Cube Attain C:62 SLT 2027Das Endurance-Rennrad verbessert sich

Lukas Niebuhr

 · 31.08.2026

Cube Attain C:62 SLT 2027: Das Endurance-Rennrad verbessert sichFoto: Lars Scharl
Cube Attain C:62 SLT
Mit dem Attain C:62 SLT 2027 setzt Cube die Entwicklung seiner beliebten Endurance-Plattform konsequent fort. Das Rad richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein schnelles Rennrad für lange Ausfahrten suchen und nur wenig Kompromisse in Sachen Komfort machen möchten. Im Vergleich zum Vorgängermodell aus 2026 hat Cube an mehreren Stellen nachgeschärft und das Gesamtpaket noch hochwertiger gestaltet.

Themen in diesem Artikel

Das Attain C:62 SLT basiert weiterhin auf dem bewährten C:62-Carbonrahmen, der relativ leicht ist und eine aufrechte Sitzposition bietet, aber für die Endurance-Klasse nur durchschnittliche Komfortwerte mitbringt. Die integrierte Kabelführung sorgt für eine aufgeräumte Optik, neu beim 2027er-Modell ist eine hochwertige einteilige Lenkereinheit aus Carbon. Cubes Grundidee des Attain ist es, einen tollen Kompromiss zwischen Racebike und langstreckentauglichem Rennrad zu kreieren. Mit den Anpassungen kommt der Waldersdorfer Hersteller dem Ziel ein Stück näher.

Fazit

​Das Cube Attain C:62 SLT 2027 ist keine Revolution, aber eine sehr gelungene Evolution. Cube übernimmt die Stärken des bereits starken 2026er Modells und ergänzt sie um ein moderneres Cockpit, breitere Reifen, einen hochwertigeren Sattel und einige Detailverbesserungen bei der Ausstattung.

Shimano Ultegra Di2 als Antrieb der Oberklasse

Für die Schaltvorgänge setzt Cube bei seinem Attain weiterhin auf Shimanos elektronische Ultegra Di2 2x12-Gruppe. Das elektronische Schalten gehört inzwischen zu den größten Komfortgewinnen moderner Rennräder. Gangwechsel erfolgen schnell, präzise und nahezu lautlos, während die hydraulischen Ultegra-Scheibenbremsen auch bei Nässe oder langen Abfahrten zuverlässig verzögern.

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Mit der Kombination aus einer 50/34-Zähne-Kurbel und einer 11-34-Zähne-Kassette deckt das Attain C:62 SLT ein breites Einsatzspektrum ab. Schnelle Passagen auf der Ebene sind ebenso möglich wie längere Anstiege in den Mittelgebirgen oder Alpen.

Carbon-Laufräder für mehr Tempo

Ein echtes Highlight in der Preisklasse sind die Newmen Advanced A.50 Carbon-Laufräder. Mit ihrem 50 Millimeter hohen Profil unterstützen sie die aerodynamischen Eigenschaften und verleihen dem Bike eine deutlich sportlichere Note, als man es von vielen klassischen Endurance-Rennrädern unter 3.000 Euro kennt. Zusammen mit den tubeless-fähigen Continental Grand Prix 5000 S-TR Reifen entsteht ein Laufradsatz, der sowohl auf schnellen Trainingsrunden als auch bei Marathon-Events überzeugt.

Die wichtigsten Neuerungen gegenüber dem 2026er Modell

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Modelljahre 2026 und 2027 kaum. Rahmen, Gabel und die grundlegende Ausstattung bleiben erhalten. Die auffälligsten Neuerungen sind die schon angesprochene Lenkereinheit und die Rahmenfarbe: Das 2027er Modell ist in cosmicpurple´n´black und carbon´n´white erhältlich. Cube hat jedoch gezielt nachgebessert, um Komfort, Gewicht, Aerodynamik und Preis-Leistungs-Verhältnis weiter zu steigern.

​Neues integriertes Cockpit

Angefangen beim neuen IC Race Cockpit System. Während das 2026er Modell noch einen separaten CUBE-CIS-Vorbau mit Newmen-Carbonlenker nutzte, erhält das 2027er Modell ein integriertes Carbon-Cockpit inklusive interner Kabelführung und Garmin-Mount-Schnittstelle. Dadurch wirkt das Rad moderner und näher an aktuellen High-End-Racebikes.

Breitere Reifen für noch mehr Komfort

Die Reifenbreite wächst endlich von 30 auf 32 Millimeter. Diese scheinbar kleine Änderung hat in der Praxis einen spürbaren Effekt. Breitere Reifen können mit geringerem Luftdruck gefahren werden, was den Fahrkomfort erhöht und die Kontrolle auf rauem Asphalt verbessert. Gerade auf langen Touren macht sich dieser Vorteil bemerkbar. Außerdem hat Cube die Reifenfreigabe für das Attain erhöht: Die großzügige Reifenfreiheit von nun 36 Millimetern (vorher 34) bietet sogar Platz für deutlich breitere Reifen.

Hochwertiger Carbon-Sattel

Cube ersetzt den ACID Nuance Pro des Vorgängers durch den ACID Nuance SLT Carbon. Damit erhält das Topmodell einen leichteren und exklusiveren Sattel, der sich besser in den hochwertigen Gesamteindruck einfügt.

Feinschliff am Antrieb

Zwar setzt auch das Vorgängermodell bereits auf die Ultegra Di2, jedoch geht das 2027er Modell noch einen Schritt weiter und verbaut eine Ultegra-Kassette und eine zugehörige Kette. Vorher stammten die Verschleißteile aus der günstigeren 105-Gruppe. Das sorgt zwar nicht für einen spürbaren Leistungssprung, spart aber etwas Gewicht.

Geringfügig leichter

Mit einem gewogenen Gewicht von 7,8 Kilogramm liegt das 2027er Modell rund 200 Gramm unter dem Vorgänger. Das ist kein riesiger Unterschied, unterstreicht aber die kontinuierliche Optimierung des Gesamtpakets.

Für wen eignet sich das Attain C:62 SLT 2027?

Das Attain C:62 SLT 2027 richtet sich an ambitionierte Rennradfahrer, die ein hochwertiges Carbonrad suchen, ohne sich auf eine extrem aggressive Race-Geometrie festlegen zu wollen. Wer lange Strecken fährt, an Jedermann-Rennen teilnimmt oder einfach einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Komfort für nahezu jeden Einsatzzweck sucht, findet hier eine beeindruckend ausgewogene Lösung. Die Kombination aus Carbonrahmen, Carbonlaufrädern, elektronischer Ultegra Di2 und moderner Integration bewegt sich auf einem Niveau, das vor wenigen Jahren noch deutlich teureren Rennrädern vorbehalten war und zu einem Preis von 2999 Euro auch heute noch eine Seltenheit ist.

​Die wichtigsten Details auf einen Blick

  • UVP: 2999 Euro
  • ​Gewicht: 7,8 kg
  • Rahmen: C:62 Carbon
  • Rahmengrößen: 47cm, 50cm, 53cm, 56cm, 58cm, 60cm, 62cm
  • Schaltung: Shimano Ultegra Di2, 2x12-fach
  • Bremsen: Shimano Ultegra hydraulische Scheibenbremsen (160/160 mm)
  • Laufräder: Newmen Advanced A.50 SJ Carbon
  • Reifen: Continental Grand Prix 5000 S-TR, tubeless-fähig

Einschätzung der Redaktion

Das 2027er Modell des Cube Attain C:62 SLT ist keine Revolution, aber eine sehr gelungene Evolution mit deutlichem Mehrwert. Cube übernimmt die Stärken des bereits starken 2026er Modells und ergänzt sie um ein moderneres Cockpit, breitere Reifen, einen hochwertigeren Sattel und einige Detailverbesserungen bei der Ausstattung. Das Ergebnis ist eines der interessantesten Endurance-Rennräder seiner Preisklasse: schnell genug für sportliche Ambitionen, komfortabel genug für lange Tage im Sattel und hochwertig genug, um auch anspruchsvolle Fahrer zu begeistern.

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Lukas Niebuhr

Lukas Niebuhr

Redakteur

Lukas Niebuhr ist gebürtige Bielefelder, studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln im Master Sport, Medien- und Kommunikationsforschung und arbeitet als Werkstudent in der Online-Redaktion für BIKE und TOUR. In Köln fährt er gerne Gravelbike, seine Urlaube verbringt der Sportstudent am liebsten mit Skitouren oder auf dem (E-)MTB in den Bergen.

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