Teams und Fahrer

Tour de France 2022: Die Teams - Ineos Grenadiers

Tour Magazin

 · 23.06.2022

Tour de France 2022: Die Teams - Ineos GrenadiersFoto: Getty Velo

22 Teams machen sich am 1. Juli auf den Weg der 109. Tour de France. Wir stellen Ihnen alle Mannschaften und ihre Kapitäne vor. Diesmal das Team Ineos Grenadiers.

Infos zum Team Ineos Grenadiers

Hauptsponsoren: Ineos, Grenadier

Branche: Chemie, Fahrzeugbau

Manager: David Brailsford, Rod Ellingworth

Sportliche Leiter: Carsten Jeppesen, Dario Cioni, Steve Cummings, Roger Hammond, Servais Knaven, Matteo Tosatto

Aktuelles Team-Rad: Pinarello Dogma F

Das Teamrad von Ineos Grenadiers stellt Pinarello.Foto: Getty Velo
Das Teamrad von Ineos Grenadiers stellt Pinarello.

Aktuelles Trikot

Foto: J. Reiner, VOR-ZEICHEN

Team Ineos Grenadiers: Mit neuer Strategie

Der britische Rennstall hat sich massiv gewandelt. Galt das Team lange als roboterhafte Langweilertruppe bei großen Rundfahrten wie der Tour de France, so ist jetzt Spektakel angesagt. “Auslöser war der Giro d’Italia 2020. Da haben wir uns gesagt, wir schauen nicht mehr auf die Gesamtwertung, sondern wollen jeden Tag Spaß am Rennen haben”, erzählt Teamchef David Brailsford.

Damals fiel Kapitän Geraint Thomas, Tour-Sieger zwei Jahre zuvor, früh durch einen Sturz aus. Die Truppe fuhr danach extrem offensiv und holte auf fast jedem Terrain Etappensiege, gekrönt vom Gesamtsieg des jungen Talents Tao Geoghegan Hart. “Da haben wir gemerkt, wir können Rennen anders gestalten und gewinnen”, resümiert Brailsford.

“Wir sorgen uns nicht mehr so sehr, wie viel Energie wir wann verlieren. Sondern wir wissen, wenn es uns wehtut, tut es den anderen noch mehr weh”, beschrieb er den neuen Stil - den man beim Giro allerdings wieder weniger beobachten konnte, als Richard Carapaz das Rosa Trikot in den letzten Tagen noch abgeben musste. “Der Mentalitätswechsel kommt auch mit den jungen Fahrern. Sie treten den älteren mächtig in die Hacken”, so Brailsford. Einer dieser Hackentreter, Daniel Felipe Martinez, ist bei dieser Tour der Mann fürs Podium.

Das Tour-de-France-Aufgebot von Ineos Grenadiers mit Startnummern

21 Geraint Thomas
22 Daniel Felipe Martinez
23 Jonathan Castroviejo
24 Filippo Ganna
25 Thomas Pidcock
26 Luke Rowe
27 Dylan van Baarle
28 Adam Yates

Der Kapitän

Daniel Felipe Martínez fuhr sich in den vergangenen drei Jahren ins Rampenlicht. 2020 gewann er, damals noch beim US-Rennstall EF, das Criterium du Dauphine, das als Generalprobe für die Tour de France gilt. Prompt verpflichtete ihn Ineos.

Daniel Felipe Martinez (rechts vorne) ist ein sehr angriffslustiger FahrerFoto: Getty Velo
Daniel Felipe Martinez (rechts vorne) ist ein sehr angriffslustiger Fahrer

Beim Giro 2021 war er treuester Begleiter von Landsmann Egan Bernal bei dessen Gesamtsieg und wurde selbst Fünfter. Nach Bernals schlimmem Trainingssturz rückte er zum Leader auf, gewann die Baskenland-Rundfahrt und ließ mit Top-Ergebnissen bei den Klassikern aufhorchen. Zudem ist er ein guter Zeitfahrer, er wurde dreimal Landesmeister.

Auf dem Papier ist dieser ausgeglichene Rundfahrer der heißeste Kandidat für Platz drei hinter den beiden Slowenen Pogacar und Roglic. Selbst nahm er nach seinem tollen Frühjahr den Mund ziemlich voll: “Als Team wollen wir den Radsport wieder dominieren. Wir sind dazu auf einem guten Weg.”

Die Teams der Tour de France im Portrait

18 World-Tour-Teams bei der Tour de France am Start

18 der 22 Mannschaften, die bei der Tour de France 2022 am Start stehen, besitzen eine World-Tour-Lizenz - damit sind sie zum Start bei der Frankreich-Rundfahrt gleichermaßen berechtigt wie verpflichtet. Vier Mannschaften gehören zu den Professional-Continental-Teams, der zweiten Liga des internationalen Radsports.

Die Teams Alpecin-Deceuninck und Arkea-Samsic sind als die beiden Vorjahresbesten dieser Kategorie qualifiziert; die beiden französischen Mannschaften B&B Hotels-KTM sowie TotalEnergies haben vom Tour-Veranstalter ASO eine Wildcard bekommen. Mit acht Teilnehmern pro Mannschaft umfasst das Peloton der Tour de France 2022 insgesamt 176 Rennfahrer.