Kategorie AllroadEin Bike für die ganze Welt

Josh Welz

 · 05.10.2026

Kategorie Allroad: Ein Bike für die ganze WeltFoto: Wolfgang Papp
Sportlich flott unterwegs, und das bei jedem Wetter: Allroad-Bikes wie das Diamant Nhoma machen den Spagat zwischen Sport, Tour und Alltag.
​Citybike, Trekkingrad, Gravelbike, Endurancebike – jede Kategorie hat ihre Grenzen. Das Allroad-Bike verzichtet bewusst darauf: Es ist ein Sportrad mit Alltagsverstand – für Menschen, die morgens zur Arbeit fahren, mittags auf der Landstraße Kondition machen und am Wochenende auf dem Schotterweg verschwinden wollen. Ohne Radwechsel, ohne Kompromisse.

Themen in diesem Artikel

​Was ist ein Allroad-Bike überhaupt?

Sportiv, komfortabel, geländegängig, vielseitig – Allroad-Bikes sind Räder für fast alles. Sie sind gemacht für den Straßen- wie den leichten Geländeeinsatz, für Asphalt, Kopfsteinpflaster, Feld- und kompakte Schotterwege. Dabei unterscheiden sie sich von Trekkingrädern durch ihre sportliche Geometrie mit Droplenker, und von reinen Gravelbikes durch ihren Fokus auf Effizienz und Alltag.

Allroad-Bikes bieten generell eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition und Platz für Reifen von mindestens 32 Millimetern Breite. Die Rahmen sind auf Robustheit und Komfort ausgelegt. Der Integrationsgrad ist relativ gering, die Bikes sind damit leicht zu warten. Runde Sattelstützen sowie standardisierte Vorbauten und Lenker sind häufig verbaut, damit die Sitzposition mit überschaubarem Aufwand angepasst werden kann. Allroad-Modelle performen auf wechselnden Untergründen und bieten oft mehr Reifenfreiheit, Dämpfungskomfort und komfortablere Geometrien für eine aufrechtere Sitzposition als reine Rennräder.

Für wen ist es das richtige Bike?

Allroad-Bikes richten sich an sportliche Fahrer, die keine reinen Asphalt-Renner wollen, denen praktische Fortbewegung und Alltagstauglichkeit wichtiger als ambitionierte Trainingseinheiten sind. Ideal sind sie für Tourenfahrer, Abenteurer und Pendler, die Wert auf Flexibilität legen. Schutzbleche, Lichtanlage und Gepäckträger sind als Zusatzfeatures für den Alltagseinsatz vorgesehen, praktische Anbauvorrichtungen müssen vorhanden sein.

Gerade in den Übergangszeiten sind auch geteerte Wege oft verschmutzt und nicht perfekt eben. Mit einem Allroad-Bike kann man besser und nahezu das ganze Jahr über fahren. Anders als bei reinen Gravelbikes muss man nicht einfach überall entlangfahren können – holperige oder gar verblockte Trails sind die Grenze. Dafür bekommt man auf Asphalt ein sehr direktes, flottes Fahrgefühl. Parkwege, Waldautobahnen und einfache Schotterwege sind kein Grund zum Umkehren.

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​Was kostet ein gutes Allroad?

Die Preisspanne ist breit – und das ist eine gute Nachricht: Es beginnt bei ca. 1.500 Euro, wenn man Gravel-typische Komponenten wie etwas einen Shimano-GRX-Antrieb und hydraulische Scheibenbremsen erwartet. Ab ca. 3000 Euro darf man schon Carbonrahmen erwarten. Die Frage ist nur: Will man das? Wer häufig mit Gepäck fährt, das Bike am öffentlichen Radständer anschließt und auch sonst den universellen Einsatz über die reine Fahrperformance stellt, ist mit einem Aluminium-Modell besser beraten.

​Checkliste: Darauf ist beim Kauf zu achten

ReifenfreiheitMindestens 38–40 mm
BremsenHydraulische Scheibenbremsen
AntriebBreite Übersetzung für Steigungen, Zweifach-Antrieb für feine Abstufung
Rahmen/GabelAlurahmen + Carbongabel als vernünftiges Mittelmaß
BefestigungspunkteÖsen für Schutzbleche, Licht und Gepäck
GeometrieAufrecht und komfortabel

Beispiel: Das neue Corratec Allroad A EQ

Mit dem neuen Allroad A EQ richtet sich Corratec an Fahrerinnen und Fahrer, die Gravel-Performance mit Alltagstauglichkeit verbinden möchten. Die Bezeichnung EQ steht für „Equipped": Schutzbleche und Lichtanlage sind serienmäßig und harmonisch in das Rahmendesign integriert.

Corratec Allroad A EQFoto: CorratecCorratec Allroad A EQ

Ein Aluminiumrahmen in Kombination mit einer Carbongabel, die Shimano GRX 10-fach-Schaltung und 40 Millimeter breite Schwalbe G-One Overland Reifen sorgen für zuverlässige Performance auf Asphalt, Schotter und Feldwegen. Der Kurbelsatz mit 46/30T-Kettenblättern und eine Kassette mit 11–42 Zähnen liefern dabei eine Bandbreite, die sowohl flotte Passagen als auch steile Rampen abdeckt. Gebremst wird mit hydraulischen Shimano GRX-Scheibenbremsen – sie sind zuverlässig bei jedem Wetter.

Preis2.099 Euro
RahmenAluminium, 12×142 mm Steckachse
GabelAllroad Carbon Fork Disc
SchaltgruppeShimano GRX 2×10
KurbelShimano GRX FC-RX600 GRX, 46/30T
KassetteShimano CS-HG50-10, 11-36T
BremsenShimano GRX BR-RX400, 160 mm
ReifenSchwalbe G-One Overland 365, 40-622
GepäckträgerSideload Rack
FrontlichtHerrmans MR9 Dynamo, 180 Lumen
RücklichtHerrmans H-Trace Mini Dynam,o
Gewicht13,12 kg
SerienmäßigSchutzbleche & Lichtanlage
Max. Gesamtgewicht120 kg

Zahlreiche Anschraubpunkte ermöglichen individuelle Setups – vom kompakten Pendelrad mit kleinem Gepäck bis zum Rad für Mehrtagestouren oder leichtes Bikepacking. Wer ein Rad sucht, das den Weg zur Arbeit, Wochenendtouren und Urlaubsetappen gleichermaßen mitmacht, findet im Allroad A EQ eine durchdachte Lösung.

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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