Neu und arriviert treffen auf der 7. Etappe aufeinander. Aus der kleinen Start-Gemeinde Hagetmau, die erstmals im Programm der Tour steht, führt die Strecke geradewegs Richtung Norden nach Bordeaux, das zum 82. Mal Start- oder Zielort ist. Nur in Paris gastierte die Frankreich-Rundfahrt häufiger. Der Weg in die französische Metropole ist dabei komplett flach. Nur 850 Höhenmeter warten auf den 175 Kilometern. Weniger sind es - abgesehen von den Zeitfahren - auf keiner anderen Etappe, nicht mal beim Finale in Paris.
Der ganze Tag führt durchs ländliche Frankreich, Städte werden fast kategorisch gemieden, Mont-de-Marsan nach 25 Kilometern mit gut 30.000 Einwohnern die einzige größere Agglomeration, die durchfahren wird. So, wie größere Ortschaften fehlen, fehlen aber auch die topografischen Hürden. Eine Bergwertung der 4. Kategorie gibt es etwa 40 Kilometer vor dem Ziel trotzdem. 1200 Meter mit 4,4 Prozent im Schnitt müssen dort bewältigt werden.
Der Rest des Tages spielt sich dann fast auf Meeresspiegelniveau ab. Bordeaux liegt nur sechs Meter über Null. Die letzten Kilometer des Tages führen entlang der Garonne, direkt am Ufer des Flusses wird auf einer fast 4000 Meter langen, leicht gebogenen Zielgeraden um den nächsten Tagessieg gesprintet.
Zum zweiten Mal in dieser Rundfahrt sind die Sprinter gefragt. In Bordeaux trafen die schnellen Männer zum letzten Mal 2023 aufeinander, siegreich war damals Jasper Philipsen. Das könnte auch dieses Mal der Fall sein, der Belgier geht auf jeden Fall als einer der Favoriten in den Tag.
Dass die Sprinter den Sieg unter sich ausmachen, ist dagegen kaum in Frage zu stellen. Die Etappe bietet für Ausreißer keine Angriffspunkte, es geht maximal dann, wenn sich die Teams der schnellen Männer heftig verkalkulieren. Doch da es neben Philipsens Alpecin - Premier Tech noch reichlich andere Teams gibt, die auf die Sprinterkarte setzen, allen voran Soudal Quick-Step mit Tim Merlier, ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht, äußerst gering.
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