Tour de France 2026Vorschau 14. Etappe: Grenzerfahrung in den Vogesen

Sebastian Lindner

 · 17.07.2026

Tour de France 2026: Vorschau 14. Etappe: Grenzerfahrung in den VogesenFoto: Getty Images / Jean Catuffe
2023 war Tadej Pogacar der bislang letzte Sieger in Le Markstein.
​Die Tour de France ist das wichtigste Rennen im Radsport. Die 113. Auflage führt 2026 vom 4. bis 26. Juli über 3300 Kilometer und mehr als 54.000 Höhenmeter von Barcelona nach Paris. Das ist die 14. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 14. Etappe der Tour de France 2026

  • Samstag, 18. Juli: Mulhouse - Le Markstein
  • 155,3 Kilometer, 3800 Höhenmeter (bergig)
  • Bergwertungen: KM 36,6 (1. Kat), KM 71,3 (2. Kat), KM 94,4 (1. Kat), KM 149,4 (1. Kat)
  • Zwischensprint: KM 12,6
  • Start: 13:10 Uhr, Ziel: ca. 17:24 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 14. Etappe der Frankreich-Rundfahrt

Das Profil der 14. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Das Profil der 14. Etappe der Tour de France 2026

In Mulhouse in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland startet die 14. Etappe, die sich überwiegend in den Vogesen abspielen wird. 3800 Höhenmeter machen den Tag zu einem wahren Bergspektakel. Und das beginnt schon früh. Sobald nach knapp 13 Kilometern der Zwischensprint abgenommen wird, beginnt der 22 Kilometer lange, zweistufige Anstieg zum Grand Ballon (1. Kategorie). Der höchste Berg der Vogesen wird auf 1336 Metern über dem Meeresspiegel passiert.

Kurz nach dem Gipfel fährt die Strecke durch Le Haag und dann weiter zur ersten Überquerung der Ziellinie im Skiort Le Markstein. Diese sechs Kilometer zwischen beiden Orten werden zwei Mal gefahren. Denn nach dem Zielstrich beschreibt die Strecke ein wahre Runde, auf der einige der markantesten Anstiege der Vogesen absolviert werden. Über den unkategorisierten Col d’Oderen geht es weiter zum Col du Page (2. Kategorie), runter nach Bussang und dann - wie schon am Tag zuvor - wieder über den Col d’Alsace (1. Kategorie).

Wieder folgt eine lange Abfahrt und mit dem Col du Hundsruck ein weiterer unkategorisierter Anstieg, ehe eine Premiere ansteht. Über eine gut elf Kilometer lange und im Mittel etwas mehr als sieben Prozent steile Anfahrt, die erst kürzlich von einem serpentinenreichen Waldweg zu einer mit dem Rennrad befahrbahren Strecke ausgebaut wurde, geht es den Col du Haag (1. Kategorie) hinauf. Der Durchschnittswert wird täuscht, da eine kurze Zwischenabfahrt mit eingepreist ist. Weite Teile bewegen sich um die neun Prozent.

Die sechs Kilometer nach der Bergwertung bis ins Ziel sind dann aber flach beziehungsweise sogar leicht abfallend.

Die Strecke der 14. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Die Strecke der 14. Etappe der Tour de France 2026

Sportliche Einschätzung zur 14. Etappe der Tour de France 2026

In den Vogesen wartet einer der schwierigsten Tage der gesamten Tour. Zwar ist die Etappe recht kurz, doch muss von Beginn an geklettert werden, es geht entweder hoch oder runter, häufig auf engen Straßen. Das bedeutet volle Konzentration über die gesamten gut vier Stunden. Es wird intensiv.

Die letzten Kilometer der 14. Etappe der Tour de France 2026.Foto: A.S.O.Die letzten Kilometer der 14. Etappe der Tour de France 2026.

Vor allem für die Klassementfahrer. Hier kann sich keiner verstecken, eine Schwächephase wird sofort bestraft. Die große Frage des Tages lautet: Wann greift Pogacar an? Prädestiniert ist dafür der letzte Anstieg, denn es ist der steilste. Doch Pogacar fährt - auch wenn es Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) noch nicht zugeben will - ohnehin sein eignes Rennen. Und im Kampf um Rang zwei oder zumindest Rang drei wird es verschiedene Taktiken geben.

Da fast alle Spitzenteams noch zwei gut platzierte Fahrer im Rennen haben, ist ein früher Angriff mit einem der beiden, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen, denkbar. Der Ballon d’Alsace würde sich dafür anbieten, aber auch ein ganz früher Vorstoß mit der ersten Spitzengruppe, die dann aber Probleme bekommen könnte, wirklich wegzukommen.

Die Etappe hat auf jeden Fall das Potenzial, den hinter Pogacar recht engen Kampf um die Plätze auf den Kopf zu stellen.

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