Für sein neustes Projekt kooperierte Dangerholm mit dem schwedischen Gitarrenbauer Strandberg. Aus der Liaison entstand nicht nur ein superleichtes Gravelbike mit Mountainbike-Rahmen und Federgabel, sondern auch eine exklusive Leichtbau-Gitarre. Für seine Liebe zum Detail ist Dangerholm weltberühmt. Auch bei der Fusion von Fahrrad und Gitarre nimmt der Schwede keine Abkürzungen, sondern treibt den sehr speziellen Tuning-Ansatz auf die Spitze. Auf der Bespoked Messe in Dresden konnten wir uns das abgefahrene Scott Scale Gravel von Dangerholm im Detail anschauen.
Gustav Gullholm aka Dangerholm kommt auf verrückte Ideen. Ein superleichtes Mountainbike-Hardtail mit Federgabel aber Gravel-Laufrädern und Dropbar ist das eine. Die Symbiose mit der Strandberg-Gitarre ist das andere. Dangerholms Scott Scale Gravel verschmilzt gleich drei Weltem miteinander - und zwar im unvergleichlichen Stil des berühmtesten Bike-Tuners der Welt. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
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Was erste einmal komisch kling, ist auf den zweiten Blick gar nicht so abwegig: Radfahren und Gitarrespielen haben Vieles gemeinsam - jedenfalls wenn es nach Dangerholm geht. Der sympathische Schrauber ist der Meinung, dass sowohl die Beherrschung eines Bikes als auch die eines Instruments sehr viel Leidenschaft und Hingabe verlangt. Beide Hobbys gehen in der Regel mit viel Training, beziehungsweise Übung einher und auch das Biken hat für Dangerholm viele akustische Reize zu bieten. Aus seiner Kooperation mit Strandberg entstand nicht nur ein cooles Zwitterwesen aus Mountain- und Gravelbike, sondern auch eine Custom-Gitarre. Beide erstrahlen in derselben “Sunray-Fade”-Lackierung und auch die Strandberg-Gitarre baut mit nur 1,49 Kilo extraleicht. So soll sie bei langen Sessions besonders komfortabel sein - wie auch das Breitreifen-Gravelbike von Dangerholm.
Da hören die Gemeinsamkeiten aber noch nicht auf. Dangerholm wollte für das Spezial-Gravelbike eine besonders leise Geräuschkulisse kreieren, welche den Fokus auf den Sound der Symphonie von Reifen und Schotter lenken soll. Deshalb entschied er sich für Naben von Onyx, welche sich für ihren quasi lautlosen Freilauf einen Namen gemacht haben. Hinzu kommen Textilspeichen von Berd, welche Vibrationen sowie Töne abdämpfen sollen und natürlich weiß gestylt, wie Gitarrensaiten daherkommen. Eine einzelne Speiche wiegt gerade einmal 2,5 Gramm. Die Bremsscheiben sind Sonderanfertigungen von Brake Stuff, die beim Bremsen besonders wenig Geräuschentwicklung besitzen sollen.
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Auch abgesehen von der Verwandtschaft mit einem Musikinstrument ist Dangerholms neustes Gravelbike ein hochinteressantes Rad. Der Rahmen stammt von einem Scott Scale Cross-Country-Mountainbike-Hardtail. Im Steuerrohr steckt eine Rockshox SID SL Federgabel mit 100 Millimetern Federweg und der kabellosen Flight-Attendant-Elektronik, welche die Dämpfung vollautomatisch auf den Untergrund sowie das Fitness-Level des Fahrers anpassen kann. Dangerhom kombiniert das MTB-Setup mit einem Gravel-Lenker aus Carbon und einen kurzen Stummel-Vorbau von Darimo. Außerdem kommen 28 Zoll Carbon-Hochprofilfelgen und Schwalbe Reifen in der Zwischengröße 29 mal 2,25 Zoll zum Einsatz. Geschaltet und gebremst wird mit der Gravel-Gruppe Sram Red XPLR.
Das Custom Scott Scale Gravel wäre kein Bike von Dangerholm, wenn es nicht superleicht wäre. Trotz Federgabel und dicken Gummis landet das Komplettbike inklusive Pedale bei gerade einmal 8,85 Kilo Gesamtgewicht. Zum Traumwert an der Waage tragen allerlei Tuning-Parts, wie der Sattel von Björn und eine Prototypen-Kurbelganitur von Darimo aus Carbon, bei. Das I-Tüpfelchen ist sündhaft teure Lagertechnik von Ceramicspeed im Steuersatz, im Tretlager und in den Umlenkrollen des Schaltwerks.
Wie seht ihr das: Gibt es in euren Augen auch so viele Gemeinsamkeiten zwischen Fahrradfahren und Gitarrespielen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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