Rund um Köln 2026Mit Politt ein deutscher Favorit?

Leon Weidner

 · 16.05.2026

Rund um Köln 2026: Mit Politt ein deutscher Favorit?
Der Vorjahressieger Matthew Brennan ist 2026 nicht am Start bei Rund um Köln | Picture Alliance/Roth
Der deutsche Klassiker Rund um Köln findet in diesem Jahr zum 108. Mal statt. Das Feld ist traditionell stark besetzt, von Klassiker-Fahrer bis Sprinter ist alles dabei. Das sind die Favoriten auf den Sieg.

Am Sonntag ist es wieder soweit, Rund um Köln wird bereits zum 108. Mal ausgetragen. Ein traditionsreiches Rennen mit einem standesgemäß besetzten Feld. Trotz der Kategorisierung als UCI Europe Tour kommen hier absolute Top-Fahrer an den Start. In den allermeisten Fällen, so auch in den vergangenen Jahren, endet Rund um Köln im Sprint des dezimierten Feldes. Aber auch Ausreißer haben es schon geschafft das Eintagesrennen für sich zu entscheiden. Zuletzt war es Nils Politt, der 2022 dem Peloton entwischte und im Solo über die Ziellinie im Rheinauhafen fuhr. Er ist auch 2026 wieder dabei, hat aber gehörige Konkurrenz.

Das sind die Favoriten für Rund um Köln 2026

Der Vorjahressieger Matthew Brennan ist in diesem Jahr nicht in Köln. Nils Politt jedoch könnte seinen Triumph von 2022 wiederholen. Er fährt diesmal nicht für sein eigentliches Team, das bei dem Rennen nicht am Start steht, sondern für die Deutsche Nationalmannschaft. Mit vielen jungen Talenten könnte er sich auch in eine Helferrolle begeben. Sollte aber für ihn gefahren werden, kann er aus einer Gruppe, ohne die schnellen Sprinter, durchaus gewinnen.

In einem solchen Fall bekommt er aber Konkurrenz von einem sehr starken Red Bull - Bora - hansgrohe. Mit Laurence Pithie und Tim van Dijke haben sie gleich zwei Klassiker-Spezialisten, die in einem vorselektierten Sprint mit reinhalten können. Eine echte Sprintoption hat der deutsche Rennstall auch. Jordi Meeus ist ein bergfester und trotzdem endschneller Fahrer, der im Normalfall gegen reine Klassiker-Spezialisten gewinnt. Sollte er über die Anstiege unbeschadet hinüber kommen, ist er der Topfavorit auf den Sieg.

Gefährden könnte den Sprintsieg von Meeus vor allem Marco Haller. Der erfahrenen Österreicher bringt gleichzeitig aber auch die nötige Härte für die Höhenmeter mit, weshalb man ihn trotz seiner 35 Jahre nicht unterschätzen darf. Im direkten Vergleich wird er es jedoch schwer haben um den Sieg mitzufahren.

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Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Fred Wright und Rory Townsend. Beide sind nicht in einem WorldTour Team unterwegs, können auf Klassiker-Terrain aber richtig stark fahren. Townsend scheinen deutsche Rennen zu liegen, im letzten Jahr gewann er völlig überraschend die Hamburger Cyclassics. Bei Rund um Köln sind sie hinter Meeus, Pithie und Politt aber nur in der zweiten Reihe der Favoriten.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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