In den ersten Wochen der Tour de France hatte die UCI erstmals die Ausweitung der Drei-Kilometer-Regel auf vier bzw. fünf Kilometer getestet, um die Sicherheit vor allem auf Flachetappen mit Massensprints zu erhöhen. Der Gedanke war, durch eine nach vorne gezogene Grenze die Spannung aus dem Feld zu nehmen, da sich etwa Klassementfahrer so früher aus den Sprintvorbereitungen heraushalten könnten, aber keinen Zeitrückstand befürchten müssen.
Stürze im Finale gab es zwar auch in den ersten beiden Wochen der Tour de France 2024 reichlich. Dennoch bekam der Weltverband für den Test positives Feedback aus dem Peloton, wie er in einer Mitteilung am zweiten Ruhetag bekanntgab. Gleiches gelte für die Vereinfachung des Zeitmesssystems, dass Abstände zwischen Gruppen nur noch dann gewertet werden, wenn drei Sekunden oder ca. 50 Meter zwischen Fahrern bei der Zielankunft vorliegen.
Beide Regelungen sollen weiteren Tests bei der Tour de France Femmes 2024 und der Vuelta a Espana 2024 unterliegen. Zudem kündigte die UCI an, ab 1. August den Einsatz von Gelben Karten bei Vergehen zu testen. Bis Jahresende sollen echte Konsequenzen daraus aber zunächst ausbleiben.
Bei der Polen-Rundfahrt sowie der Burgos-Rundfahrt geht zusätzlich die eingeschränkte Funkkommunikation zwischen Fahrern und Teamfahrzeugen in die Testphase. Die Neuregelung sieht vor, dass nur noch zwei Fahrer einer Mannschaft - bisher sind das alle - mit Ohrstöpseln Kontakt zum Teamwagen haben dürfen. Alle Maßnahmen sollen die Sicherheit der Fahrer während eines Rennens verbessern.