In Dos Hermanas, einer Satellitenstadt von Sevilla, startet erstmals eine Etappe der Vuelta. Das 17. Teilstück führt die Profis zunächst nach Süden aus der Agglomeration heraus - und dann über einen Bogen in östlicher Richtung wieder hinein.
Höhenmeter sind auf den 185 Kilometern fast kaum zu absolvieren. Nur 1000 liegen vor den Fahrern, die sich auf zwei Anhöhen verteilen, die etwa zum Ende des ersten und zweiten Drittels der Etappe erreicht werden.
Die letzten 50 Kilometer bis ins Ziel sind dann auch nur noch leicht abschüssig beziehungsweise komplett flach. Im Zentrum von Sevilla fährt das Feld dann noch eine kleine Schlaufe, bevor am Ufer des Guadalquivir gesprintet wird. Rund 1300 Meter vor dem Ziel wird eine Brücke überquert. Danach führt die Strecke ohne größere Hindernisse in einem seichten Linksbogen direkt zum Ziel.
Um insgesamt 16. Mal endet in Sevilla eine Etappe der Vuelta. Letztmals war das vor zwei Jahren der Fall. 2024 siegte Pavel Bittner für dsm-firmenich PostNL hauchzart vor Wout van Aert, der schon damals für Visma | Lease a Bike im Grünen Trikot sprintete.
Auch die Konkurrenz macht sich langsam Sorgen. “Mit so einem Leadout ist Brennan wahrscheinlich unschlagbar”, sagte Vito Braet (Lotto Intermarché), der tags zuvor Dritter geworden war. Der Belgier ist wohl nicht der Einzige, der dieser Tage ähnlich denkt. Auch in Sevilla stellt sich die Frage, wie Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike) denn zu bezwingen ist. Die Antwortet lautet wahrscheinlich: In einem Sprint ohne Stürze wahrscheinlich gar nicht.
Also muss die Konkurrenz versuchen, den Briten aus dem Rennen um den Tagessieg zu nehmen. Freilich nicht auf unfaire Weise, sondern über die eine Ausreißergruppe. Dafür müssten allerdings mehr als fünf Teams wie am Vortag Interesse daran zeigen, einen Profi in die Flucht zu schicken. Theoretisch sollte das machbar sein. Denn die Liste an Teams, die bei dieser Vuelta nichts gewinnen können außer Etappensiege als Ausreißer ist deutlich zweistellig. Visma ist nicht mehr komplett, hat bereits zwei Aufgaben zu verzeichnen. Muss die Mannschaft die Nachführarbeit komplett allein organisieren, könnte eine große Gruppe eine echte Herausforderung für die Männer in Gelb werden.
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