Cube Attain HPA SLXHochwertiges Alu-Rennrad für wenig Geld

Lukas Niebuhr

 · 13.09.2026

Cube Attain HPA SLX: Hochwertiges Alu-Rennrad für wenig GeldFoto: Lars Scharl
Cube Attain HPA SLX: Alu-Rennrad für wenig Geld
​Mit dem Attain HPA SLX zeigt Cube, dass ein modernes Endurance-Rennrad nicht zwingend einen Carbonrahmen benötigt. Stattdessen setzt der Hersteller auf einen hochwertig verarbeiteten Aluminiumrahmen, eine komplette Shimano-105-Gruppe und durchdachte Komfortdetails, die das Rad besonders für ambitionierte Einsteiger, Vielfahrer und Tourensportler interessant machen.

Themen in diesem Artikel

Das Attain nimmt innerhalb des Cube-Portfolios die Rolle des komfortorientierten Rennrads ein. Dennoch hat das aktuelle Modell mit klassischen Einsteiger-Rennrädern nur noch wenig gemeinsam. Der Aluminium Superlite-Rahmen wurde mit vielen Merkmalen ausgestattet, die man inzwischen auch von deutlich teureren Bikes kennt. Dazu gehören die durch den Steuersatz geführten Züge, das konische Steuerrohr, Steckachsen an Vorder- und Hinterrad sowie die integrierte Sattelstützenklemme.

Optisch wirkt das Attain dadurch deutlich moderner als viele Aluminium-Konkurrenten. Besonders die im Smooth-Welding-Verfahren verschliffenen Schweißnähte lassen den Rahmen hochwertiger erscheinen, als es seine Materialwahl zunächst vermuten lässt. Gleichzeitig verfolgt Cube mit dem aerodynamisch geformten Unterrohr einen klar sportlichen Ansatz. Statt eines gemütlichen Tourenrads soll das Attain ein Rennrad sein, das lange Distanzen komfortabel und zugleich effizient bewältigt.

Fazit

​Das Cube Attain SLX richtet sich an Rennradfahrer, die ein sportliches und modernes Bike suchen, ohne direkt in die Carbonklasse aufsteigen zu wollen. Der hochwertig verarbeitete Aluminiumrahmen, die Vollcarbongabel, die aktuelle Shimano-105-Gruppe und die gelungenen Komfortdetails sorgen für ein stimmiges Gesamtpaket.

Komfort ohne träges Fahrgefühl

Interessant ist dabei die Balance zwischen Sportlichkeit und Fahrkomfort. Während viele Endurance-Rennräder vor allem auf eine entspannte Sitzposition setzen, versucht Cube zusätzlich, störende Vibrationen zu reduzieren. Dafür kommen schlanke Sitzstreben und eine Vollcarbongabel zum Einsatz, die Schläge und Unebenheiten der Straße effektiv entschärfen sollen. Zusammen mit der Reifenfreiheit von bis zu 33 Millimetern entsteht ein Gesamtpaket, das auch auf längeren Ausfahrten oder schlechteren Straßen überzeugen dürfte.

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Praktisch sind zudem die Montagepunkte unter dem Oberrohr. Dort lassen sich kleine Taschen für Ersatzschlauch, CO₂-Kartusche oder Werkzeug befestigen, ohne die klare Optik des Bikes zu beeinträchtigen. Gerade für Marathonfahrer und ambitionierte Hobbyrennradler sind solche Details im Alltag oft wertvoller als einige eingesparte Gramm Gewicht.

Bewährte Shimano-105-Ausstattung

Bei den Komponenten setzt Cube auf eine komplette mechanische Shimano-105-Gruppe der aktuellen Zwölffach-Generation. Die Klassiker-Kombination aus 50/34-Zähne-Kurbel und 11-34-Kassette bietet eine große Übersetzungsbandbreite und eignet sich damit sowohl für schnelle Flachpassagen als auch für anspruchsvollere Anstiege. Die 105er Gruppe überzeugt seit Jahren und bietet einen Großteil der Funktionalität deutlich teurerer Gruppen.

Für die Verzögerung sind hydraulische Shimano-105-Scheibenbremsen zuständig. Sie sind ebenso zuverlässig, wie die Schaltung und sorgen auch bei Nässe oder langen Abfahrten für konstante Bremsleistung. Gerade Fahrer, die regelmäßig in Mittelgebirgen oder den Alpen unterwegs sind, dürften diesen Sicherheitsgewinn zu schätzen wissen.

Stimmiges Laufrad- und Reifenkonzept

Auch beim Laufradsatz hat Cube nicht an den falschen Stellen gespart. Die Newmen Performance R.32 Laufräder gehören zu den etablierten Modellen im Aluminiumsegment und werden mit 32 Millimeter breiten Continental Grand Prix Reifen kombiniert. Diese Kombination verspricht guten Grip, niedrigen Rollwiderstand und spürbar mehr Komfort als schmalere Setups.

Dazu passt das moderne Cockpit mit dem Cube-CIS-Vorbau, der die Leitungen direkt in den Rahmen führt und für eine aufgeräumte Front sorgt. Vollintegriert wie bei manchen Aero-Rennrädern ist das Cockpit zwar nicht, optisch wirkt die Lösung dennoch deutlich hochwertiger als die externe Zugverlegung.

Die wichtigsten Details auf einen Blick

  • UVP: 1299 Euro
  • Gewicht: 9,9 kg (Herstellerangabe)
  • Rahmen: Aluminium 6061 Superlite
  • Rahmengrößen: 47, 50, 53, 56, 58, 60, 62 cm
  • Schaltung: Shimano 105, 2x12-fach
  • Bremsen: Shimano 105 hydraulische Scheibenbremsen (160/160 mm)
  • Laufräder: Newmen Performance R.32
  • Reifen: Continental Grand Prix 32 mm

Einschätzung zum Gesamtpaket

Das Cube Attain SLX richtet sich an Rennradfahrer, die ein sportliches und modernes Bike suchen, ohne direkt in die Carbonklasse aufsteigen zu wollen. Der hochwertig verarbeitete Aluminiumrahmen, die Vollcarbongabel, die aktuelle Shimano-105-Gruppe und die gelungenen Komfortdetails sorgen für ein stimmiges Gesamtpaket. Wer vor allem lange Trainingsrunden und Wochenendausfahrten im Blick hat und nur wenig Geld in die Hand nehmen möchte, findet hier ein Rennrad, das deutlich erwachsener wirkt, als es seine Position im Cube-Programm vermuten lässt.

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Lukas Niebuhr

Lukas Niebuhr

Redakteur

Lukas Niebuhr ist gebürtige Bielefelder, studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln im Master Sport, Medien- und Kommunikationsforschung und arbeitet als Werkstudent in der Online-Redaktion für BIKE und TOUR. In Köln fährt er gerne Gravelbike, seine Urlaube verbringt der Sportstudent am liebsten mit Skitouren oder auf dem (E-)MTB in den Bergen.

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