Sebastian Lindner
· 15.07.2026
Unweit vom Ziel des Vortages beginnt die 12. Etappe der Tour vor besonderer Kulisse. Die Motorsportrennstrecke Magny-Cours ist Ausgangspunkt einer weiteren Flachetappe. Im neutralisierten Modus drehen die Profis eine Runde über den früheren Formel-1-Kurs, bevor eine rein von West nach Ost verlaufende Route eingeschlagen wird.
Das Profil gleich dabei dem des Vortages. Ein früher Sprint nach 45,8 Kilometern, dann über den Tag verteilt mehrere kleine Bergwertungen der 4. Kategorie. Drei sind es dieses Mal an der Zahl, allesamt zwischen zwei und drei Kilometern lang und nie mehr als 4,5 Prozent im Mittel steil. Insgesamt sind 1800 Höhenmeter zu absolvieren. Das sind 400 mehr als am Vortag. Die finden sich vor allem im zweiten Teil des Tages wieder und sind Ausläufer des nahen Jura-Gebirges, lassen sich aber relativ bequem wegrollen.
Das Tagesziel liegt dann direkt am Ufer der Saone. Sprinterfreundlich sind vor allem auch die letzten Kilometer. Auf den 2000 Metern vor dem Zielstrich warten keine Kreisverkehre oder andere Hindernisse, die Stürze begünstigen könnten. Die Zielgerade ist ein leichter Rechtsbogen, der aber problemlos fahrbar ist. Wer unbedingt Kritik am Finale sucht, sieht vielleicht eine etwas schmale Zielankunft. Problematisch ist die aber eigentlich nicht.
Für die Sprinter ist die 12. Etappe die vorletzte Chance, bei dieser Tour einen Etappensieg zu feiern. Und bis zur letzten noch einige schwierige Aufgaben warten, ist es gut möglich, dass dann, am 17. Renntag, vielleicht gar nicht mehr alle dabei sind. Umso wichtiger wäre es für die schnellen Männer also, in Chalone-sur-Saone nochmal zuzuschlagen.
Die Chancen, dass auch dieses Mal keine Ausreißer durchkommen, stehen jedenfalls ganz gut. Wind spielt bei dieser Tour generell kaum eine Rolle. Und auch die letzten Wellen der Etappe sind dieses Mal nicht gefährlich genug, um wirklich für Gefahr zu sorgen. Auf den letzten 20 Kilometern wartet war nochmal eine Bergwertung, aber die ist nicht steil genug, um das Feld zu sprengen.
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