Die Räder der Stars im TestSpecialized S-Works Tarmac

Jens Klötzer

 · 29.03.2022

Die Räder der Stars im Test: Specialized S-Works TarmacFoto: Getty Images

Geht es nach der schieren Anzahl der Profisiege, ist das Specialized Tarmac aktuell das erfolgreichste Rennrad im Peloton. Klar, dass dieses Rad im TOUR-Test der Profiräder nicht fehlen darf, denn auch für 2022 bleibt der teure Bolide ein heißer Anwärter auf diese Krone.

Dafür sprechen gleich zwei Gründe: Zum einen stattet der US-amerikanische Hersteller 2022 mit Bora-Hansgrohe, Quick-Step Alpha Vinyl und TotalEnergies gleich drei hochkarätig besetzte Teams aus, darunter sind Sieggaranten wie der aktuelle Weltmeister Julian Alaphilippe oder die Sprint-Stars Mark Cavendish und Peter
Sagan. Zum anderen kommt das S-Works Tarmac auch technisch dem perfekten Wettkampf-Rennrad sehr nahe. Denn es vereint niedriges Gewicht mit guter Aerodynamik und Komfort so kompromisslos wie kein anderes Rennrad.

Verlagssonderveröffentlichung
Die Teamräder von TotalEnergies, Bora-Hansgrohe  und Quick-Step Alpha Vinyl unterscheiden sich nur in ihrer Lackierung. Die Ausstattung ist von der Gruppe bis hin zu den Reifen identisch
Foto: Team TotalEnergies

Das Specialized S-Works Tarmac kommt dem perfekten Wettkampfrad sehr nahe

Die Bestnote von 1,4 im TOUR-Test (siehe TOUR 11/2020) ist dafür ein Beleg. Mit einem Aero-Wert von 210 Watt kann es manchem spezialisierten Aero-Renner Paroli bieten, während das Rahmengewicht von rund 850 Gramm auf dem Niveau von anderen Leichtbaumodellen liegt. Egal, ob Hochgebirgsetappe oder Sprintankunft – die Fahrer sitzen in jeder Rennsituation auf perfektem Material. Das gilt auch für den Aufbau, der für alle Teams identisch ist. Die von Specialized entwickelten Roval-Laufräder sind, verglichen mit ähnlichen Modellen anderer Ausrüster, bis zu 300 Gramm leichter. Sie können aber entgegen dem aktuellen Trend nicht mit Tubeless-Reifen, sondern nur mit eingelegtem Schlauch gefahren werden. Die Kombination mit Specialized-Turbo-Reifen mit Baumwollkarkasse soll laut Hersteller dennoch der ideale Kompromiss aus Gewicht, Aerodynamik und Rollwiderstand sein.

In diesem Jahr könnte Julian Alaphilippe mit dem dritten WM-Titel Geschichte schreiben – dann müsste er das Specialized Tarmac gar nicht umlackierenFoto: Getty Images
In diesem Jahr könnte Julian Alaphilippe mit dem dritten WM-Titel Geschichte schreiben – dann müsste er das Specialized Tarmac gar nicht umlackieren

Lieferprobleme der Di2-Zwölffach-Gruppe

Geschaltet und gebremst wird mit Shimanos brandneuer Dura Ace Di2-Zwölffach-Gruppe, wobei zum Redaktionsschluss noch nicht sicher war, ob alle Fahrer schon mit dem Ensemble in die ersten Rennen starten können. Lieferprobleme verzögern die Auslieferung der Teile weiterhin, sodass einige Teams zumindest im Trainingslager noch mit dem „alten“ Elffach-Getriebe unterwegs waren.

Verfügbarkeit und Preis

Wer bei den überzeugenden Messwerten von einem S-Works Tarmac träumt, für den gibt es eine gute und zwei schlechte Nachrichten. Die gute: Das Rad kann man exakt in dem Setup kaufen, wie es die Profis fahren. Die schlechten: Derzeit ist das Rad restlos ausverkauft. Und selbst wenn Nachschub in die Läden kommt, dürfte es ob des schwindelerregenden Preises von 14.500 Euro für die meisten ein Traum bleiben.

Peter Sagan fährt bereits seit 2015 auf SpecializedFoto: Team TotalEnergies
Peter Sagan fährt bereits seit 2015 auf Specialized

Specialized S-Works Tarmac

  • Preis 14.500 Euro
  • Info www.specialized.com
  • Aerodynamik 210 Watt
  • Komplettgewicht 6,9 Kilo
  • Rahmen/Gabel/Steuerlager 857/374/64 Gramm
  • Schaltung/Bremsen Shimano Dura-Ace Di2 2x12
  • Laufräder Roval Rapide CLX 60
  • Reifen Specialized Turbo Cotton
Specialized S-Works TarmacFoto: RayPhotoTW.com
Specialized S-Works Tarmac

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