Leon Weidner
· 20.07.2026
TOUR: Hi Felix, was machen die Beine bis jetzt und wie läuft die Tour de France für dich? Fühlst du dich bereit für die letzte Woche?
Felix Engelhardt: Eigentlich soweit ganz gut. Die Beine werden eher besser als schlechter. Aber die Vorbereitung war nicht ganz ideal. Daher war es auch zu erwarten, dass die Ergebnisse jetzt nicht die ganz Großen sind. Ist aber definitiv eine schwere Tour, vor allem die letzte Woche wird noch mal richtig hart. Ich freue mich schon (lacht).
TOUR: Merkst du irgendeinen Unterschied, was das Medieninteresse betrifft, seitdem du die deutsche Meisterschaft dieses Jahr gewonnen hast?
Felix Engelhardt: Auf jeden Fall ganz anders! Allgemein sind die deutschen Medien viel stärker vertreten bei der Tour de France, als bei anderen Rennen. Mit dem Meistertrikot ist das schon nochmal extremer.
TOUR: Bevor es jetzt in die letzte Woche geht, habt ihr heute nochmal einen Ruhetag. Was macht ihr an so einem Tag?
Felix Engelhardt: Ich habe mehr oder weniger ausgeschlafen, dann sind wir entspannt einen Kaffee trinken gefahren und danach noch Physio und Massage. Wir müssen einmal die Ersatzräder durchchecken, im Anschluss geht’s zu Meetings mit dem Performanceteam und Management. Abends habe ich dann aber nicht mehr viel zu tun, nur noch essen und dann soll es das gewesen sein.
TOUR: Zurück zum Geschehen... Hast du einen speziellen Geruch oder ein Geräusch im Kopf, das du mit der Tour de France verbindest?
Felix Engelhardt: (lacht) So ein leichter Tinitus von von den Bergetappen. Spaß beiseite, die Fans und der Lärm an der Strecke sind einfach unfassbar, das kann man mit keiem anderen Rennen vergleichen. Normalerweise haben wir den den Funk genauso im Ohr wie jetzt auch. Aber bei der Tour kannst du es einfach vergessen etwas zu verstehen, wenn das Rennen in die heiße Phase geht, dann verstehst du gar nichts mehr. Ich fahre dann wie in einem Tunnel vor mich hin, das ist bei keinem anderen Rennen so.
TOUR: Und Le Markstein, mit den vielen deutschen Fans...
Felix Engelhardt: Das war einfach Next Level! Die Menge an Fans und vor allem die deutschen Fans, das habe ich so niemals erwartet. Wirklich Gänsehaut Feeling pur.
TOUR: Die 19. und 20. Etappe, die werden am Ende richtig hart. Wie sieht da der Fahrplan des Teams aus?
Felix Engelhardt: Für Luke Plapp und Ben O’Connor ist das auf jeden Fall eine Etappe mit der Möglichkeit in eine Gruppe zu kommen. Ich meine Pogacar will auf jeden Fall in Alpe d’Huez gewinnen, das hat er ja schon gesagt. Und wenn er das gewinnen möchte, dann wird er das wahrscheinlich auch. Wir haben bis jetzt keine einzige Gruppe verpasst als Team, also wer weiß.
TOUR: Auf der 17. Etappe geht es von Chambéry nach Voiron, das könnte doch eine Etappe für dich sein mit der fiesen Welle kurz vor Ziel. Hast du dir die Etappe schon angeschaut und im Kalender angestrichen?
Felix Engelhardt: Vorgemerkt auf jeden Fall, das ist wieder eine Etappe bei der ich All-in gehen will. Die Etappe die Mads Pedersen gewonnen hat, die die Mauro Schmid gewonnen hat und die 17. Etappe haben sich glaube ich viele angestrichen, als mögliche Ausreißeretappen. Das wird auch am Dienstag wieder ein Spektakel werden!
TOUR: Aktuell steht die Deutschland Tour bei dir noch nicht im Rennprogramm, im Meistertrikot ist das eigentlich ein Muss...
Felix Engelhardt: Mein Team fährt ja leider die Deutschland Tour nicht. Deswegen ist es eventuell eine Möglichkeit mit der Nationalmannschaft zu starten, aber das kommt jetzt ein bisschen darauf an, wie das Team sich letztendlich entscheidet. Das liegt dann nicht mehr in meiner Hand... ich würde auf jeden Fall gerne dort starten.
TOUR: Vielen Dank Felix und eine erfolgreiche letzte Woche bei der Tour.
Felix Engelhardt: Danke und bis dann!

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