Die Etappe vor dem zweiten Ruhetag beginnt flach und endet auch so. Dazwischen warten aber 3500 Höhenmeter im Stile eines Ardennenklassikers. Kürzere und mittellange Anstiege reihen sich aneinander und geben kaum Momente für Verschnaufspausen: Das klassische Haifisch-Profil auf Mittelgebirgsniveau.
In Palma del Río nordöstlich von Sevilla beginnt erstmals eine Etappe der Vuelta. Nach 20 flachen Kilometern in nördlicher Richtung hebt sich das Profil langsam, schon bald wartet dann auch die erste von drei Bergwertungen der dritten Kategorie. Weiter in gleicher Richtung passieren die Fahrer nach 60 Kilometern Villaviciosa de Córdoba. Von dort geht es auf eine knapp 40 Kilometer lange Runde, an deren Ende die zweite Bergwertung wartet.
Ein paar Kilometer führt die Strecke danach auf der gleichen Straße, auf der sie sich zuvor in der entgegengesetzten Richtung bewegte, bevor sie dann nach Osten Richtung Córdoba abbiegt. Auf dem Weg ins Ziel wartete 35 Kilometer vor dem Ziel die letzte Bergwertung. 18 Kilometer vor dem Ziel geht es in die Abfahrt, die letzten zehn sind dann flach.
Das Profil her könnte eigentlich kaum besser geeignet sein für eine Ausreißergruppe. Mittelgebirge, viele Anstiege, ein flaches Finale. Der Kampf um die Gruppe wird hart sein. Und er wird sich vermutlich bis tief in den Etappenverlauf ziehen. Hat sich dann eine Gruppe gelöst, wird die Stune von Visma | Lease a Bike schlagen.
Das Schema bei dieser Vuelta ist recht eindeutig: Sofern keine harte Bergetappe ansteht, ist es die niederländische Mannschaft, die die Geschicke in die Hand nimmt. Und das zumeist auch erfolgreich. Denn mit Matthew Brennan hat Visma nicht nur den besten Sprinter der Rundfahrt im Team, sondern auch einen, der gut über die Berge kommt. Und dann ist da ja auch noch Wout van Aert. Beide haben bei dieser Spanienrundfahrt bereits Etappen gewonnen, harmonieren gut, gönnen sich gegenseitig den Erfolg.
Sollte es für Brennan wider Erwarten zu schwierig werden, könnte der Belgier im Finale einspringen. Bringt Visma seinen Topsprinter aber an der Spitze des Feldes über die letzte Bergwertung, wird sich van Aert für den Youngster einsetzen.
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