Was andere nur versprechen, will das Tulipp Adventure A65 auch wirklich einlösen. Gravelbikes haben sich längst vom Nischenprodukt zum vielseitigen Allrounder entwickelt. Sie wollen die Geschwindigkeit und Effizienz eines Rennrads mit der Geländetauglichkeit eines Mountainbikes verbinden und damit eine enorme Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten bieten. Das Cycles Tulipp Adventure A65 geht dabei noch einen Schritt weiter: Es ist nicht einfach ein Serienrad von der Stange, sondern wird mit einem wohlüberlegten Do-It-All-Ansatz individuell auf den jeweiligen Fahrer zugeschnitten.
Ein Gravelbike macht dann am meisten Spaß, wenn es bis im kleinsten Detail zu seinem Fahrer passt. Das Tulipp Adventure A65 eröffnet riesige Möglichkeiten für individuelle Lösungen. Hochwertige Rahmen und Gabeln aus Stahl dürfen bei den Kanadiern auch exotische Sonderwünsche integrieren. Dank großer Reifenfreiheit prädestiniert sich das Tulipp als robustes Reiserad für fast jedes Gelände. - Jan Timmermann, TOUR-Redakteur
Das Herzstück des Adventure A65 ist der Rahmen aus Stahl. Tulipp fertigt diesen von Hand in Montreal. Die Kanadier setzen grundsätzlich auf Stahl als Rahmenmaterial und begründen dies mit der hohen Haltbarkeit sowie dem komfortablen Fahrverhalten des Werkstoffs. Haltbarkeit, Komfort, Anpassbarkeit und Geländetauglichkeit stehen im Vordergrund. Dabei handelt es sich keineswegs um einen einfachen Standardrahmen. Tulipp fertigt jedes Exemplar individuell. Rohrdurchmesser und -auswahl werden unter anderem auf das Gewicht des Fahrers, die gewünschte Steifigkeit und den vorgesehenen Einsatzzweck abgestimmt. Auch die Geometrie wird an Körperform und Sitzposition angepasst.
Bei Tulipp gibt es nicht einfach mehrere Rahmengrößen, aus denen der Kunde auswählen kann. Jeder Rahmen wird individuell gefertigt. Natürlich können Kunden auch über Lackierung, Finish und Ausstattung des Komplettbikes entscheiden. Sie legen ebenfalls die Positionierung von Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck und Zubehör fest. Ob ihr Bike für einen Nabendynamo vorbereitete sein soll, wie viele Flaschenhalter das Rad tragen darf und ob es eine Aufnahme für Schutzbleche benötigt, bestimmen Tulipp-Fahrer ganz persönlich nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Das eröffnet interessante Möglichkeiten für mehrtägige Touren. Fixe Preise gibt es bei Tulipp nicht. Kaufinteressierte können eine Vorauszahlung für einen Custom-Rahmen in Höhe von 640 Euro, beziehungsweise von circa 350 Euro für eine Custom-Gabel aus Stahl leisten. Anschließend wird im persönlichen Gespräch festgelegt, was der Spaß leisten und kosten soll.
Besonders interessant ist die Konstruktion des Hinterbaus am Adventure A65. Tulipp verwendet dort ein aus dem 3D-Drucker stammendes Edelstahl-Yoke, das für besonders viel Platz rund um Reifen und Antrieb sorgt. Außerdem kommen individuell geformte Sitzstreben zum Einsatz. Zum Einsatz kommen dabei dünnwandige Chromoly-Stahlrohre, die einen Teil der Unebenheiten herausfiltern sollen. Je nach Antriebskonfiguration sind laut den Kanadiern bis zu 700 × 57 Millimeter beziehungsweise 29 × 2,1 Zoll möglich.
Die große Reifenfreiheit erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Adventure A65 erheblich. Mit schmalerer Bereifung soll das A65 als schnelles Gravelbike eingesetzt werden können. Mit größeren und stärker profilierten Reifen wird daraus ein deutlich geländegängigeres Adventure-Bike. Tulipp empfiehlt das Stahl-Gravelbike deshalb vor allem Fahrern, deren Routen nicht am Ende der Straße enden und auch in rauem Terrain noch weitergehen sollen. Nicht das Fahrrad soll bestimmen, wohin die Reise geht, sondern der Fahrer.
Wie seht ihr das: Würdet ihr für ein Custom-Gravelbike aus Stahl sogar bis nach Kanada schauen? Welche Maßrahmenbauer könnt ihr empfehlen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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