| Gewicht | 7.14 kg |
| Schaltung | SRAM Force AXS |
| Bremse vorne | SRAM Force |
| Laufradsatz | Newmen Streem C35 / C 38 |
| Reifen vorne | Continental Grand Prix 5000 S TR 30-622 |
Das bisherige Agree setzte in seiner Konkurrenz vor allem durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis mit opulenter Ausstattung und entsprechend niedrigem Gewicht die Maßstäbe. Mit der jüngsten Generation des Straßenklassikers setzt die Marke aus Waldershof nun ein noch größeres Ausrufezeichen. Der Rahmen wurde in Details überarbeitet, und auch an der Ausstattung wurde weiter gefeilt. Was die Änderungen sind und wie sie sich auswirken, haben wir am SLX für 3.999 Euro getestet.
Die äußerlichen Veränderungen sind dabei subtil; auffälliges neues Markenzeichen ist das abgeschrägte Sitzrohrende mit integrierter Sattelklemmung, die ähnlich auch am Wettkampf-Boliden Litening Aero eingeführt wurde. Ansonsten verfügt der Rahmen nun über ein schlichteres Gabeldesign, gerade Kettenstreben und ein Ausfallende im UDH-Standard. Für seine Einordnung als Endurance-Renner nicht unerheblich ist das Plus an Reifenfreiheit: In Rahmen und Gabel passen nun 36 (bislang 31) Millimeter breite Pneus; ausgeliefert wird es mit 30er- statt bisher 28er-Reifen.
Cube will den Rahmen um insgesamt 150 Gramm erleichtert haben. Hinzu kommen aerodynamische Verbesserungen, Cube spricht von rund zehn Watt Verbesserung, ohne Messmethodik oder Randbedingungen zu nennen. Für die meisten Interessenten dürfte das Kriterium aber ohnehin weniger interessant sein, wenn’s um Sekunden geht, hat der Hersteller mit dem Litening ein deutlich effizienteres Modell im Programm.
Beim Gewicht wiederum kann das Rad erneut punkten. Das Agree ist mit dem Update trotz etwas breiterer Reifen deutlich leichter geworden; mit nur 7,14 Kilogramm sticht es alle Konkurrenten seiner Preisklasse aus und erreicht das Niveau manch exklusiver Profirennräder. Ein Teil der Gewichtseinsparung gegenüber dem Vorgänger, der schon 2025 mit geringem Gewicht im TOUR Test glänzen konnte, geht auf die neue Force-Gruppe von SRAM. Doch auch am Chassis des neuen Modells dürfte einiges herausgeholt worden sein: Insgesamt hat das Rad noch einmal über 300 Gramm abgespeckt. Was dem neuen Agree erhalten bleibt, ist seine spekt kulär generöse Ausstattung, für die Cube inzwischen über alle Modelle hinweg bekannt ist.
Die Kombination aus leichten Newmen-Carbonfelgen mit Top-Reifen und der SRAM-Force-Gruppe (inklusive Powermeter) toppt das Angebot aller Wettbewerber. Sahnehäubchen sind die serienmäßige, schön integrierte Rahmentasche und die limitierte SRAM-Kette im Oil-Slick-Design. Das dynamische, von Aero-Formen und der einteiligen Carbonlenker-Kombi dominierte Auftreten erinnert an einen High-End-Boliden und spiegelt sich auch im Fahrverhalten. Auffallend ist der für ein Endurance-Modell ausgesprochen sportliche, aber auch straffe Charakter. Man sitzt deutlich gestreckter als auf anderen Marathonrennrädern, wenn auch nicht so extrem wie auf Profirennern. Den Zuschnitt übernimmt das neue Agree nahezu unverändert vom Vorgänger.
Insgesamt wirkt das Rad näher am Wettkampfmodell als am heute typischen Endurance-Rad: Spritzig im Antritt, willig im Lenkverhalten, aber eben auch ungewöhnlich straff abgestimmt. In der Komfortwertung ist das Ergebnis vor allem am Sattel nur durchschnittlich. Diese Schwäche teilt sich das neue Agree ebenfalls mit seinem Vorgänger; für sehr lange Tage im Sattel gibt es bequemere Räder. Immerhin lässt der neue Rahmen mit Platz für 34 Millimeter breite Reifen etwas mehr Spielraum, den Federkomfort zu steigern.
Schutzblech oder Gepäckaufnahmen sucht man bis auf das Rahmentäschchen ebenfalls vergeblich. Wer aber ein solides Rennrad ausschließlich für die Straße sucht, auf dem man auch mal ein schnelles Hobbyrennen bestreiten kann, sitzt auf dem Agree goldrichtig. Ein Preiskracher ist das Agree dabei in allen seinen Varianten; bereits das günstigste Modell ONE für 2.799 Euro kommt mit elektronischer Shimano 105-Schaltung und einfachen Carbonlaufrädern von Newmen. Ab 2.999 Euro (mit SRAM Rival) gehört ein Powermeter zur Serienausstattung. Für 4.999 Euro kann man eine Dura-Ace Profigruppe von Shimano genießen, die im Paket an anderen Rädern meist das Doppelte kostet; das Top-Modell mit den Komponenten der SRAM Red kostet 300 Euro mehr.

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