Nach zwei Sprintertagen nimmt die Tour de France zum 13. Teilstück wieder Kurs auf die Berge. Allerdings erst zum Ende der Etappe hin. Obwohl der Tag in den Ausläufern des Jura in Dole beginnt, sind die ersten 150 Kilometer, die allesamt in nordöstlicher Richtung verlaufen flach. Kurz davor wird in Mélisey, der Heimat von Publikumsliebling Thibaut Pinot, noch ein Sprint abgenommen. Doch das ist alles nur Anlauf.
Während einige Etappen dieser Tour dort schon längst im Finale angekommen wären, kommt auf dem 206 Kilometer langen Teilstück - dem einzigen dieser Rundfahrt über der 200er Marke - noch der entscheidende Abschnitt. Die Vogesen sind erreicht. Erst muss der Col de Croix (3. Kategorie) erklommen werden. Und dann wartet der Ballon d’Alsace (1. Kategorie), der es auf 8,9 Kilometer bei 6,9 Prozent im Mittel bringt.
Vom Gipfel sind es noch 30 Kilometer bis ins Ziel nach Belfort, die dann überwiegend in südlicher Richtung verlaufen - und fast ausschließlich abschüssig. Im Zielort wird es dann nochmal recht kurvig, auch 300 Meter vor dem Ziel wartet noch einen 90-Grad-Rechtskurve.
Im Grunde ist eine Etappe wie die 13. der Tour 2026 klassisches Ausreißerterrain. Ein langer Tag, an dem profiltechnisch zunächst wenig passiert, ein schwieriger Berg im Finale, aber keine Bergankunft. Doch was ist bei dieser Tour schon normal? Ob eine Gruppe geht und wie groß deren Chancen auf einen Tagessieg ist, wird letztlich wieder von den Plänen von Tadej Pogacar und dem UAE Team Emirates - XRG abhängen. Wenn der Mann in Gelb beschließt, um den Tagessieg kämpfen zu wollen, halten seine Männer die Gruppe so sehr an der kurzen Leine, dass er am Ballon angreift und vermutlich auch gewinnt.
Hat er vor der weit schwierigeren zweiten Vogesenetappe allerdings keine Lust auf Attacke, stehen die Chancen auf eine große Gruppe, die mit dickem Vorsprung in den Berg geht, so gut wie auf kaum einer anderen Etappe bei dieser Rundfahrt.
So oder so: Der Kampf um die erste Gruppe des Tages wird hart und vermutlich auch lange geführt werden, denn erst sieben der 23 Teams konnten bisher einen Sieg verzeichnen. Alle anderen müssen sich zeigen, denn an den noch ausstehenden Bergankünften wird es kaum etwas zu holen geben.
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