Nach einem sehr früh angesetzten Zielsprint der Niederländerin Charlotte Kool (Team Picnic PostNL), sah es ganz nach einem dominanten Sieg aus. Am Ende gingen ihr jedoch die Körner ein wenig aus, weshalb Elisa Balsamo (Lidl - Trek) auf den letzten Metern noch vorbeizog. Kurz dahinter rollten Charlotte Kool und als Dritte Chiara Consonni (CANYON//SRAM zondacrypto) über die Ziellinie. Die Italienerin freute sich ganz besonders über diesen Sieg, wie sie danach im Interview verriet.
Dieser Sieg ist sehr wichtig für mich. Ich konnte endlich die Arbeit meiner Teamkolleginnen den ganzen Tag über finalisieren - Elisa Balsamo
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Lidl - Trek | 03:11:25 |
| 2 | Team Picnic PostNL | +00:00:00 |
| 3 | CANYON//SRAM zondacrypto | +00:00:00 |
| 4 | Team SD Worx - Protime | +00:00:00 |
| 5 | Human Powered Health | +00:00:00 |
| 6 | Human Powered Health | +00:00:00 |
Das noch junge Rennen, der Scheldepreis der Frauen, kannte seit 2021 nur einen Namen: Lorena Wiebes (Team SD Worx - Protime). Alle vier Austragungen wurden von der Niederländerin gewonnen. Diese konzentriert sich dieses Jahr jedoch voll und ganz auf das am Samstag stattfindende Rennen Paris-Rubaix. Damit steht auch fest: Es wird eine neue Siegerin des Scheldepreis der Frauen geben. Auch der Wind, der das Rennen durchaus spannend machen kann und für Unruhe und Brüche im Peloton sorgen kann, spielte bei der diesjährigen Austragung keine Rolle.
Bereits nach zwei Kilometern attackierte Caoimhe O’Brien (Cynisca Cycling), wurde jedoch kurze Zeit später vom Peloton wieder eingefangen. Die erste Ausreißergruppe, die sich tatsächlich absetzen konnte, bestand aus den beiden Fahrerinnen Amelia Tyler (Volta NXT Classic WE) und Allison Mrugal (Midwest Cycling Classic). Der Vorsprung der beiden Ausreißerinnen betrug maximal 2:30 Minuten. Nach 42 gefahrenen Kilometern versuchte Stina Kagevi (Team Coop - Repsol) ihr Glück, ebenfalls dem Fahrerfeld davon zu fahren. Dieser und weitere Ausreißversuche waren jedoch nur von sehr kurzer Dauer und nicht von Erfolg gekrönt.
Georgia Baker (Liv AlUla Jayco) stürzte 66 Kilometer vor dem Ziel, verletzte sich jedoch sichtlich nicht. Die Mitfavoritin musste jedoch einen Radwechsel vornehmen, da sie einen Defekt hatte und wurde von ihrem Team zurück ins Fahrerfeld eskortiert.
Die Fahrerinnen Alison Avoine (St Michel - Preference Home - Auber93 WE), Amy Gornall (Handsling Alba Development Road Team) und Mieke Docx (Lotto Ladies) stürzten knapp 51 Kilometer vor Ziel, nachdem sich ihre Räder touchierten. Docx musste daraufhin das Rennen aufgeben und wurde ins Krankenhaus gefahren. Chloé Desmet (DD Group Pro Cycling Team) hatte 41 Kilometer vor Ziel einen platten Reifen und musste auf den Begleitwagen ihres Teams warten.
Durch die Straße bedingt bildete sich 26 Kilometer vor dem Ziel eine achtköpfige Gruppe, die sich einige Meter vom Peloton absetzen konnte. Ab diesem Zeitpunkt gab es vermehrt Attacken, zunächst durch Zoe Bäckstedt (CANYON//SRAM zondacrypto) und Marie Schreiber (Team SD Worx - Protime). Besagte Attacken sorgten dafür, dass sich das Peloton mehrmals teilte. Damit einher ging, dass die beiden Ausreißerinnen Tyler und Mrugal von der Verfolgergruppe eingeholt wurden. Ihr Vorsprung schmolz zuvor innerhalb kürzester Zeit zusammen.
Die Gruppe aus nun zehn Fahrerinnen erarbeitete sich einen Vorsprung von bis zu 20 Sekunden. Das Team Picnic PostNL übernahm daraufhin die Arbeit im Peloton, die Ausreißergruppe wieder einzuholen. Mit der Sprinterin Charlotte Kool (Team Picnic PostNL) hatte das Team einen guten Grund, es auf einen Zielsprint ankommen zu lassen.
Zwischenzeitlich sah es tatsächlich so aus, als könnte die Gruppe der Ausreißerinnen die Ziellinie als erstes passieren. Das Feld holte die Gruppe jedoch auf dem letzten Kilometer wieder ein und es kam zum Zielsprint. Dort hatte Elisa Balsamo zum Schluss die Nase vorne und konnte knapp vor Charlotte Kool gewinnen.