Max Fuchs
· 17.09.2026
Das Arid Carbon Unlimited Faultline bleibt technisch ein Arid Carbon der neuen Generation. Der Reiz des Framesets liegt nicht in einem geheimen Carbon-Rezept oder neuen Features, sondern im Look: Rahmen, Gabel und Komponentenbasis treffen auf eine aufwendige Sonderlackierung. Mit 50 Millimetern Reifenfreiheit, In-Frame-Storage und UDH-Schaltauge liefert das Frameset genug Substanz für schnelle Gravel-Runden oder lange Bikepacking-Etappen. Nur 47 nummerierte Rahmen begrenzen das Angebot brutal. Wer sich sein ganz persönliches Arid Unlimited Faultline aufbauen möchte, muss also schnell sein. Wem die Exklusivität egal ist, kann sich den Aufpreis sparen greift zum normalen Arid-Frameset.
Mondraker kombiniert die Farbtöne Lunar Magnesium und Vapor Titanium zu einer mehrschichtigen Crack-Textur. Die feinen Risse ziehen sich über Rahmen und Gabel, als hätte der Untergrund nach einem zu harten Gravel-Sprint zurückgeschlagen. Mondraker fertigt die Unlimited-Modelle im hauseigenen Blue Lab und lackiert jedes Exemplar von Hand. Die Marke inszeniert das Frameset damit als sammelwürdiges Objekt.
Beim Rahmen setzt Mondraker auf Stealth Air Carbon, eine komplett innenliegende HHG-Kabelführung und ein eingeschraubtes BSA-Tretlager. Dazu kommen 12x142 Millimeter Einbaubreite am Heck, UDH-Standard und eine konsequente Auslegung auf Einfachantriebe. Das öffnet die Tür für moderne Gravel- und MTB-Antriebe. Ein Aufbau mit Umwerfer ist nicht vorgesehen.
Entscheidend für den Einsatzzweck bleibt die Reifenfreiheit von bis zu 50 Millimetern. Damit zielt das Arid klar über die klassische Schotter-Hausrunde hinaus. Breite Pneus, niedriger Druck, ruppige Pisten, kurze Singletrail-Abstecher: Genau dort spielt das Konzept seine Stärken aus.
Das überarbeitete Rahmenstaufach nimmt drei mitgelieferte Carry-on-Bags auf. Schlauch, CO2-Kartusche, Multitool und Tubeless-Plugs verschwinden damit aus den Trikottaschen.
Die Stealth-Air-Carbon-Gabel streicht ihre seitlichen Montagepunkte. Das spart laut Hersteller rund 20 Gramm und soll zusätzlichen Flex bringen. Wer sein Gravelbike in ein Packesel-Projekt verwandeln will, muss die Gepäckstrategie deshalb über Rahmen, Sattelstütze oder Lenker lösen. Mondraker priorisiert beim Faultline eindeutig die schlanke Linie, nicht das Bikepacking-Thema.
Die Geometrie bleibt identisch zum Arid Carbon: 70 Grad Lenkwinkel, 74 Grad effektiver Sitzwinkel und 425 Millimeter lange Kettenstreben ziehen sich durch alle fünf Größen. Das verspricht ein laufruhiges, aber nicht träges Fahrverhalten. Für noch gröbere Einsätze erlaubt Mondraker zudem Gravel-Federgabeln wie RockShox Rudy XPLR oder Fox TC32.
| Vorteile | Nachteile |
| Eigenständiger, handlackierter Faultline-Look | Streng auf 47 Stück limitiert |
| Moderne Carbon-Plattform mit 50 mm Reifenfreiheit | Ausschließlich als Frameset erhältlich |
| In-Frame-Storage inklusive drei Taschen | Keine seitlichen Gabel-Montagepunkte |
| UDH, geschraubtes BSA-Tretlager | Kein Umwerfer-Setup vorgesehen |
| Umfangreicher Lieferumfang für den Custom-Aufbau | Sonderedition verlangt einen deutlichen Aufpreis gegenüber dem Standard-Frameset |
Wie steht ihr zu dem Thema Exklusivität? Würdet ihr mehr Geld für ein Frameset in die Hand nehmen, nur um eine seltenere Lackierung zu haben, oder zählen für euch nur Features und Fahreigenschaften? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.