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Die Tour de France Femmes avec Zwift 2026 findet vom 1. bis 9. August 2026 statt. 21 Teams mit jeweils sieben Fahrerinnen gehen an den Start, insgesamt sind damit 147 Rennfahrerinnen dabei. Die Rundfahrt führt über Kilometer durch die Schweiz und Frankreich und umfasst neun Etappen.
Neben den Etappensiegen entscheiden mehrere Wertungen über die Trikots und Auszeichnungen. Das Gelbe Trikot steht für die Gesamtleistung, Grün belohnt Sprintstärke, Weiß zeichnet die beste junge Fahrerin aus und das gepunktete Trikot gehört der besten Kletterin.
| Trikot | Wertung | Was wird belohnt? |
| Gelbes Trikot | Gesamtwertung | Die geringste Gesamtzeit |
| Grünes Trikot | Punktewertung | Ergebnisse bei Etappenankünften und Zwischensprints |
| Gepunktetes Trikot | Bergwertung | Punkte an kategorisierten Anstiegen |
| Weißes Trikot | Nachwuchswertung | Die beste Fahrerin unter 23 Jahren |
| - | Teamwertung | Die stärkste Mannschaft |
| - | Kämpferischste Fahrerin | Offensives und aktives Rennverhalten |
| - | Beste Teamkollegin | Besonders wichtige Unterstützung für das eigene Team |
Das Gelbe Trikot trägt die Führende der individuellen Gesamtwertung. Entscheidend ist die addierte Fahrzeit aller Etappen. Wer nach der letzten Etappe die geringste Gesamtzeit aufweist, gewinnt die Tour de France Femmes.
Die Gesamtwertung belohnt deshalb keine einzelne Spezialfähigkeit. Eine Anwärterin auf den Gesamtsieg muss auf unterschiedlichen Strecken konkurrenzfähig sein:
Auf dem Programm für 2026 stehen drei flache, drei hügelige und zwei bergige Etappen sowie ein Einzelzeitfahren über 21 Kilometer. Besonders wichtig werden voraussichtlich die Bergankunft am Mont Ventoux und die abschließende Bergetappe rund um Nizza.
Das Team der Gesamtführenden übernimmt häufig die Kontrolle im Peloton. Die Teamkolleginnen halten Ausreißerinnen auf Abstand, schützen ihre Kapitänin vor Stürzen und sorgen an wichtigen Anstiegen für ein hohes Tempo. Diese Kontrolle kostet jedoch Energie. Eine Mannschaft kann nicht jede Attacke verfolgen. Deshalb muss sie abwägen:
Gerade bei einer Rundfahrt mit knappen Zeitabständen können wenige Sekunden über das Gelbe Trikot entscheiden, wie 2024, als Kasia Niewiadoma mit nur vier Sekunden Vorsprung vor Demi Vollering die Tour de France Femmes avec Zwift gewann.
Das Grüne Trikot gehört der Führenden der Punktewertung. Punkte gibt es bei den Etappenankünften und an den Zwischensprints. Damit richtet sich die Wertung vor allem an schnelle und konstante Fahrerinnen.
Eine Sprinterin kann bei mehreren flachen Etappen viele Punkte sammeln. Sie muss aber nicht jede Etappe gewinnen. Regelmäßige Top-Platzierungen und erfolgreiche Zwischensprints können wichtiger sein als ein einzelner Sieg. Das aktuelle Paradebeispiel dafür ist Mads Pedersen, der bei der Tour der Männer das Grüne Trikot mit nur einem Etappensieg gewann, während der Sprinter Tim Merlier gleich drei Etappen für sich entschied. Zwar schied Merlier nach der 15. Etappe aus und kam somit nicht mehr für den Gewinn des Trikots in Frage. Jedoch reichten ihm seine drei Etappensiege nicht, um Pedersen das Grüne Trikot zwischenzeitlich abzunehmen.
Ein Zwischensprint kann das Rennen bereits viele Kilometer vor dem Ziel beschleunigen. Dabei kommt es darauf an, ob sich eine Ausreißergruppe gebildet hat, die die Sprintpunkte unter sich aufteilt oder das Feld gesammelt auf die Wertung zurollt, wobei sich die Anwärterinnen auf das Grüne Trikot frühzeitig in eine gute Position bringen müssen.
Auch eine einzelne Ausreißerin kann von einem Zwischensprint profitieren. Selbst wenn sie später eingeholt wird, sammelt sie wichtige Punkte für die Grüne Wertung. Dadurch entstehen Konflikte zwischen verschiedenen Rennzielen:
Die 2026er Strecke bietet den endschnellen Fahrerinnen mehrere Gelegenheiten. Die Etappen rund um Lausanne, Genf, Sisteron und Nizza gehören zu den Abschnitten, in denen die Punktewertung besonders im Mittelpunkt stehen dürfte. Die längste Etappe führt über 171,9 Kilometer von Sisteron nach Nizza.
Das weiße Trikot mit roten Punkten zeichnet die Führende der Bergwertung aus. Punkte werden an klassifizierten Anstiegen, Bergpässen und Bergankünften vergeben. Die Anstiege werden nach ihrer Schwierigkeit eingestuft, von der vierten Kategorie bis zur höchsten Kategorie, Hors Catégorie (HC).
Bei der Tour de France Femmes 2026 werden 39 klassifizierte Anstiege, Pässe oder Bergankünfte bewältigt.
Der Mont Ventoux ist mit 1910 Metern der höchste Punkt der Tour de France Femmes 2026. Die Bergankunft steht am 7. August auf dem Programm und dürfte sowohl die Bergwertung als auch die Gesamtwertung entscheidend beeinflussen. Die Rundfahrt weist insgesamt 18.795 Höhenmeter auf. Damit bietet sie den Kletterinnen zahlreiche Möglichkeiten, Punkte zu sammeln und Zeit auf die Konkurrenz herauszufahren.
Die Interessen der Bergfahrerinnen können dabei unterschiedlich sein:
Das gepunktete Trikot muss deshalb nicht zwingend von der besten Gesamtklassement-Fahrerin gewonnen werden.
Das Weiße Trikot geht an die beste Fahrerin unter 23 Jahren. Anders als bei der Punkte- oder Bergwertung werden dafür keine eigenen Punkte gesammelt. Maßgeblich ist die Platzierung der jüngeren Fahrerinnen in der Gesamtwertung.
Die Nachwuchswertung zeigt, welche jungen Fahrerinnen bereits mit den erfahrenen Profis mithalten können. Eine Kandidatin kann sich besonders im Zeitfahren, an den Bergen oder als vielseitige Gesamtfahrerin auszeichnen.
Für die Teams ist das Weiße Trikot häufig auch ein Zukunftsprojekt. Eine junge Fahrerin beginnt die Rundfahrt möglicherweise als Helferin. Wenn sie nach einigen Etappen gut platziert ist, kann das Team ihre Rolle verändern und ihr mehr Freiheiten geben.
Die Teamwertung bewertet nicht nur die Leistung einer einzelnen Kapitänin, sondern ergibt sich aus den aufsummierten Zeiten der drei stärksten Fahrerinnen. Das setzt voraus, dass mehrere Fahrerinnen konstant gute Zeiten erreichen. Die Teamwertung macht sichtbar, was in der Fernsehübertragung oft weniger auffällt: Nämlich die starken Platzierungen hinter den Etappensiegerinnen. Eine Fahrerin kann auf einen eigenen Etappenerfolg verzichten, um ihre Kapitänin und ihre Zeit zu schützen. Sie kann im Wind arbeiten, Verpflegung holen oder an einem Anstieg das Tempo vorgeben und rollt anschließend immer noch mit einer guten Zeit nach einigen anderen Fahrerinnen über die Ziellinie. Diese Arbeit ist für den Ausgang der Rundfahrt entscheidend, erscheint aber nicht immer in den Top-Platzierungen der Ergebnislisten.
Der Preis für die kämpferischste Fahrerin würdigt offensives Rennverhalten. Im Mittelpunkt stehen Attacken, lange Ausreißversuche und der Wille, eine Etappe aktiv zu gestalten. Die Auszeichnung ist keine Zeit- oder Punktewertung, sondern wird von einer Jury vergeben. Sie kann auch an eine Fahrerin gehen, die den Etappensieg verpasst. Eine lange Fluchtgruppe, mehrere Angriffe oder eine wichtige Aktion im Finale können dafür ausschlaggebend sein. Für Mannschaften ohne realistische Chance auf das Gelbe Trikot ist dieser Preis besonders interessant. Eine offensive Fahrerin kann:
Neben den erörterten Wertungen wird ein Preis für die beste Teamkollegin vergeben. Damit wird eine Rolle ausgezeichnet, die für den Erfolg einer Mannschaft unverzichtbar ist, aber in der öffentlichen Wahrnehmung häufig weniger Aufmerksamkeit erhält. Die Gewinnerin wird von einer Jury unter dem Vorsitz des Rennleiters ausgewählt und am Ende der Tour de France Femmes avec Zwift ausgezeichnet.
Eine besonders wertvolle Teamkollegin kann zum Beispiel:
Der Preis passt damit zu einem zentralen Prinzip des Etappenrennens: Der Erfolg einer einzelnen Fahrerin wird meist von der Arbeit mehrerer Teamkolleginnen vorbereitet.
Die Wertungen laufen nicht unabhängig voneinander ab. Eine Ausreißerin kann gleichzeitig Bergpunkte sammeln, die Gesamtwertung verbessern und zur kämpferischsten Fahrerin des Tages gewählt werden. Eine Sprinterin kann das Grüne Trikot verteidigen, obwohl sie in den Bergen viel Zeit verliert. Die Gesamtführende kann gleichzeitig die Beste in der Bergwertung sein.
Die verschiedenen Wertungen der Tour de France Femmes 2026 machen sichtbar, welche Fähigkeiten den Radsport prägen. Das Gelbe Trikot steht für die schnellste Gesamtzeit und somit für den Gesamtsieg, die weiteren Wertungen für Sprintstärke, Kletterqualitäten, Nachwuchs, Teamarbeit und den Mut zur Attacke.

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