BaltikumEtappenfahrt durch Estland: Flache Rennrad-Runde in zwölf Tagen

Baltikum: Etappenfahrt durch Estland: Flache Rennrad-Runde in zwölf TagenFoto: Klaus Tödt-Rübel
Fundsachen: Die Granitblöcke hat die jüngste Eiszeit an Estlands Küste verstreut.

Viel Natur in einsamer Weite: Wer Lust auf Rollerstrecken hat, ist in Estland bestens aufgehoben. Schier endlose Ebenen erstrecken sich bis zum Horizont. Zwölf Etappen ohne Berge, da stört noch nicht mal das Gepäck.

Estland ist etwa so groß wie Niedersachsen, hat aber nur 1,3 Millionen Einwohner. Von denen lebt knapp ein Drittel in der Hauptstadt Tallinn. Etwa 40 Prozent der Einwohner sind Russen, Ukrainer und Weißrussen, die zu Zeiten der Sowjetunion ins Land kamen. Seit 1991 ist Estland wieder ein souveräner Staat, seit 2004 Mitglied der EU. Die Verständigung klappt prima mit Englisch.

Das Land ist flach wie eine Flunder, von der Gegend um Otepää abgesehen, wo es immer wieder kurz und heftig auf und ab geht. Unsere Tour führt dennoch durch unterschiedliche Landschaften: durch den Laheema-Nationalpark an der Ostseeküste, an das Ufer des Peipus-Sees, in die "Estnische Schweiz" um Otepää, durch die einsamen, nahezu menschenleeren Gegenden um Viljandi und Pärnu mit ihren Sümpfen und Mooren sowie schließlich auf die Inseln Muhu, Saaremaa und Hiiumaa. Die Strecke verläuft bis auf wenige kurze Abschnitte auf asphaltierten Straßen. Der ­Belag ist meist in gutem Zustand, und die Straßen sind abseits der Städte und der Hauptverkehrs­adern über weite Strecken nahezu autofrei. ­Allerdings: Das Netz der asphaltierten Straßen ist immer noch sehr lückenhaft. Manchmal endet der Asphalt abrupt und geht in eine Piste über, wo es sich aber häufig auch mit Rennradreifen – wir hatten 25-er aufgezogen – gut rollt. In der Nähe der Städte wurde viel Geld in Radwege investiert, die meisten sind von guter Qualität.

Verlagssonderveröffentlichung
  Irgendwo im Nirgendwo: immer geradeaus zwischen Varnja und KoosaFoto: Klaus Tödt-Rübel
Irgendwo im Nirgendwo: immer geradeaus zwischen Varnja und Koosa

Den gesamten Reisebericht mit den Etappenbeschreibungen finden Sie unten im Download-Bereich:

• Tag 1: Tallinn – Käsmu (142 Kilometer 550 Höhenmeter)
• Tag 2: Käsmu – Saka (117 Kilometer 400 Höhenmeter)
• Tag 3: Saka – Mustvee (113 Kilometer 400 Höhenmeter)
• Tag 4: Mustvee – Tartu (101 Kilometer 200 Höhenmeter)
• Tag 5: Tartu – Otepää (84 Kilometer 800 Höhenmeter)
• Tag 6: Otepää – Viljandi (95 Kilometer 350 Höhenmeter)
• Tag 7: Viljandi – Pärnu (112 Kilometer 320 Höhenmeter)
• Tag 8: Pärnu – Virtsu – Koguva (145 Kilometer 250 Höhenmeter)
• Tag 9: Koguva – Kuressaare (81 Kilometer 200 Höhenmeter)
• Tag 10: Kuressaare – Triigi – Insel Hiiumaa – Kassari (74 Kilometer 170 Höhenmeter)
• Tag 11: Kassari – Haapsalu (140 Kilometer 250 Höhenmeter)
• Tag 12: Haapsalu – Tallinn (151 Kilometer 350 Höhenmeter)

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