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Das KTM Gravelator 15 ist ein vielseitiger und belastbarer Allrounder. Für 1.399 Euro bietet es einen modernen Rahmen, eine starke 1x12-GRX-Schaltung und breite Reifen für jedwedes Terrain. Günstiger geht der Einstieg ins sportlilche Gravelbiken kaum. Gibt’s auch einen Haken? Mit zwölf Kilo ist das Gravelator 15 kein Leichtbau-Bike.
Das Gravelator 15 zielt auf Biker, die für ein kleines Budget ein Gravelbike mit breitem Einsatzbereich suchen. Mit robustem Aluminiumrahmen, einer Carbon-Gabel mit Anschraubvorrichtungen für Gepäck und einer Shimano GRX mit simpler 1x12-Schaltlogik positioniert der Hersteller das Rad als unkomplizierten Begleiter für Pendelstrecken, längere Touren und Bikepacking. Das bestätigen auch die Geometrie-Daten.
Der Rahmen des Gravelator 15 besteht aus Aluminium 6061 und trägt die Bezeichnung „Gravelator 15 AL6061 TB/R5070/UDH“. Die Konstruktion ist auf Belastbarkeit und vielseitige Nutzung ausgelegt. Dazu passen die zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck sowie die aufnahmefähige Carbon-Gabel mit zusätzlichen Montagepunkten.
KTM stattet alle Modelle der Aluminium-Reihe, mit Ausnahme des 899 Euro günstigen Gravelator 30, mit Steckachsen aus. Das erhöht die Laufradsteifigkeit und sorgt insbesondere auf losem Untergrund für ein kontrollierteres Fahrverhalten. Auch ein Gepäckträger lässt sich über eine eigene Aufnahme nachrüsten. Damit bleibt das Gravelator 15 nicht auf sportliche Feierabendrunden beschränkt, sondern eignet sich ebenso für längere Touren mit Taschen und zum Pendeln.
Die Geometrie des Gravelator 15 ist klar auf Komfort ausgelegt. Der Tretlagerabsenkung von 75 Millimetern steht ein vergleichsweise stabiler Aufbau gegenüber: Mit einem Stack von 612,4 Millimetern und einem Reach von 404,4 Millimetern in Rahmengröße 55 fällt die Sitzposition nicht besonders sportlich aus - damit donnert man nicht in Angriffshaltung über den Schotterweg, sondern kann entspannt auch längere Touren in Angriff nehmen. Das Rad bleibt lang genug für Laufruhe, ohne sich auf kurvigen Schotterpassagen träge anzufühlen. Das passt zu einem Gravelbike, das auch auf schlechten Wegen und mit Gepäck funktionieren soll. Ebenfalls auf Komfort und Kontrolle zahlt der Lenker (400 mm) mit flachem Drop und ausgeprägtem Flare ein.
Herzstück des Antriebs ist die 1x12-Schaltung aus Shimanos GRX-Familie. Das Schaltwerk GRX RX822-12 arbeitet mit einer 10- bis 51-Zähne-Kassette aus der Deore-M6100-Reihe zusammen. Vorn sitzt eine GRX-RX610-Kurbel mit einem 40er-Kettenblatt. Die Kombination bietet eine ordentliche Bandbreite. Der kleinste Gang ist für steilere Anstiege und lose Untergründe ausreichend kurz übersetzt. Der Verzicht auf einen Umwerfer vereinfacht die Schaltlogik und reduziert die Zahl der Bauteile. Gebremst wird hydraulisch mit RX610/410-Schalt-Bremshebeln, vorne und hinten sitzt jeweils eine 160-Millimeter-Bremsscheibe. Für lange Abfahrten mit voller Bikepacking-Beladung wären größere Scheiben zwar eine mögliche Option, im vorgesehenen Einsatzbereich ist die Ausstattung aber stimmig.
KTM kombiniert die Laufräder mit Maxxis-Rambler-Reifen in der Dimension 45-622. Die Reifenbreite schafft Reserven auf grobem Schotter und verbessert den Komfort gegenüber schmaleren 40- oder 42-Millimeter-Reifen. Gleichzeitig bleibt das Rad auf Asphalt ausreichend direkt. Die Alexrims-GRX25P-Felgen besitzen eine Innenweite von 25 Millimetern. Zusammen mit den 45er-Reifen entsteht ein voluminöses Setup, das mit reduziertem Luftdruck gefahren werden kann.
Für wen lohnt sich das Update auf das günstigste Carbon-Gravelbike in der KTM-Palette? Das Gravelator Pro 2X kostet mit 1.899 Euro genau 500 Euro mehr als das Gravelator 15. Die Rahmengeometrien sind identisch. Zwei wesentliche Unterschiede gibt es: Dank Carbonrahmen ist das Gravelator Pro 2X mit 9,9 Kilo rund zwei Kilo leichter. Für sportlich ambitionierte Gravelbiker dürfte es allein deswegen eine Option sein. Vielleicht noch ausschlaggebender: die Schalt-Philosophie. Die Shimano-GRX-2x12-Schaltung mit 46/30-Zähne-Kurbel sowie 11- bis 36-Zähne-Kassette bietet die feinere Abstufung - gerade bei zügigem Tempo in Gruppen mit anderen Biker wird man die feinere Gangabstufung zu schätzen wissen. Ungeübte werden allerdings die simplere Schaltlogik der 1-fach-Übersetzung am Gravelator 15 vorziehen.
| Gravelator 15 | Gravelator Pro 2x | |
| Preis | 1.399 Euro | 1.899 Euro |
| Rahmen | Aluminium | Carbon |
| Antrieb | 1x12, 40 Zähne, 10-51 | 2x12, 46/30, 11-36 |
| Gewicht | 12,0 kg | 9,9 kg |
| Reifen | Maxxis Rambler 45-622 | Maxxis Reaver 45-622 |

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