Tadej Pogačar hat sich in diesem Jahr gegen die Teilnahme an der Tour Auvergne - Rhône-Alpes entschieden und setzt auf die Tour de Suisse als letzte Vorbereitung auf die Frankreich-Rundfahrt. Die Tour de Suisse besteht aus fünf Etappen, die die Fahrer vor allem durch ihre Anstiege fordern werden: Auf den insgesamt 635 Kilometern müssen 11.751 Höhenmeter überwunden werden - alleine 4226 davon fallen auf die letzte Etappe, die den Fahrern alles abverlangen wird und als einzige Bergetappe gekennzeichnet ist. Zuvor warten drei hügelige Etappen mit je über 2000 Höhenmetern und ein Einzelzeitfahren.
Die Frauen fahren eine ähnliche Rundfahrt, wie die Männer. Auf der ersten Etappe ist ihr Finale etwas kürzer, am zweiten Tag wird auf den Monte Ceneri verzichtet, wodurch die Strecke lange flach bleibt. Die dritte Etappe wiederum präsentiert sich als klassische Sprintetappe, startet und endet jedoch wie bei den Männern in Bad Ragaz. Das Einzelzeitfahren an Tag vier ist bei beiden Rennen identisch. Auch die letzte Etappe ist vom Streckenverlauf gleich, allerdings fahren die Frauen den Rundkurs nur zwei statt drei mal.
Start der Tour de Suisse ist am 17. Juni in Sondrio, Italien. Am Sonntag, den 21. Juni, werden die Fahrerinnen und Fahrer das Ziel im schweizerischen Kurort Villars-sur-Ollon erreichen. Keine zwei Wochen später, am 04. Juli, startet dann bereits die Tour de France.
Die erste Etappe beginnt mit einem längeren flachen Stück, ehe die letzten 86 Kilometer durch ein ständiges Auf und Ab geprägt sind. Im Finale stehen zwei Bergwertungen der dritten Kategorie an, die vermuten lassen, dass der Tagessieg unter einer kleinen Gruppe oder einzelnen Fahrern ausgemacht wird.
Der bei den Frauen ausgelassene Monte Ceneri bildet quasi den Auftakt der zweiten Etappe des Männerrennens. Anschließend bleibt das Profil wellig, im Finale stehen abermals zwei Bergwertungen der dritten Kategorie an. Dadurch ist auch am zweiten Tag nicht mit einem Sprintfinale zu rechnen.
Am dritten Tag sieht das anders aus. Die Strecke beginnt ohne Einrollen mit einem kurzen, intensiven Anstieg, verläuft dann etwa 20 Kilometer flach und wartet anschließend mit zwei Anstiegen der ersten Kategorie auf. Die Crux der Etappe ist die Schwägalp. Falls die Sprinter dort nicht mithalten können, hätten sie im Anschluss wohlmöglich genug Zeit den Rückstand durch eine gute Teamarbeit wieder aufzuholen und so den Tagessieg unter sich auszumachen.
Das Einzelzeitfahren ist eine Angelegenheit für Spezialisten: Wenig Höhenmeter und ein paar technische Passagen, auf denen Zeit gut gemacht werden kann.
Mit über 4000 Höhemetern ist die Schluss- gleichzeitig die Königsetappe. Der Rundkurs startet mit einem Anstieg zum Col de la Croix, verläuft danach abwärts, ehe der Anstieg erneut gefahren wird. Insgesamt dreimal muss der Col de la Croix bezwungen werden - flache Passagen? Fehlanzeige.
In Deutschland ist das Männerrennen der Tour de Suisse 2026 im Fernsehen bei Eurosport 1 am Samstag von 13:30-15:00 Uhr und am Sonntag das Frauenrennen von 15:00-16:00 Uhr zu sehen. Einen kostenpflichtigen Live-Stream zu allen Etappen der Frauen und Männer gibt es zudem bei Discovery Plus.
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