Tour de France 2026Vorschau 9. Etappe: Sägezähne vorm Ruhetag

Sebastian Lindner

 · 11.07.2026

Tour de France 2026: Vorschau 9. Etappe: Sägezähne vorm RuhetagFoto: Getty Images / Tim de Waele
EIne waldreiche Hügellandschaft wartet auf der 9. Etappe auf das Peloton, bei der der Sieger aus einer Ausreißergruppe kommen könnte.
​Die Tour de France ist das wichtigste Rennen im Radsport. Die 113. Auflage führt 2026 vom 4. bis 26. Juli über 3300 Kilometer und mehr als 54.000 Höhenmeter von Barcelona nach Paris. Das ist die 9. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 9. Etappe der Tour de France 2026

  • Sonntag, 12. Juli: Malemort - Ussel
  • 185,5 Kilometer, 3300 Höhenmeter (hügelig)
  • Bergwertungen: KM 77 (3. Kat), KM 105 (2. Kat), KM 129,4 (3. Kat), KM 161 (4. Kat)
  • Zwischensprint: KM 44,9
  • Start: 13:35 Uhr, Ziel: ca. 17:47 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 9. Etappe der Frankreich-Rundfahrt

Das Profil der 9. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Das Profil der 9. Etappe der Tour de France 2026

Unmittelbar vor dem ersten Ruhetag steuert die Tour das zweite Gebirge der Rundfahrt an: das Zentralmassiv. Die 8000-Einwohner-Gemeinde Malemort ist dafür Ausgangspunkt für die 9. Etappe. Sie ist, wie das Ziel in Ussel, erstmals im Programm. Das Terrain, auf dem sich die Fahrer auf den anstehenden 185 Kilometern bewegen werden, ist allerdings durchaus bekannt.

Um auf 3300 Höhenmeter, ohne dabei auch nur einmal oberhalb von 1000 Metern über dem Meeresspiegel zu landen, sind einige Hügel notwendig. Das Profil gleicht entsprechend auch einer Säge, an der der eine oder andere Zahn aber bereits stumpf oder herausgebrochen ist. Zunächst macht die Strecke, die hauptsächlich gen Norden führt, einen kleinen Südschlenker. Früher als auf den meisten anderen Etappen wird dann bereits nach 45 Kilometern der Zwischensprint abgenommen. Die ersten vier größeren Anstiege sind da schon absolviert.

Sechs weitere sollen folgen, vier davon sind dann auch als Bergwertung deklariert, das 3,8 Kilometer lange und 7,7 Prozent steile Stück nach Suc au May sogar als 2. Kategorie. Die Hälfte der Strecke liegt da bereits hinter den Fahrern, vielleicht sogar die schwierigere, wobei das Profil den ganzen Tag über wellig bleibt. 40 Kilometer vor dem Ziel dreht die Strecke dann nach Osten ab und nimmt Kurs auf Ussel, das mit 9000 Einwohnern ähnlich groß ist wie Malemort. Im Finale ist das Terrain abschüssig - bis zum letzten Kilometer, der auf innerstädtischem Terrain wieder ansteigt, dabei aber auf größere Kurven verzichtet.

Die Strecke der 9. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Die Strecke der 9. Etappe der Tour de France 2026

Sportliche Einschätzung zur 9. Etappe der Tour de France 2026

3300 Höhenmeter sind stattlich und für die Sprinter, selbst einen wie Mads Pedersen (Lidl - Trek), höchstwahrscheinlich zu viel. Eine Chance wie auf der 4. Etappe wird der Däne kaum nochmal bekommen. Andererseits ist das Terrain für die Kletterer wiederum eigentlich zu leicht. Und das Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) mal wieder alles zuzutrauen ist, hat er im Laufe der Rundfahrt bereits bewiesen.

Wahrscheinlicher als dass die Klassementfavoriten es krachen lassen, ist eine große Ausreißergruppe, die sich früh löst und unter der Gnade von UAE auch durchkommt, wenn auch nicht mit einem extravaganten Vorsprung wie an Tag vier. Im Peloton stecken noch reichlich Teams, die sich bislang noch nicht nach ihrem Geschmack präsentieren konnte. Allen voran ist Tudor zu nennen, das in Julian Alaphilippe und Marc Hirschi eigentlich gleich zwei namhafte Profis in seinen Reihen hat, die - so die Form denn stimmt - auf diesem Terrain gut aussehen könnten. Auch die bislang blass gebliebenen Stars Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) und Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) sollten sich hier eigentlich gut zurechtfinden. Aber auch Uno-X Mobility könnte nach dem Ausscheiden ihres Mannes in Gelb, Torstein Traeen, hier mit Jonas Abrahamsen oder Sören Waerenskjold glänzen.

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