Ausg’schildert is: Zum geplanten Wiesn-Besuch lohnt es sich dieses Jahr neben Dirndl und Lederhose auch das Gravelbike einzupacken. Grenzübergreifend haben Pfaffenwinkel und die angrenzende Zugspitzregion eine neue Gravelrunde ausgearbeitet, die so manche Landschaftsperle des bayerischen Oberlandes auffädelt. Darunter Murnauer Moos, Karwendeltäler, Ammergauer Alpen samt Schloss Linderhof und dem idyllischen Ammertal, Elmaugries, Starnberger See, Hoher Peißenberg so manch glasklarer Badesee.
“Gravelbiken mit Zugspitzblick” heißt das Gemeinschaftsprojekt, das von der EU im Rahmen des LEADER-Förderprogramms unterstützt wurde. Die insgesamt 300 Kilometer und 3055 Höhenmeter der Gesamtrunde sind für eine 5-Tagestour konzipiert. Man kann sie aber auch in eine dreitäge Nord- (Etappen 1 - 3) und eine dreitägige Südschleife (Etappen 4 - 6) aufteilen. Dank guter Bahnanbindung sind sogar sechs einzelne Tagestouren möglich:
Auf abwechslungsreichen Schotterwegen durch den Pfaffenwinkel: Die Etappe startet am Bahnhof Weilheim i. O. und führt idyllisch an der Ammer entlang gen Norden zur Erdfunkstelle Raisting. Hier wieder Richtung Süden und über Wessobrunn und Zellsee die 360-Grad-Aussichtskanzel Hohenpeißenberg hinauf. Danach wieder an der immer hübscher dahinkurvenden Ammer entlang nach Schongau..
Von Schongau am Lech entlang, an seinen Staustufen vorbei bis nach Steingaden. Über das historische “Königssträßle”, das man einst für König Ludwig II als Schnellverbindung zwischen seinen Schlössern Linderhof und Neu Schwanstein gebaut hatte, geht’s über die sanften Hügel der bayrischen Voralpen bis nach Bad Kohlgrub. Von dort auf einer nicht enden wollenden Waldabfahrt ins kleine Naturwunder Murnauer Moos, dem größten zusammenhängenden Moorgebiet Mitteleuropas.
Die Route enthält ein paar kurze, technisch anspruchsvollere Passagen in Form von Wurzeln und gröberem Schotter: Von Murnau geht’s am Riegsee vorbei, bevor man auf Schotterwegen durch dichte Wälder, weite Wiesen und an einem kleinen Moor entlangrollt. Mit tollen Aussichten auf den Kochelsee und überwiegend bergab nähert man sich schließlich Weilheim. Hier endet auch die dreitägige Nordschleife durch den Pfaffenwinkel.
Die dreitägige Südschleife dreht hinein in die Bergwelt von Wetterstein und Karwendel: Von Schongau geht’s am Lechufer entlang und auf dem historischen Königssträßle nach Steingaden. Anschließend durchs idyllische Ammertal und Pulvermoos nach Oberammergau. Eine schöne Etappe mit Wäldern, Wiesen und viel Wasser, bei permanentem Blick ins Ammergebirge.
Die Königsetappe startet in Oberammergau und führt übers Ettaler Weidmoos, vorbei an Schloss Linderhof und durch die urwüchsige Landschaft des Elmaugries über Grainau nach Garmisch-Partenkirchen. Von dort geht’s noch mal stetig bergauf, an Ferchen- und Lautersee vorbei, bis nach Mittenwald. Stets auf die immer imposanter in den Himmel wachsenden Felswände von Wetterstein- und Karwendelgebirge zu.
Heute geht es mehrheitlich bergab. Schotter- und Waldwege führen an den beiden ausgesprochen schönen Badegewässern Schmalensee und Barmsee nach Garmisch-Partenkirchen. Später folgt man der Loisach bis ins Murnauer Moos. Von dort ist es nicht mehr weit bis ans Ufer des Staffelsees, wo die Etappe, aber auch die dreitägige Südschleife “Zugspitzregion”, in Murnau endet.

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