Focus hat bei den Gravel-Weltmeisterschaften in Australien ein neues Race-Gravelbike eingesetzt. Auf dem Prototyp saß der amtierende australische Gravel-Meister Cameron Scott. Er erreichte in einem stark besetzten Feld Platz 35.
Der Name des Rads ist nicht bestätigt. Der bereitgestellte Bilderordner legt aber nahe, dass es Focus Mares Max heißen könnte. Aus den Bildern wird außerdem ersichtlich, dass mindestens 2.25-Zoll-MTB-Reifen in den Rahmen passen dürften. Die Stütze erinnert mit der Einschnürung an das Cannondale Synapse, der Prototyp rollt auf Reserve-Laufrädern, alles Marken von PON, zu denen auch Focus & Cervelo gehören
Mares ist bei Focus kein neuer Name. Von 2016 bis 2021 hatte der Hersteller unter dieser Bezeichnung ein Cyclocross-Rad im Programm. Dann kam der Gravel-Boom, und Cyclocrossräder rückten in eine Nische. Bei dem Offroad-Rennformat mit gebogenem Lenker fährt man Runde um Runde im Kreis, springt über Hürden, rennt Treppen hinauf und kämpft sich durch tiefe Sandpassagen, bis die Glocke die letzte Runde einläutet und man ein letztes Mal die Ziellinie überquert. Mit dem Mares Max könnte der Name nun als Race-Gravelbike zurückkehren.
Gravelrennen führen über Schotter, Wald- und Feldwege sowie Asphalt, häufig über mehrere Stunden. Das Rad muss dabei Tempo und Kontrolle verbinden: Ausreichend Reifenfreiheit ermöglicht eine Bereifung, die zum Untergrund passt. Profil und Luftdruck bestimmen den Kompromiss aus Grip, Rollwiderstand und Pannenschutz. Bei hohem Tempo zählt auch die Aerodynamik, auf ruppigen Abschnitten ein sicheres Fahrverhalten. Dazu kommen gut erreichbare Verpflegung und Platz für Reparaturmaterial.
Diese Anforderungen bilden den Maßstab für die Beurteilung des Prototyps.
Focus hat bislang keine technischen Daten oder Preise genannt. Die offizielle Vorstellung des Rads ist voraussichtlich für das Frühjahr 2027 geplant.

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