Rudi Altig GedenkveranstaltungJan Ullrich kommt nach Sinsheim

Kristian Bauer

 · 01.08.2026

Rudi Altig Gedenkveranstaltung: Jan Ullrich kommt nach SinsheimFoto: Technik Museum Sinsheim
Rudi Altig Jubiläum
Das Technik Museum Sinsheim lädt am 28. August 2026 zur Gedenkveranstaltung für Rudi Altig. Der Mannheimer wurde vor 60 Jahren auf dem Nürburgring Straßenrad-Weltmeister. Jan Ullrich, Didi Thurau, Täve Schur und Olaf Ludwig gehören zu den angekündigten Gästen. Der Eintritt ist im regulären Museumsticket enthalten.

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Joachim „Jockel" Faulhaber organisiert einen öffentlichen Jubiläumstag für Rudi Altig in seiner Rennrad-Sammlung im Technik Museum Sinsheim. Die Veranstaltung würdigt den Weltmeistertitel des Mannheimers, der am 28. August 1966 auf dem Nürburgring die Regenbogenfarben gewann. Zehn Jahre nach Altigs Tod kommen zahlreiche Weggefährten und ehemalige Profis zusammen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, weitere Informationen stehen unter www.technik-museum.de/rudi-altig bereit.

Ehrengäste aus sechs Jahrzehnten Radsport

Deutschlands einziger Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich gehört zu den angekündigten Gästen. Ex-Profi Didi Thurau, Friedensfahrt-Legende Täve Schur sowie Olympiasieger Olaf Ludwig nehmen ebenfalls teil. Monique Altig, die Ehefrau des verstorbenen Weltmeisters, wird mit der Familie und Rudis Bruder Willi Altig persönliche Erinnerungen teilen.

Ausstellung über Rudi Altig

Ab 13:30 Uhr begleitet Willi Altig interessierte Museumsbesucher durch die Ausstellung. Die zentrale Talkrunde mit den anwesenden Radsportgrößen beginnt um 14:30 Uhr. Im Anschluss bietet eine Autogrammstunde Gelegenheit für persönliche Gespräche. Klaus Angermann, der über Jahrzehnte für ZDF und Eurosport von den wichtigsten Radrennen der Welt berichtete, führt durch den Nachmittag. Hans Kuhn, deutscher Amateur-Straßenmeister von 1971 und ehemaliger Nationalfahrer unter Bundestrainer Rudi Altig, moderiert gemeinsam mit Angermann.

Erfolge auf Bahn und Straße von Rudi Altig

Rudi Altig, geboren am 18. März 1937 in Mannheim, war einer der vielseitigsten Radrennfahrer Deutschlands. Er begann seine Karriere mit knapp 15 Jahren beim RRC Endspurt Mannheim und konzentrierte sich früh auf den Bahnradsport, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Willi – die beiden wurden wegen ihrer kraftvollen Fahrweise „Die Ochsen" genannt – vier deutsche Bahnmeisterschaften gewann. Den Höhepunkt seiner Amateurkarriere bildete der Weltmeistertitel in der Einerverfolgung 1959, dem er als Profi 1960 und 1961 zwei weitere Bahnweltmeistertitel folgen ließ. Ab 1962 verlagerte Altig seinen Schwerpunkt auf den Straßenradsport, wo er für das französische Team Saint-Raphaël–Gitane–Dunlop an der Seite von Jacques Anquetil fuhr. Noch im selben Jahr gewann er die Vuelta a España. Es folgten Siege bei der Flandern-Rundfahrt 1964 und Mailand–San Remo 1968. Bei der Tour de France trug er insgesamt 18 Tage das Gelbe Trikot. Sein größter Triumph auf der Straße war der Weltmeistertitel 1966 auf dem Nürburgring, der ihm den Titel „Sportler des Jahres" einbrachte. Insgesamt gewann er 98 Straßenrennen. Altig räumte selbst ein, während seiner Karriere Dopingmittel wie Pervitin und Durabolin genutzt zu haben

Nach seinem Karriereende 1971 war Altig als Bundestrainer, Sportlicher Leiter, TV-Experte und Rennleiter im Radsport tätig. Er starb am 11. Juni 2016 in Remagen.

Hintergrund Museum Sinsheim

Der dauerhafte Ausstellungsbereich in Halle 1 des Technik Museum Sinsheim zeigt mehr als 60 historische Rennräder aus allen Epochen. Das Original-Rennrad von Jan Ullrichs Tour-Siegerjahr 1997 gehört zu den Exponaten. Rennräder von Miguel Indurain, Sean Kelly, Hanka Kupfernagel und Udo Bölts ergänzen die Sammlung von Joachim Faulhaber.

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Kristian Bauer

Kristian Bauer

Redakteur

Kristian Bauer ist gebürtiger Münchner und liebt Ausdauersport – besonders wenn es in die Berge geht. Er ist ein Fan der Tour de France und bevorzugt solide Rennradtechnik. Er führt für TOUR Interviews, berichtet von Events im Hobbyradsport und schreibt Artikel über die Fahrradbranche sowie Trends im Rennradsport.

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