Die Vuelta bleibt am dritten Tag komplett auf französischem Boden. Das hält das Rennen aber nicht davon ab, richtig Fahrt aufzunehmen. Das Peloton erreicht die Pyrenäen, die erste Bergwertung wartet. Insgesamt bringt es die Etappe auf fast 2700 Höhenmeter.
Auf den ersten Kilometern ist davon jedoch wenig zu merken. An der Mittelmeerküste in Gruissan startet das Teilstück. Nach einem kleinen Bogen Richtung Norden führt der Kurs dann erstmal überwiegend nach Süden bis an die Stadtgrenze von Perpignan. Etwa zur Hälfte der 174 Kilometer langen Etappe beginnt das Terrain dann zu steigen.
Das Profil nimmt damit Anlauf zum Col du Mont-Louis (1. Kategorie). Der Anstieg ist mehr als 19 Kilometer lang, im Mittel 4,8 Prozent steil. Ein kurzes Plateau, eine kleine Abfahrt - dann kommt auch schon der Schlussanstieg nach Font Romeu (2. Kategorie). Mit fünf Prozent ist er im Mittel ähnlich steil, bei 9,8 Kilometern aber nur halb so lang. Maximal lauern dort acht Prozent, insgesamt geht es aber doch recht gleichmäßig bergauf ins Ziel.
Auf die Bergfahrer der Vuelta wartet die erste Prüfung der Rundfahrt. Es ist eine gute zum Reinkommen. Es geht zwar lange bergauf, doch die großen Steigungsprozente lassen noch auf sich warten. Sowohl der erste als auch der zweite Anstieg gehen noch als Rollerberge durch. Deswegen werden auch die Abstände, die der Tag liefert, noch nicht allzu groß sein.
Allerdings hat der Auftakt bereits gezeigt, dass Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) auch bei der Vuelta ein einsames Rennen fahren dürfte. Wenn der Slowene Lust auf einen Start-Ziel-Sieg im Roten Trikot hat, spricht kaum etwas dagegen, dass er hier weiter auf Etappenjagd geht. Ansonsten stünden in Mikel Landa (Soudal Quick-Step) oder Richard Carapaz (EF Education - EasyPost) Fahrer zur Verfügung, die nur zu gerne auf Etappenjagd gehen.
Allerdings könnten hier auch gleich die Ausreißer auf ihre Kosten kommen, falls Pogacar kein Interesse am Tagessieg hat. Die Berge sind nicht allzu schwierig, eine gute Gruppe mit frischen Kräften kann bei ausreichend Vorsprung um den Sieg fahren.
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