Tour de France 2026Vorschau 11. Etappe: Sprintertag zwischen Loire und Allier

Sebastian Lindner

 · 14.07.2026

Tour de France 2026: Vorschau 11. Etappe: Sprintertag zwischen Loire und AllierFoto: Getty Images / Doug Pensinger
2003 endete letztmals eine Etappe der Tour de France in Nevers. Damals siegte Alessandro Petacchi. Auf der 5. Etappe feierte er bereits seinen dritten Tagessieg.
​Die Tour de France ist das wichtigste Rennen im Radsport. Die 113. Auflage führt 2026 vom 4. bis 26. Juli über 3300 Kilometer und mehr als 54.000 Höhenmeter von Barcelona nach Paris. Das ist die 11. Etappe.

Themen in diesem Artikel

​Die wichtigsten Infos zur 11. Etappe der Tour de France 2026

  • Mittwoch, 15. Juli: Vichy - Nevers
  • 161,3 Kilometer, 1400 Höhenmeter (flach)
  • Bergwertungen: KM 32,9 (4. Kat), KM 123,4 (4. Kat)
  • Zwischensprint: KM 27,8
  • Start: 13:50 Uhr, Ziel: ca. 17:31 Uhr
  • Liveticker und Ergebnisse

Die Strecke der 11. Etappe der Frankreich-Rundfahrt

Das Profil der 11. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Das Profil der 11. Etappe der Tour de France 2026

Zwischen den Ausläufern des Zentralmassivs und dem Jura schlängelt sich die 11. Etappe der Tour entlang der Tiefebenen der Flüsse Allier und Loire von Vichy nach Nevers. Das Terrain ist dabei nicht komplett flach, immer wieder sind kleine Wellen zu überfahren. Jede für sich nicht die Welt, in Summe kommen dann über 161 Kilometer aber doch auch immerhin 1400 Höhenmeter zusammen.

Der Kurs bewegt sich dabei für die ersten 120 Kilometer geradewegs gen Norden. Nach knapp 28 Kilometern wird ein früher Zwischensprint abgenommen, kurz darauf auch die erste Bergwertung (4. Kategorie). Danach passiert relativ lange wenig. Kurz vor der zweiten Bergwertung des Tages (4. Kategorie) knickt die Strecke nach Westen ab, um über eine zusätzliche Schleife nach Norden aus jener Richtung nach Nevers einzufahren. Das Finale in der 33.000-Einwohner-Stadt ist übersichtlich, nur wenige Kurven sorgen für zusätzliche Gefahr.

Kurz vor dem Teufelslappen ist ein “S” zu durchfahren, danach warten noch zehn Kreisverkehre, die geradeaus durchfahren werden. Dazu ist die Zielgrade relativ schmal.

Die Strecke der 11. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Die Strecke der 11. Etappe der Tour de France 2026

Sportliche Einschätzung zur 11. Etappe der Tour de France 2026

Die bisherigen Flachetappen verliefen alle nach dem gleichen Muster und es gibt im Grunde auch kaum Gründe die dafür sprechen, dass es dieses Mal anders laufen sollte. Abgesehen vom frühen Zwischensprint vielleicht. Für Mads Pedersen (Lidl - Trek) waren die Punkte zwischendurch bisher die Basis für sein Grünes Trikot. Demnach könnte seinem Team daran gelegen sein, das Feld auf den ersten 28 Kilometern zusammenzuhalten. Allerdings birgt das auch das Risiko, dass sich dann auch die endschnelleren Sprinter einmischen und dem Dänen noch mehr Punkte abluchsen.

Spätestens danach wird sich aber ein kleines Ausreißergrüppchen finden, das den weiteren Etappenverlauf ein wenig beleben wird. Bei den bisherigen drei Anläufen war jedes Mal ein Profi von Lotto Intermarché dabei. Und da die Mannschaft nur wenig Möglichkeiten hat, sich auf andere Weise ins Licht zu rücken, wird es wahrscheinlich auch dieses Mal so sein.

Uno-X nutzte jede kleine Welle, um den Alltagstrott zu stören. Doch da die letzte Bergwertung dieses Mal noch weiter vom Ziel entfernt ist als zuletzt, sind die Chancen noch geringer, damit zum Erfolg zu kommen. Derweil wird Soudal - Quick-Step einmal mehr alles dafür tun, dass es zum Massensprint kommt, bei dem Tim Merlier nach seinen bisherigen Vorstellungen ganz eindeutig der Mann ist, den es zu schlagen gilt. Ob sich auch Alpecin - Premier Tech wieder so intensiv wie zuletzt an der Nachführarbeit beteiligen wird, ist hingegen offen, denn Jasper Philipsen konnte in den bisherigen Sprints trotz optimaler Ausgangspositionen nicht überzeugen.

Während sich Pascal Ackermann (Team Jayco AlUla) stetig verbessern konnte und gute Beine zu haben scheint, war die Ergebnis-Tendenz bei Max Kanter (XDS Astana Team) genau anders herum, was allerdings auch an ungünstigen Konstellationen im Finale lag, der gebürtige Cottbuser zuletzt ausgebremst wurde. Beide sind durchaus für ein Podiumsresultat gut. Bei Phil Bauhaus (Bahrain - Victorious) erscheint das aktuell eher unwahrscheinlich.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport

Shorts