in einwandfreiem Zustand gibt es bei Siam Bike Tours in Phuket. Neben Rennrädern kann man dort auch E-Bikes mieten.
Info www.siambiketours.com
Ebenfalls zu empfehlen ist der Radladen Bike Works mit thailändischem Flair und sehr gutem Mechaniker-Service zu vernünftigen Preisen.
Info https://www.instagram.com/bikeworks_phuket/
Mrs. B ist ein gemütliches Restaurant mit Bar, das leckere Speisen und Getränke in geselliger Atmosphäre serviert. Empfehlung: den Platz an der Theke reservieren. Erst einen Cocktail genießen und dann das köstliche Essen. „Bei uns", sagt Chefin Sumi Soorian, „findet jeder etwas. Auch die, die es schärfer mögen."
Info https://www.mrs-b.com/
Project Artisan ist eine Liebeserklärung an Thailand, die wir mit allen teilen möchten, die das Land des Lächelns und einen gesunden, ausgewogenen Lebensstil zutiefst schätzen", sagt Martin Michalik, der Besitzer. Er war schon auf der ganzen Welt unterwegs und lebt inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten in Thailand.
Info https://www.theprojectartisan.com/
Wer es etwas lauter und Live-Musik mag, der geht ins Beach Pig direkt am Strand. Man sitzt nach einer tollen Rennradausfahrt am Meer, trinkt ein Bierchen und genießt das thailändische Essen.
Info https://www.instagram.com/beach_pig/
Den besten Kaffee auf Phuket gibt es bei Sek. Die coolste Espressobar der Stadt ist von außen völlig unscheinbar. Jürgen Zäck kehrt mit den Teilnehmern seiner Ausfahrten regelmäßig dort ein, weil es dort nicht nur Kaffee, sondern beispielsweise auch sportgerechte Regenerationsdrinks wie Whey-Protein-Shakes mit frischen Beeren gibt.
Adresse Choeng Thale, Thalang District, Phuket 83110, Thailand. Geöffnet von 6 Uhr bis 15 Uhr.
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