Die Macher hinter dem Gothic Aix nennen das Gravelbike die unheilige Brut der Mechaniker. Bevor Pete Hague und Lia Weston eine eigene Bike-Marke gründeten, reparierten sie über 20 Jahre lang die Fahrräder von Kunden. In dieser Zeit hatten die Australier quasi jede existierende Bike-Marke einmal in der Hand und ein fundiertes Wissen darüber gesammelt, was funktioniert und was nicht. Heute verkauft Gothic Cycles seine eigenen Custom-Gravelbikes und heißt Kaufinteressierte gleich charismatisch-finster willkommen: “Welcome to the dark side of Gravel.”
Die Mechaniker bei Gothic Ccyles verstehen wovon sie sprechen. Das Aix kommt unkompliziert und schön daher - natürlich aufgeladen mit einer gewaltigen Ladung dunklem Charme. Cool auch, dass die Preise halbwegs im Rahmen bleiben. Wer kein Gravelbike von der Stange kaufen will, sollte mal bei Gothic vorbeischauen. Die Australier verschicken auch weltweit. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Nach jahrzehntelanger Arbeit an Fahrrädern stellten Pete Hague und Lia Weston fest, dass viele Gravelbikes entweder durch den Preisdruck der Hersteller Kompromisse bei Qualität und Funktion eingingen oder als High-End-Modelle unverhältnismäßig teuer waren. Da sie kein Carbonrad fanden, das ihren eigenen hohen Ansprüchen genügte, entschieden sie sich, nicht einfach eine bestehende Marke zu verkaufen, sondern selbst ein Fahrrad zu entwickeln. So entstand Gothic Cycles – aus dem Wunsch heraus, ein kompromissloses, hochwertiges Gravelbike zu bauen, auf das sie selbst stolz sein konnten.
Die Philosophie des kleinen Labels basiert auf dem Selbstverständnis, dass Fahrräder von Mechanikern und für die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Fahrer entwickelt werden sollten. Jedes Detail – von der Geometrie über die Kabelführung bis hin zur Auswahl der Komponenten – soll der Leistung und Funktion dienen, nicht dem Marketing. Die Fahrräder werden von Hand und mit großer Sorgfalt aufgebaut, ohne Abkürzungen oder Kompromisse, und individuell an Fahrstil, Terrain und persönliche Vorlieben angepasst. Gleichzeitig versteht Gothic den eigenen Namen als Ausdruck einer Ästhetik, die Gegensätze miteinander verbindet: Licht und Schatten, Form und Funktion, Schönheit und Schmerz. Diese Verbindung aus technischer Perfektion, Individualität und einer bewusst dunklen, eigenwilligen Ästhetik bildet den Kern der Marke.
Der Name des Aix geht auf die griechische Mythologie zurück und bezeichnet eine verführerische, unbändige Nymphe. “Jedes Aix is heilig” titelt Gothic Cycles theatralisch. Gemeint ist der Custom-Ansatz hinter dem Gravelbike. Jedes Aix wird auf Bestellung individuell aufgebaut und lackiert. Gegen Massenmarkt-Kompromisse ist das Team hinter dem Gravelbike allergisch. Für Aufpreise zwischen 350 und 2000 Australische Dollar realisiert Gothic auch die abgefahrensten Designs. Wer also gerne Blutspritzer und Totenköpfe auf seinem Aix haben möchte, darf jeden dunklen Wunsch äußern. Kaufinteressierte sollten circa zwischen 3680 und 8000 Euro sowie mindestens drei Monate Zeit mitbringen. Rahmensets werden aktuell nicht einzeln verkauft.
Vorne nimmt das Gothic Aix maximal 50 Millimeter breite Reifen auf, hinten its Platz für 45 Millimeter. Dank Mechaniker-Hintergrund hält man bei Gothic wenig von proprietären Standards und hält sich an bewährte Maße. Allerdings werden die Leitungen durch den Steuersatz geführt. Die Geometrie baut vergleichsweise kompakt und agil. Dazu soll auch das leichte Gewicht des Gravelbikes passen. In den hochwertigen Aufbauten bestehen alle Schrauben entweder aus Titan oder aus Aluminium.
Wie seht ihr das: Kauft ihr euer Gravelbike lieber bei etablierten, großen Herstellern oder interessiert ihr euch für kleine Nischen-Labels? Schreibt es uns in die Kommentare!

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