Sebastian Lindner
· 22.08.2026
Nach einem kompletten Tag im Fürstentum wird Monaco auch nochmal den Start der 2. Etappe veranstalten. Ziel ist Manosque im Herzen der Provence. 214 Kilometer sind zu absolvieren - auf die kürzeste Etappe der Spanienrundfahrt zum Auftakt folgt damit gleich die längste.
Die Strecke führt nach Westen, zunächst an der Côte d’Azur entlang durch Nizza. Sobald der Parcours dann aber etwas ins Hinterland abdriftet, wird es hügeliger. Große Berge warten zwar nicht - auf dem Programm stehen lediglich zwei Bergwertungen der 3. Kategorie - aber es bleibt bis ins Ziel den Tag über profiliert, sodass am Ende etwas mehr als 3000 Höhenmeter zusammenkommen. Auch auf den letzten fünf Kilometern müssen nochmal rund 100 Höhenmeter zurückgelegt werden, was in etwa zwei Prozent Steigung im Mittel macht.
Manosque war in den 1950er und 1960er Jahren regelmäßig Teil von Paris-Nizza. Heute ist es die Tour de la Provence, die immer wieder zu Gast ist. Letzter Sieger war dort 2025 Mads Pedersen (Lidl - Trek). Die 23.000 Einwohner zählende Stadt war aber auch schon zwei Mal Teil der Tour de France als Start- und Zielort.
3000 Höhenmeter sind viel, verteilen sich aber auch auf eine große Distanz. Wenn es bergauf geht, wird es nie wirklich steil, wenn überhaupt lässt sich von Rollerbergen sprechen. Die letzten fünf Kilometer des Tages und auch ein zwölf Kilometer langer Abschnitt nach dem Zwischensprint rund 20 Kilometer vor dem Ziel gehen mit rund 2,5 Prozent fast noch eher als “false flat” durch und werden keinen der Sprinter im Feld aus den Schuhen holen - vor allem nicht am Anfang der Rundfahrt.
Dazu kommt: die wenigen Sprinter, die sich zur Vuelta eingeschrieben haben, sind ohnehin überwiegend aus der Kategorie “bergfest”. Allen voran Mads Pedersen (Lidl - Trek), aber auch Männer wie Orluis Aular (Movistar Team) oder Bryan Coquard (Cofidis). Auch die beiden Sprinter mit der vermutlich höchsten Endgeschwindigkeit, Jordi Meeus (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike) werden sich hier nicht lumpen lassen. Und dann sind da noch allerhand endschnelle Allrounder wie Wout van Aert, Christophe Laporte (beide Team Visma | Lease a Bike) oder Axel Laurance (Netcompany INEOS) werden bereit sein, falls es doch etwas schwieriger wird als erwartet.
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