Das Herzstück des Aeroad CF SLX 7 Di2 ist der aktuelle CF-SLX-Rahmen der vierten Generation. Im TOUR-Test des Aeroad CF SLX 8 Di2 überzeugte die Plattform mit einer herausragenden Aerodynamik. Mit lediglich 204 Watt Luftwiderstandsleistung bei 45 km/h bewegte sich das Aeroad auf dem Niveau deutlich teurerer Profimaschinen und praktisch gleichauf mit dem Topmodell Aeroad CFR.
Auch die Rahmenkonstruktion hinterließ einen starken Eindruck. Die CF-SLX-Version unterscheidet sich vom CFR-Rahmen laut Canyon vor allem durch eine etwas andere Carbon-Layup-Struktur und ein geringfügig höheres Gewicht, ohne dass relevante Einbußen bei der Steifigkeit in Kauf genommen werden müssen. Im Fahrbetrieb vermittelt das Aeroad entsprechend einen ausgesprochen direkten und effizienten Charakter. Die ausgewogene Geometrie sorgt zudem dafür, dass sich das Rad nicht ausschließlich an Profis richtet. Trotz seiner klaren Aero-Ausrichtung bleibt die Sitzposition sportlich, ohne übermäßig extrem auszufallen. Im Test des CF SLX 8 Di2 überzeugte das Aeroad mit einer präzisen, agilen Lenkung und einem insgesamt sehr ausgewogenen Handling.
Das Canyon Aeroad CF SLX 7 Di2 punktet vor allem mit einem der aerodynamisch effizientesten Rahmen am Markt. Die Fahreigenschaften dürften sich sehr stark am bereits getesteten CF SLX 8 Di2 orientieren: schnelles Handling, hohe Steifigkeit, hervorragende Aero-Werte und eine überraschend zugängliche Sitzposition.
Ein wesentlicher Unterschied zum früheren Aeroad der dritten Generation liegt im Cockpit. Das neue PACE-Cockpit erlaubt Anpassungen von Breite und Höhe, ohne dass Bremsleitungen getrennt oder der Gabelschaft gekürzt werden müssen. Die Lenkerbreite lässt sich um bis zu 50 Millimeter variieren, gleichzeitig stehen mehrere Griffpositionen zur Verfügung. Damit bietet Canyon deutlich mehr Flexibilität als viele aktuelle Aero-Rennräder mit vollständig fixierten Cockpitlösungen.
Hinzu kommen praxisgerechte Detaillösungen wie der einheitliche TX25-Schraubenstandard, hochwertige Lagerabdichtungen und die sogenannte Gear Groove zur Integration von Computerhaltern oder weiterem Zubehör. Diese Merkmale haben wir bereits im TOUR-Test des CF SLX 8 Di2 positiv hervorgehoben.
Während Rahmen und Cockpit weitgehend identisch zum getesteten CF SLX 8 Di2 ausfallen, setzt Canyon beim CF SLX 7 Di2 auf die elektronische Shimano 105 Di2. Die Zwölffach-Gruppe ist technologisch eng mit der Ultegra und Dura-Ace verwandt und übernimmt deren elektronische Schaltlogik. Gegenüber der Ultegra-Gruppe des CF SLX 8 bringt sie etwas mehr Gewicht mit, bietet in der Praxis aber ein ähnlich präzises Schaltverhalten.
Besonders erfreulich: Canyon verbaut serienmäßig einen 4iiii-Leistungsmesser. In dieser Preisklasse ist das keineswegs selbstverständlich und erhöht den Trainingswert des Aeroad deutlich. Bereits der Vorgänger konnte mit dem integrierten Powermeter Pluspunkte sammeln.
Ebenfalls bemerkenswert ist die Laufradausstattung. Das Aeroad CF SLX 7 Di2 rollt auf DT Swiss ARC 1600 Carbon-Laufrädern mit 65 Millimetern Felgenhöhe. Damit bleibt Canyon seiner Philosophie treu, auch vergleichsweise erschwingliche Aeromodelle mit tiefen Carbonlaufrädern auszustatten.
Bereits das Vorgängermodell überzeugte durch die Kombination aus aerodynamischem Rahmen und DT-Swiss-Laufradsatz. Im Test wurde genau dieses Zusammenspiel als wichtiger Faktor für die starke Aero-Performance hervorgehoben. Allerdings zählten die ARC-1600-Laufräder schon damals nicht zu den leichtesten ihrer Klasse. Wer vor allem bergorientiert unterwegs ist, findet anderswo leichtere Gesamtpakete. Für schnelle Flachland- und Rennstreckeneinsätze passt die Ausstattung jedoch hervorragend zum Charakter des Aeroad.
Trotz seiner ausgeprägten Aero-Ausrichtung gehört das Aeroad nicht zu den kompromisslos harten Rennmaschinen. Bereits beim Vorgängermodell lobten wir den überraschend guten Komfort, der unter anderem durch hochwertige Reifen zustande kam. Das aktuelle Modell kommt mit 26 bzw. 28 Millimeter Reifen, bietet jedoch eine Reifenfreiheit bis 32 Millimeter, wodurch sich der Fahrkomfort zusätzlich beeinflussen lässt. Die überarbeitete Sattelstützenklemmung soll außerdem die Einstellung erleichtern und die Wartungsfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit verbessern.
Das Canyon Aeroad CF SLX 7 Di2 punktet vor allem mit einem der aerodynamisch effizientesten Rahmen am Markt. Die Fahreigenschaften dürften sich sehr stark am bereits getesteten CF SLX 8 Di2 orientieren: schnelles Handling, hohe Steifigkeit, hervorragende Aero-Werte und eine überraschend zugängliche Sitzposition.
Bei der Ausstattung setzt Canyon auf sinnvolle Sparmaßnahmen. Die Shimano 105 Di2 wird statt der teureren Ultegra verbaut, die DT Swiss ARC 1600 bleiben etwas schwerer als hochpreisige Alternativen, dafür gehören Carbonlaufräder und Powermeter weiterhin zum Serienumfang. Für 4799 Euro bietet das Aeroad CF SLX 7 Di2 damit ein außergewöhnlich attraktives Gesamtpaket und dürfte erneut zu den interessantesten Aero-Rennrädern seiner Preisklasse zählen.

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