Text: Markus Stitz
In Schottland, seit nunmehr 17 Jahren meine Heimat, ist das Wetter im Herbst am beständigsten. Das Tageslicht reicht aus, um ordentlich Kilometer zu sammeln, bevor Regen und Schnee die Wintermonate zur Charakterprobe machen. Aber wie steht es mit Nova Scotia, dem „Neuen Schottland“? Der kanadischen Provinz auf der anderen Seite des Atlantiks, die noch immer sehr stark von ihren schottischen Einwanderern geprägt ist? Die kurze Antwort: Nova Scotia ist mein Geheimtipp für den Herbst. Da meine Partnerin Louise aus dem benachbarten Quebec stammt, konnte ich mir bereits vor zwei Jahren in ihrem Geburtsort, der Gaspé-Halbinsel, einen Eindruck von den atemberaubenden Farben verschaffen, die mich Anfang Oktober erwarten. Doch im Norden von Nova Scotia, in Cape Breton, Heimat des weltberühmten Cabot Trails, sind die Herbstfarben noch viel intensiver. Aufgrund meiner Erfahrungen in Quebec hatte ich erwartet, dass es Anfang Oktober schon ziemlich kühl sein würde, aber diesmal erlebe ich das Gegenteil. Das warme Wetter schafft nicht nur ideale Bedingungen für die prächtigen Farben der Blätter, mit intensivem Orange, Rot, Purpur und Gelb, sondern auch zum Radfahren. Was die kanadische Provinz von den kargen Hügeln der Highlands in Schottland unterscheidet, ist der dichte Wald. Kombiniert man diese Wälder mit ruhigen Landstraßen, anspruchsvollen Anstiegen, schönen Schotterabschnitten und einer atemberaubenden Küste, wird eine Tour auf dem Cabot Trail schnell zu einem unvergesslichen Erlebnis.
» Kombiniert man diese Wälder mit ruhigen Landstraßen, anspruchsvollen Anstiegen, schönen Schotterabschnitten und einer atemberaubenden Küste, wird eine Tour auf dem Cabot Trail schnell zu einem unvergesslichen Erlebnis. Markus Stitz, Reise-Redakteur
Ähnlich wie der North Coast 500 in meiner Heimat, ist der Cabot Trail eine Panoramastraße. Auf 298 Kilometern sind 3.600 Höhenmeter zu bewältigen. Meine Route, die zusätzliche Schotterabschnitte und einen Abstecher in den Norden beinhaltet, ist 472 Kilometer lang und weist 5.750 Höhenmeter auf. Auf Einladung von Tourism Nova Scotia nehme ich an der sechstägigen Cabot Trail-Tour von Freewheeling Adventures teil. Mein Leihrad ist ein Trek Domane AL – mit Reifen, schnell genug, um auf Asphalt gut voranzukommen, und gutem Grip, um alle Schotterpassagen zu bewältigen. Die geführte Tour erleichtert die Logistik enorm. Nach drei Tagen in Halifax, der Hauptstadt, fahre ich mit dem Van von Freewheeling zu unserem Startpunkt, dem Glenora Inn & Distillery in der Nähe von Inverness an der Westküste – eine vierstündige Fahrt. Am sechsten Tag, nach fünf Tagen im Sattel, werden wir gegen Mittag Bad-deck erreichen und zurück nach Halifax fahren. Wenn man den Cabot Trail individuell befährt, ist es natürlich aufwendiger, sich selbst zu organisieren. Baddeck ist der beste Start- und Zielort, verfügt aber über keine direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die nächstgelegene Option ist der tägliche Bus von Halifax nach Wagmatcook, 15 Kilometer südlich von Baddeck. Von dort geht es nur mit dem Taxi weiter, in Wagmatcook findet man weder Unterkunft noch Verpflegung. Fahrräder müssen im Bus verpackt werden. Einfacher ist es, die Reise in Sydney zu beginnen, das mit Flugzeug und Bahn zu erreichen ist. Eine geführte Tour ist zwar teurer, beinhaltet aber neben den Transfers auch Unterkunft und den Großteil der Verpflegung, mit genügend Zeit für eigene Erkundungen und Fotostopps. Auf der Fahrt nach Inverness lerne ich die anderen Teilnehmer besser kennen. Adrian, unser entspannter Fahrer und Reiseleiter, kennt Cape Breton bestens, da er hier aufgewachsen ist. Patrice und Carla, ein Paar aus der Schweiz, haben die Tour als krönenden Abschluss für ihre längere Rundreise durch die Seeprovinzen New Brunswick, Nova Scotia und Prince Edward Island gebucht. Dazu kommen Sally und Stan, ein humorvolles Paar aus Alaska. Zum Reisepaket gehören ein sehr ausführliches Handbuch als PDF und gedruckte Version, eine App zur Streckenverfolgung und alle GPX-Dateien, die ich problemlos auf Komoot hochladen kann. Mein Gepäck wird von Hotel zu Hotel transportiert; ein Luxus im Vergleich zu meinen Bikepackingtouren. Abgesehen von den ausgedehnten Wäldern erinnert mich hier vieles an Schottland. Unsere Unterkunft für die erste Nacht in Glen Ora ist Kanadas erste und einzige Single-Malt-Whisky-Destillerie. Sie hat die gleichen Pagoden wie die Brennereien in meiner Heimat. Nach einer kurzen Führung endet der erste Tag mit einem Abendessen im Washback Pub, begleitet von Live-Musik. Und wie in Schottland üblich, regnet es draußen.
Der Regen endet in den frühen Morgenstunden. Während wir die Fahrräder für die geplante 76-Kilometer-Strecke vorbereiten, bricht die Sonne durch die Wolken und erwärmt langsam den Boden. Alle sind voller Tatendrang. Ich schraube meine SPD-Pedale ans Rad, montiere meine Sattel- und Oberrohrtasche, Batterielicht und GPS und mache kurz ein paar Fotos vom Rest der Gruppe. Kurz darauf befinde ich mich auf dem ersten Schotterabschnitt auf einer stillgelegten Bahntrasse, die mich nach Inverness führt. Wesentlich langsamer unterwegs als der Rest, sehe ich hier meine Mitstreiter zum letzten Mal vor dem nächsten Frühstück. Radfahren hier ist wie im Märchen: Dampf steigt von den Schotterwegen auf, während die Sonne die Luft sanft erwärmt und bunte Blätter im leichten Wind um mich herum tanzen. Der nächste Abschnitt entlang der Küste führt wieder über Schotter und bietet weite Ausblicke über den Sankt-Lorenz-Golf. Irgendwo im Westen stelle ich mir die schroffen Klippen des Forillon-Nationalparks in Québec vor, dem Geburtsort meiner Freundin. Die klare Luft und die fantastische Sicht sind nach den heftigen Regenfällen das, was ich am meisten genieße. Als Adrian mit dem Mittagessen in Margaree Harbour auf mich wartet, liegen bereits zwei Stunden zwischen mir und dem Rest der Gruppe. Am Abend ist das Essen nicht inbegriffen, also nutze ich die Gelegenheit und fahre einen Abschnitt des Cabot Trail, der normalerweise nicht Teil der Route wäre: auf der Straße bis nach Margaree Forks und über holperigen Schotter zurück zur Küste. Als ich wieder am Meer ankomme, ist die Sonne bereits untergegangen, doch der Himmel bietet trotzdem ein atemberaubendes Schauspiel. Während der Rest der Gruppe schon beim Abendessen sitzt, fahre ich die verbleibenden 25 Kilometer und komme gerade noch rechtzeitig beim letzten geöffneten Imbiss an. Ein großartiger erster Tag endet mit leckeren Meeresfrüchten.
Normalerweise bin ich es gewohnt, meine Logistik und Routen selbst zu planen. Aber es ist schön, mit dem Rest der Gruppe im Gästehaus ein Frühstück mit traditioneller Musik zu genießen und Eindrücke des ersten Tags zu teilen. Zum Aufwärmen bin ich bereits 20 Kilometer gefahren, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Geplant sind heute 78 Kilometer mit 1.400 Höhenmetern, die längste Etappe der Reise. Während die anderen die übliche Route aus Chéticamp nehmen, fahre ich einen kurze Schotterstrecke, stürze und prelle mir mein linkes Knie. Nicht ideal für die beiden größten Anstiege der ganzen Tour, doch die Landschaft ist so atemberaubend schön, dass der Schmerz in den Hintergrund tritt. Die Straße bietet alles, was ich mir von einer großartigen Radtour wünsche: wenig Verkehr, knackige Anstiege und fantastische Aussichtspunkte als Belohnung. Die Temperatur ist perfekt, und wohin ich auch schaue, sehe ich die wunderschönen Herbstfarben. Entlang der Küste radele ich inmitten eines Meeres aus Blättern in allen erdenklichen Formen und Schattierungen. Da ich Adrian und den Rest der Gruppe am vereinbarten Treffpunkt nicht aufhalten möchte, lasse ich das Mittagessen heute aus. Bei solch einer atemberaubenden Landschaft schaffe ich es, 96 Kilometer mit ein paar Müsliriegeln zurückzulegen. Der Abend in Dingwall bietet eine willkommene Gelegenheit, sich wieder mit dem Rest der Gruppe auszutauschen. Das Essen schmeckt hervorragend, und nach einem langen Tag im Sattel habe ich noch genug Platz für Nachtisch. Meine Unterkunft für die Nacht ist eine traditionelle Holzhütte mit Blick nach Osten – ideal für den Sonnenaufgang. Während ich draußen sitze und an einem Bier nippe, lausche ich dem sanften Plätschern der Wellen. Solche Momente machen einen fantastischen Tag auf dem Rad noch schöner.
» Der Regen endet in den frühen Morgenstunden. Während wir die Fahrräder vorbereiten, bricht die Sonne durch die Wolken und erwärmt langsam den Boden. Alle sind voller Tatendrang. Markus Stitz, Reise-Redakteur
Die Begeisterung hält am nächsten Morgen an, als ich mich mit Patrice treffe, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Die heutige Etappe von Dingwall nach Ingonish ist nur 53 Kilometer lang und überwindet 600 Höhenmeter, allerdings mit Gegenwind. Anstatt des Mittagsstopps mit der Gruppe schnappe ich mir ein paar Müsliriegel und Obst aus dem Van, sowie etwas Käse und Brot und starte früh auf meiner eigenen Route. Die Fahrt hinauf nach Bay of St. Lawrence, einem kleinen Dorf und meinem nördlichsten Punkt der Reise, verlängert meine Route um etwa 40 Kilometer. Die Straßen sind unglaublich ruhig, und als ich das Kap erreiche, hat sich die Anstrengung gelohnt. Das Highlight des Tages steht mir aber noch bevor – White Point. Die Trails hier sind die anspruchsvollsten der ganzen Tour, aber für eine Weile habe ich die zerklüftete Halbinsel mit ihren steilen Klippen ganz für mich alleine. Der Cabot Trail folgt der felsigen Küste mit steilen Anstiegen und rasanten Abfahrten, die sich heute auf fast 1.900 Höhenmeter addieren. Als ich die Keltic Lodge, mein nächstes Hotel, erreiche, bin ich glücklich und müde. Der markante Gebäudekomplex thront auf einer Klippe über dem Meer, ein weiterer hervorragender Ort, um den Tag bei einem Bier nach dem Abendessen stilvoll ausklingen zu lassen. Als begeisterter Pilzsammler freue ich mich besonders auf die Unterkunft für die letzte Nacht meiner Reise, das Chanterelle Inn. Leider gibt es dort nirgends Pfifferlinge, da Nova Scotia diesen Sommer und Herbst eine lange Trockenperiode erlebt hat, aber die Beschreibung der kleinen Lodge klingt so fantastisch wie die Sechs-Gänge-Gerichte am Abend. Ich verlängere meine Route erneut um 40 Kilometer und füge eine kurze (und kostenlose) Fährüberfahrt nach Englishtown hinzu. Die Temperaturen sind jetzt deutlich gesunken, von knapp über 20 Grad an den ersten Tagen auf kühle 2 Grad am Morgen, und der starke Wind macht die Fahrt anstrengender als erwartet. Die Gemütlichkeit des Chanterelle Inn und das Abendessen runden aber den anstrengendsten Tag auf dem Cabot Trail versöhnlich ab. Wie am zweiten Tag stehe ich am nächsten Morgen wieder früh auf und fahre 17 Kilometer auf Schotterwegen, bevor ich mit dem Rest der Gruppe frühstücke. Die heutige Etappe ist kurz und endet gegen Mittag in Baddeck. Im Gegensatz zu den anderen Tagen treffe ich Clara und Patrice oft unterwegs. Ich bleibe zwar größtenteils auf dem Cabot Trail, baue aber kurz vor Baddeck noch eine kurze Offroad-Passage ein, was sich wie ein würdiger Abschluss für fünf Tage voller Entdeckungen anfühlt. Wir beenden unsere Tour im Highwheeler Cafe & Bakery, einem der besten Cafés der Stadt. Nach leckerem Gebäck und Kaffee packen wir den Van und fahren zurück nach Halifax. Hinter mir liegen tolle Erinnerungen – Cape Breton und der Cabot Trail haben alle Erwartungen übertroffen. Anfangs war ich mir unsicher, ob eine geführte Tour das Richtige für mich wäre, habe aber die Gelegenheit sehr genossen. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern über die Erlebnisse des Tages und die Tatsache, dass ich mich nicht um Essen und Unterkunft kümmern musste, sind ein Bonus, für den sich der Aufpreis lohnt. Landschaftlich gibt es wohl kaum einen besseren Ort zum Radfahren im Herbst als Nova Scotia. Und wohin ich auch blickte, sah ich immer wieder die gleichen Worte auf Schildern, Türrahmen und Speisekarten: „Ceud mìle fàilte“. Ein schottisch-gälischer Ausdruck, der „Hunderttausend Willkommensgrüße“ bedeutet. Die herzliche Gastfreundschaft Cape Bretons, kombiniert mit den atemberaubenden Herbstfarben, macht diesen Ort zu einem fantastischen Reiseziel.
Der Cabot Trail ist eine 298 Kilometer lange Route im Norden von Cape Breton. Für eine Radtour empfiehlt es sich, die Strecke im Uhrzeigersinn zu fahren. Die hier vorgestellte Route basiert auf einer geführten Tour von Freewheeling und beginnt in Glenville. Sie folgt zunächst dem Trans Canada Trail (TCT) und dem Highway 19, dem sogenannten Ceilidh Trail. Ab Margaree Harbour verläuft die Strecke auf dem eigentlichen Cabot Trail bis nach Chéticamp. Die idyllische Küstenstadt eignet sich ideal als Ziel der ersten Etappe. Am zweiten Tag führt die Route in den Cape Breton Highlands National Park, das landschaftliche Herzstück der Tour. Zwei lange Anstiege von acht beziehungsweise sieben Kilometern machen diesen Abschnitt zum anspruchsvollsten Tag der Reise. Dafür sind die Ausblicke von der Küstenstraße spektakulär. Vor Pleasant Bay werden im Sommer Bootstouren zur Walbeobachtung angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist eine Wanderung auf dem Skyline Trail, der allerdings häufig stark besucht ist. Anschließend verläuft die Route südlich der Polletts Cove-Aspy Fault Wilderness Area. Mit einer Fläche von 27.230 Hektar ist sie das größte Wildnisgebiet Cape Bretons und liegt an der Nordspitze von Nova Scotia. In Dingwall gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten für die zweite Nacht. Von Dingwall folgt der Cabot Trail weiter der Küste. White Point ist einen Abstecher wert, bevor die Strecke erneut durch den Cape Breton Highlands National Park nach Ingonish führt. Die Anstiege sind auf der Ostseite zwar kürzer als im Westen, dafür geht es nahezu ständig bergauf und bergab. Black Brook Beach bietet sich für eine weitere Pause an. Ingonish verfügt über eine gute Auswahl an Unterkünften und ist außerdem ein idealer Ausgangspunkt für zusätzliche Radund Wandertouren. Nach Ingonish wartet mit Cape Smokey der letzte große Anstieg. Danach wird der Cabot Trail deutlich flacher, allerdings kann der Wind auf diesem Abschnitt eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Die Fähre von Jersey Cove nach Englishtown bietet die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen. Der Abschnitt von South Haven bis Baddeck ist nochmals hügelig. Auch wenn er nicht Teil dieser Reise ist, lohnt es sich, von Baddeck aus auch den restlichen Cabot Trail mit dem Fahrrad zu erkunden.
Reisende aus der EU benötigen ein gültiges eTA (Electronic Travel Authorization), Reisepass und Rückflugticket.
Von Deutschland nach Halifax in Nova Scotia verkehren Direktflüge von April bis Oktober, meist ab Frankfurt, mit einer Flugdauer von rund sieben Stunden. Ganzjährig verfügbar sind Verbindungen mit einem Umstieg, typischerweise über kanadische Drehkreuze wie Toronto oder Montreal mit Air Canada. Die Radmitnahme kostet bei Air Canada 50 Dollar pro Strecke. Das Stadtzentrum von Halifax ist etwa eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt. Taxis sind leicht zu finden. Die Buslinie 320 bietet eine günstige Alternative, um vom Flughafen ins Stadtzentrum zu gelangen.
In Nova Scotia herrscht ein gemäßigtes, maritimes Klima, stark geprägt vom Atlantik. Das bedeutet wechselhaftes Wetter, oft Wind und vergleichsweise milde Extreme. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, am wärmsten sind die Monate Juli und August. Die Herbstfarben erlebt man am besten in den ersten drei Oktoberwochen.
Ich habe im The Lord Nelson Hotel & Suites in Halifax übernachtet (ca. 135-175 Euro pro Nacht) und die Cabot-Trail-Bike-Tour bei Freewheeling Adventures gebucht. Die Tour kostet rund 2.760 Euro im Doppelzimmer, zuzüglich etwa 660 Euro für Einzelbelegung. Die Tour beinhaltet die Übernachtung im Glenora Inn & Distillery (Mabou), im Maison Fiset House (Chéticamp), im Markland Inn (Dingwall), in der Keltic Lodge (Ingonish Beach) und im Chanterelle Inn (St. Anne’s Bay) sowie Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die Unterkünfte kann man auch direkt oder über Plattformen buchen.
Die Küche in Nova Scotia ist stark vom Atlantik geprägt und besonders für frische Meeresfrüchte bekannt: Hummer, Jakobsmuscheln, Austern und Muscheln stehen fast überall auf der Karte, oft direkt aus den kalten Gewässern vor der Küste. Klassiker wie Lobster Rolls oder Seafood Chowder gehören genauso dazu wie einfache „Fisherman’s Plates“. Gleichzeitig gibt es eine spannende Mischung aus Einflüssen der schottischen, französischen (Acadian) und indigenen Küche, was sich in deftigen, ehrlichen Gerichten widerspiegelt. In Städten wie Halifax findet man zudem eine wachsende Food-Szene mit Cafés, Brauereien und kreativen Restaurants, während auf dem Land oft kleine Diners und lokale Märkte mit überraschend guter Qualität aufwarten. Vegetarische und vegane Optionen findet man problemlos.
Persönliche Empfehlungen
• Seafood Stop Restaurant & Fish Market, 14803 Cabot Trail, Chéticamp, B0E 1H0
• Clucking Hen Cafe & Bakery, 45073 Cabot Trail, North Shore, B0C 1H0
• High Wheeler Café, 484 Chebucto Street, Baddeck, B0E 1B0
Cabot-Trail-Touren, Buchung und Reiseleitung auf Englisch, www.freewheeling.ca
Infos über Radfahren in Nova Scotia, auf Englisch, www.novascotia.com/explore-nova-scotia/outdoor-activities-tours/cycling
Infos über den Cabot Trail, auf Deutsch, https://travel.destinationcanada.com/de-de/things-to-do/incomparable-cabot-trail
Fahrradverleih und geführte Touren in Halifax kann man bei www.iheartbikeshfx.com buchen. Für den Cabot Trail wurde mein Rad von Freewheeling Adventures im Rahmen der Tour zur Verfügung gestellt. Das Upgrade von einem Hybrid- auf ein Renn-/Gravelbike kostet 120 Euro für die gesamte Reisedauer. Radläden findet man in Halifax, am Cabot Trail nur sehr selten. Vélo Max Cycling in Cheticamp ist der einzige vollwertige Bike Shop direkt am Cabot Trail.
Das Celtic Colours International Festival findet jedes Jahr rund um das kanadische Thanksgiving-Wochenende im Oktober statt, im Jahr 2026 vom 9. bis 17. Oktober. In dieser Zeit gibt es auf ganz Cape Breton Island Konzerte, Sessions und Events in vielen kleinen Communities – perfekt kombiniert mit der Zeit der besten Herbstfarben.
Eine Karte zum Download findet man auf https://cyclingns.ca/the-cabot-trail/
Weiterhin erhält man bei der Einfahrt in den Nationalpark weitere Infos zu den Anstiegen und Rastplätzen. Ich habe Komoot für die Navigation benutzt, was problemlos funktioniert hat.
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