Am Beispiel des Storm Moana wird nochmals deutlich: Jede Bike-Disziplin hat ihre Nische. Die Nische des Moana nennt sich “Beach-Racing” und ist genau das, was der Name verspricht: heiße Wettkämpfe am Meer. Sand, Wind und Dünen stellen ganz eigene Herausforderungen für ein Fahrrad. Deshalb haben sich die Holländer von Storm Bikes einige Kniffe überlegt, um dem Moana den nötigen Speed auf dem Strand einzuimpfen.
Auch wenn Beach-Racing in Deutschland vielleicht unbekannt sein mag, fasziniert mich das Storm Moana. Es schaut cool aus und ist der absolute Spezialist für Kopf-An-Kopf-Rennen auf Sandstränden. Wo andere versagen macht das Moana ordentlich Tempo. Ein Hoch auf Starrgabel-Hardtails und nischige Randsportarten! - Jan Timmermann, TOUR-Redakteur
Beach-Racing verbindet Radsport und die besonderen Herausforderungen des Strandes zu einem spektakulären Wettkampferlebnis. Gefahren wird auf festem Sand entlang der Wasserkante, wo sich der Untergrund je nach Gezeiten, Feuchtigkeit und Streckenverlauf ständig verändert. Breite Reifen und ein präzises Gespür für die richtige Fahrlinie sind entscheidend, denn schon kleine Fehler können im weichen Sand wertvolle Sekunden kosten. Gleichzeitig verlangt das Fahren im Wind hohe körperliche Ausdauer. Kurze, intensive Antritte wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Passagen ab. Die Gesamtdistanzen liegen meist zwischen 30 und 50 Kilometer. Besonders etabliert ist Beach-Racing in den Niederlanden und Belgien, doch auch in Frankreich, Großbritannien, Dänemark und Norddeutschland nutzen Beach-Racer die Küste für Wettkämpfe.
Storm Bikes aus dem Beach-Racing-Hotspot Niederlande deckt die ganze Palette mit speziell auf Strandrennen maßgeschneiderte Bikes ab. Während viele Beach-Racer auf angepasste Cyclocross- oder Gravelbikes setzen, kommen Hardtails mit geradem Lenker vor allem auf technisch anspruchsvollen Strecken zum Einsatz. Das Moana verdankt seinen Namen dem hawaiianischen Begriff für Ozean, beziehungsweise Tiefsee. Für einen stabilen Geradeauslauf bei hohem Tempo setzt das Carbon-Hardtail auf ein langes Oberrohr und einen 69,5 Grad flachen Lenkwinkel. In Kombination mit kompakten Kettenstreben und einem kurzen Vorbau soll das Handling dennoch agil und das Lenkverhalten direkt bleiben - ein Ansatz, den sich Storm bei modernen Mountainbikes abgeschaut hat.
Speziell designte Sitzstreben und eine eigene Carbon-Starrgabel versprechen den nötigen Komfort mit guter Aerodynamik zu verbinden. Um den Luftwiderstand weiter zu senken und Raum für breitere Reifen zu schaffen, verkaufen die Leitungen innenverlegt. Gerade auf weichem Sand braucht es für einen schnellen Beach-Racer eine ausgewogene Gewichtsverteilung auf dem Bike. Die Gabel baut dafür kürzer als eine Federgabel, jedoch länger als eine klassische Gravel-Starrgabel. Der Boost-Achsstandard vorne und hinten schafft Platz für Breitriefen, die auf Sand weniger einsinken. 60 Millimeter Breite sind kein Problem.
Vier Rahmengrößen und vier Standardfarben sind für den Rahmen des Storm Moana ab Werk verfügbar. Ab Wunsch realisiert Storm Bikes auch individuelle Custom-Lackierungen und -Aufbauten inklusive persönlichem Bike-Fitting. Dabei achten die Mechaniker darauf das Moana “beach-ready” zu spezifizieren. Sie versehen die Lager zum Beispiel mit Spezialfett, damit das Bike auch beim Training am rauen Winter-Strand durchhält. Auch Flat-Bars mit speziellen Aero-Auslegern und windschnittige Carbon-Laufräder mit dem Storm-Logo lassen sich ordern. Kompatibel ist das Storm Moana aber auch mit Dropbars. Die Produktion in Fernost hält die Preise niedrig.
Wie seht ihr das: Würdet ihr Beach Racing auf dem Storm Moana gerne einmal ausprobieren? Schreibt es uns in die Kommentare!

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