885 g Rahmen, 417 g Gabel und 8,6 Watt Ersparnis gegenüber der Vorgängerplattform: Van Rysel hat das RCR-G von Grund auf für das moderne Gravel-Rennen entwickelt. Ein Blick auf die Entscheidungen dahinter.
Das Gravel-Rennen hat sich verändert. An der Spitze liegt der Schnitt heute bei über 35 km/h, und ein erheblicher Teil der Rennen kann über asphaltierte Verbindungsstraßen führen. Wer hier vorne mitfahren will, braucht die Geschwindigkeit eines Rennrads und die Kontrolle für Schotter.
Van Rysels Wurzeln liegen auf Kopfsteinpflaster. Die Marke entstand 2019 im Herzen Flanderns, nur wenige Kilometer von den Passagen von Paris–Roubaix entfernt, und hat ihr aerodynamisches Know-how mit den Rennrädern RCR-R und RCR-F aufgebaut. Seit 2024 ist sie technischer Partner des Decathlon CMA CGM WorldTour-Teams und überträgt damit nun denselben Anspruch auf Schotter.
Gravel-Rennen haben sich zu einer schnellen, hochintensiven Disziplin entwickelt. Für Van Rysel war dies der Ansporn, neu zu definieren, wie ein leistungsstarkes Gravelbike aussehen sollte. Anstatt ein Adventure-Bike für den Rennsport anzupassen, wurde das RCR-G von Grund auf mit dem Ziel entwickelt, auf wechselndem Untergrund möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.
Jérémie Debeuf, Produktmanager für Rennräder bei Van Rysel: „Beim RCR-G wollten wir kein Adventure-Bike in ein Rennrad umbauen, sondern von Grund auf eine echte Gravel-Rennplattform entwickeln. Das moderne Gravel-Rennen ist schneller, technischer und anspruchsvoller als je zuvor, daher stand bei jeder unserer Entscheidungen die Leistung im Vordergrund.“
Aufbauend auf dem aerodynamischen Know-how des preisgekrönten Rennrads RCR-R Pro nutzten die Ingenieure umfangreiche CFD-Analysen, virtuelles Prototyping und Windkanaltests, um jeden Aspekt des Rahmens zu optimieren.
Die Windkanaltests ergaben eine aerodynamische Einsparung von 8,6 Watt gegenüber der Gravel-Plattform Van Rysel GCR, der vorherigen Generation.
Daraus entsteht mit dem RCR-G ein Gravel-Rennrad, das aerodynamische Effizienz mit einer Reifenfreiheit von bis zu 50 mm verbindet. Es ermöglicht hohe Geschwindigkeiten sowohl auf Asphalt als auch auf unbefestigtem Gelände.
Optimiert wurde dafür jedes Detail, vom integrierten Monocoque-Cockpit über die leichten Steckachsen bis zur vibrationsdämpfenden Carbon-Sattelstütze.
Das Herzstück des RCR-G ist ein 885 g schwerer Rahmen aus hochmoduligem Carbon (Größe M, unlackiert), gepaart mit einer 417 g schweren Carbongabel. Laut Van Rysel der leichteste Gravel-Rahmen, den die Marke je gebaut hat.
Entwickelt aus hochwertiger Carbonfaser und gefertigt aus 366 Lagen in einer gravelspezifischen Schichtung, bietet er eine außergewöhnliche Kraftübertragung und gewährleistet zugleich die für Offroad-Rennen erforderliche Strapazierfähigkeit.
Das mit SRAM RED ausgestattete Flaggschiff-Modell wiegt 7,7 kg in Größe M.
Das RCR-G bietet, was Gravel-Rennfahrende heute von einem Bike erwarten:
Möglich wird die Kombination aus großen Kettenblättern und 50 mm Reifenfreiheit durch asymmetrische Kettenstreben, die den Hinterbau kurz halten.
Während des gesamten Entwicklungsprozesses arbeitete Van Rysel eng mit Fahrern des Decathlon CMA CGM WorldTour-Teams zusammen. Gemeinsam verfeinerten sie mehrere Rahmenprototypen, um die ideale Balance aus Steifigkeit, Ansprechverhalten und Kontrolle zu erreichen, die für Spitzenwettkämpfe erforderlich ist.
Das sagen die Profi-Fahrer des DECATHLON CMA CGM Teams:
Aubin Sparfel: „Ab 25 km/h hält es die Geschwindigkeit bemerkenswert gut und beschleunigt dank seiner Aerodynamik immer weiter.“
Tiesj Benoot „Sobald ich auf dem RCR-G saß, habe ich sofort die Van Rysel-DNA gespürt.“
Stan Dewulf: „Jetzt gilt das Bike nicht mehr als Ausrede, denn es ist absolute Weltklasse.“
Das RCR-G gibt es in drei Ausstattungen. Das integrierte Monocoque-Cockpit ist am Modell mit SRAM RED verfügbar.
An der Spitze steht ein Sondermodell in limitierter Stückzahl. THE ACE kommt mit zwei kompletten Laufradsätzen: Dem Swiss Side Gravon 500 mit 40-mm-Reifen für Schotter und dem Van Rysel Carbon VR 50 mit 28-mm-Reifen für die Straße. Ausgestattet mit der Shimano Ultegra Di2 Gruppe und einer „Raptor“-Beschichtung gegen Steinschlag.
Daneben steht kein Konkurrent, sondern ein Gegenstück. Das EDR-G ist für Fahrerinnen und Fahrer entwickelt, die Vielseitigkeit, Sicherheit und Komfort über jede Distanz hinweg suchen: Endurance-Geometrie, eine optimierte Laminierung, eine integrierte Rahmen-Werkzeugbox und über 15 Befestigungspunkte an Rahmen und Gabel.
Das RCR-G kommt in drei Ausstattungen:
THE ACE ist ab 6.600 € inklusive beider Laufradsätze, in streng limitierter Auflage erhältlich.
Das EDR-G ist ebenfalls bereits im Handel verfügbar.