Jens Klötzer
· 23.09.2026
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Liv, die Frauen-Marke des taiwanischen Fahrradherstellers Giant, erweitert die Rennradpalette für das Modelljahr 2027 um das BeLiv AR. Das neue Allroad-Rennrad kommt mit Aluminium-Rahmen und ist relativ preiswert positioniert. Es richtet sich gezielt an Fahrerinnen, die ein komfortables Rennrad für Asphalt, schlechte Straßen und leichte Schotterpassagen suchen. Mit Aluminiumrahmen, 32-Millimeter-Reifen und einer auf langen Strecken ausgelegten Geometrie positioniert sich das BeLiv AR als klassisches Endurance-Rennrad als preiswertere Alternative zur Carbon-Plattform Avail. Als Zielgruppe werden explizit auch Einsteigerinnen in den Sport angesprochen; bei einer Ausstattungsvariante mit einer 1x11-Schaltung wird sogar auf Bandbreite zugunsten einer einfachen Bedienlogik der Schaltung verzichtet.
Traditionell unterscheiden sich die speziell für Frauen designten Liv-Pendants in einigen Details zu den entsprechend positionierten Modellen der Muttermarke Giant. Das vergleichbare Modell zum BeLiv wäre das Giant Contend AR. Dabei bekommen Liv-Räder immer eigenständige Rahmen, meist fällt die Sitzposition etwas komfortabler aus. Das Größenspektrum ist ebenfalls verschoben; das BeLiv AR gibt es nicht gößer als L, dafür auch in XXS. Hinzu kommen an die weilbliche Anatomie angepasste Sättel, kürzere Kurbeln und schmalere Lenker: Beim BeLiv liegt die Breite an den Bremsgriffen zwischen 35 (XXS) und 39 Zentimetern (L).
Herzstück des BeLiv AR ist ein Rahmen aus Giants AluxX-SL-Aluminium. Die Legierung bringt erfahrungsgemäß relativ leichte und stabile Rahmen hervor. Eine Carbon-Gabel ergänzt den Aluminiumrahmen und soll Vibrationen stärker dämpfen als eine vollständig aus Aluminium gefertigte Konstruktion. Für den Komfort am Sattel sorgt die bewährte nachgiebige D-Fuse-Sattelstütze, die auch im teureren Avail beziehungsweise in den Endurance-Modellen von Giant steckt.
Serienmäßig rollt das BeLiv AR auf 700C-Reifen mit 32 Millimetern Breite. Vorgesehen sind Giant Gavia Fondo 2, beworben mit besonders hohem Pannenschutz. Rahmen und Gabel lassen laut Hersteller Platz für bis zu 43 Millimeter breite Reifen, womit auch der Einsatz als Gravelbike für leichtes Gelände denkbar ist. Wer regelmäßig grobe Schotterpisten, technische Wege oder Bikepacking-Touren mit viel Gepäck fährt, findet bei Liv mit dem Devote aber eine stärker geländebetonte Alternative. Das BeLiv AR bleibt in erster Linie ein Rennrad für gemischte Untergründe.
Liv bietet das BeLiv AR in zwei Ausstattungsvarianten an. Beide Modelle nutzen den AluxX-SL-Rahmen, die Carbon-Gabel, hydraulische Scheibenbremsen, hauseigene Aluminium-Laufräder und 32-Millimeter-Reifen. Die wesentlichen Unterschiede liegen bei Schaltung und Bremsanlage:
| Modell | Schaltung | Bremsen | Laufräder | Reifen | Preis |
| BeLiv AR 0 | Shimano 105, 2 x 12 Gänge | Shimano 105, hydraulisch, 160/160 mm | Giant P-X2, Aluminium | Gavia Fondo 2, 700 x 32C | 2.000 Euro >> hier erhältlich |
| BeLiv AR 1 | Shimano Cues, 1 x 11 Gänge | Shimano Cues, hydraulisch, 160/160 mm | Giant P-X2, Aluminium | Gavia Fondo 2, 700 x 32C | 1.700 Euro |
Das BeLiv AR 0 ist mit einer kompletten Shimano-105-Gruppe mit zwölf Gängen ausgestattet. Das Straßen-Getriebe mit Zweifach-Kurbel bietet eine größere Spreizung für schnelle Abschnitte und längere Anstiege. Zusammen mit den hydraulischen 105-Bremsen eignet sich das Modell für Fahrerinnen, die ein vielseitiges Trainings- und Tourenrad mit klassischer Rennradschaltung suchen.
Die Laufräder bleiben allerdings auf einem funktionalen Niveau. Die Giant P-X2 sind Aluminiumlaufräder, die eher auf Alltagstauglichkeit und einen kontrollierten Preis als auf minimales Gewicht ausgelegt sind. Wer später Gewicht sparen möchte, könnte bei diesem Modell mit einem leichteren Laufradsatz ansetzen.
Beim BeLiv AR 1 kommt Shimanos Cues-Gruppe mit einer Einfachkurbel und elf Gängen zum Einsatz. Die Einfach-Schaltung reduziert die Zahl der Bauteile und erleichtert die Bedienung. Gleichzeitig sind die Gangsprünge größer als bei einer vergleichbaren Zweifach-Schaltung.
Das Modell passt damit vor allem zu Fahrerinnen, die eine unkomplizierte Schaltung bevorzugen und keine besonders feine Abstufung für schnelle Gruppenfahrten benötigen. Für wechselnde Topografie und lange Anstiege bietet das BeLiv AR 0 mit zwei Kettenblättern mehr Möglichkeiten. Das AR 1 ist dafür 300 Euro günstiger.

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