Specialized Allez Sprint CompDas Alu-Rennrad mit Tarmac-DNA

Lukas Niebuhr

 · 13.09.2026

Specialized Allez Sprint Comp: Das Alu-Rennrad mit Tarmac-DNAFoto: Georg Grieshaber
Specialized Allez Sprint Comp: Das Alu-Rennrad mit Tarmac-DNA
​Mit dem Allez Sprint Comp verfolgt Specialized einen Ansatz, der im Rennradsegment inzwischen Seltenheitswert besitzt: maximale Performance auf Basis eines Aluminiumrahmens. Das Modell richtet sich klar an sportlich orientierte Fahrer und übernimmt zahlreiche Technologien und Konstruktionsmerkmale vom deutlich teureren Carbon-Racer Tarmac.

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Die Entwicklung des aktuellen Allez Sprint begann dort, wo viele Modelle enden: beim Topmodell. Nach Angaben von Specialized diente das bekannte Tarmac SL7 als Vorlage für Rahmenform, Geometrie und Aerodynamik. Zahlreiche Rohrprofile wurden direkt vom Carbon-Renner übernommen und an die Anforderungen eines Aluminiumrahmens angepasst. Das Ziel bestand darin, die aerodynamischen Vorteile eines modernen Race-Bikes mit den speziellen Eigenschaften des Werkstoffs Aluminium zu kombinieren.

Besonders auffällig ist dabei die ausgeprägte Aero-Formensprache. Das Steuerrohr, das Unterrohr und die Gabel orientieren sich deutlich am Tarmac. Hinzu kommt eine vollständig integrierte Zugführung, die nicht nur für eine aufgeräumte Optik sorgt, sondern auch den Luftwiderstand reduzieren soll. Laut Hersteller ist das aktuelle Allez Sprint auf einer Distanz von 40 Kilometern 41 Sekunden schneller als sein Vorgänger.

Fazit

​Das Specialized Allez Sprint Comp nimmt im aktuellen Rennradmarkt eine besondere Rolle ein. Während viele Hersteller Aluminium inzwischen primär im Einstiegssegment einsetzen, verfolgt Specialized einen anderen Ansatz und entwickelt daraus ein kompromisslos sportliches Performance-Bike.

Smartweld als technologische Besonderheit

Das Herzstück des Rahmens bildet die sogenannte Smartweld-Technologie. Konkret geht es bei dieser Technologie um den Übergang von Rohr-zu-Rohr-Verbindungen. Durch die Optimierung der Verbindungen von Steuer-, Ober- und Unterrohr soll die Steifigkeit des Alurahmens ähnlich gut, wie die eines Carbonrahmens sein. Gleichzeitig nutzt Specialized aufwendig geformte Aluminiumrohre und komplexe Fertigungsprozesse, um neben der Steifigkeit auch die Kraftübertragung und das Handling zu verbessern. Besonders der Bereich rund um Tretlager und Unterrohr fällt dabei ins Auge. Beide Bauteile werden aus einem Stück gefertigt und sollen für eine besonders direkte Kraftübertragung sorgen.

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Diese Konstruktion verfolgt ein klares Ziel: maximale Effizienz unter Last. Gerade bei harten Antritten, Sprints oder Attacken soll möglichst wenig Energie durch Verwindung verloren gehen. Das Allez Sprint bleibt damit seiner Rolle als Rennrad für leistungsorientierte Fahrer treu.

Rennsportorientiertes Handling

Passend zur Ausrichtung setzt das Allez Sprint Comp auf die aus dem Tarmac bekannte Race-Geometrie. Kurze Steuerrohre und eine gestreckte Sitzposition fördern eine aerodynamische Haltung auf dem Rad. Gleichzeitig verspricht die Geometrie ein direktes und präzises Lenkverhalten, das insbesondere auf schnellen Kursen und in engen Kurven seine Stärken ausspielen soll.

Damit richtet sich das Modell weniger an Komfortsuchende oder Einsteiger, sondern vielmehr an Fahrer, die ein sportliches, unmittelbares Fahrgefühl schätzen. Ob im Kriterienrennen, auf schnellen Trainingsrunden oder bei ambitionierten Jedermann-Veranstaltungen: Das Allez Sprint wurde klar auf Dynamik ausgelegt.

Mehr Komfort als der Werkstoff vermuten lässt

Trotz seines klaren Fokus auf Steifigkeit und Performance versucht Specialized, die typischen Nachteile eines Aluminiumrahmens zu minimieren. Dafür kommen abgesenkte Sitzstreben, eine FACT-Carbon-Gabel sowie eine Carbon-Sattelstütze zum Einsatz, die direkt vom Tarmac übernommen wurde. Diese Komponenten sollen Vibrationen absorbieren und den Fahrkomfort auf langen Strecken verbessern. Zwar erreicht das Allez Sprint damit nicht die Nachgiebigkeit moderner Endurance-Rennräder, dennoch zeigt das Rad, wie weit sich Aluminiumrahmen in den vergangenen Jahren entwickelt haben.

Solide Ausstattung für sportliche Einsätze

In der Comp-Version kombiniert Specialized den Rahmen mit Shimanos aktueller 105-Gruppe. Die 2x12-fach-Schaltung ist eine etablierte Gruppe im sportlichen Mittelklasse-Segment und bietet eine breite Übersetzungsbandbreite für flache wie bergige Strecken. Verzögert wird mit hydraulischen Scheibenbremsen aus derselben Serie.

Bei den Laufrädern kommen DT Swiss R470-Felgen zum Einsatz. Sie sind robust und zuverlässig, gehören jedoch nicht zu den leichtesten Komponenten am Markt. Zusammen mit dem Body Geometry Power Sport-Sattel ergibt sich eine Ausstattung, die klar auf sportliche Alltagstauglichkeit und Rennradtraining ausgelegt ist.

​​​​​Die wichtigsten Details auf einen Blick

  • UVP: 2499 Euro
  • ​Gewicht: 8,9 kg in Größe 56
  • Rahmen: Specialized E5 Premium Aluminum
  • Rahmengrößen: 49, 52, 54, 56, 58, 61
  • Schaltung: Shimnao 105, 2x12-fach
  • Bremsen: Shimano 105 hydr. Scheibenbremse
  • Laufräder: DT Swiss R470 rim
  • Reifen: Turbo Pro, 700x26mm

Einschätzung der Redaktion

Das Specialized Allez Sprint Comp nimmt im aktuellen Rennradmarkt eine besondere Rolle ein. Während viele Hersteller Aluminium inzwischen primär im Einstiegssegment einsetzen, verfolgt Specialized einen anderen Ansatz und entwickelt daraus ein kompromisslos sportliches Performance-Bike.

Die Kombination aus aerodynamischer Rahmenform, hoher Steifigkeit, moderner Integration und Tarmac-Abstammung macht das Allez Sprint zu einem der interessantesten Aluminium-Rennräder am Markt. Wer ein schnelles, direktes und rennorientiertes Rad sucht und nicht zwingend auf einen Carbonrahmen angewiesen ist, findet hier eine außergewöhnliche Alternative im Performance-Segment.

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Lukas Niebuhr

Lukas Niebuhr

Redakteur

Lukas Niebuhr ist gebürtige Bielefelder, studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln im Master Sport, Medien- und Kommunikationsforschung und arbeitet als Werkstudent in der Online-Redaktion für BIKE und TOUR. In Köln fährt er gerne Gravelbike, seine Urlaube verbringt der Sportstudent am liebsten mit Skitouren oder auf dem (E-)MTB in den Bergen.

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