Giro d'Italia Women 2025 - 2. EtappeHenderson fährt als Ausreißerin zum Tagessieg und übernimmt Rosa

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 · 07.07.2025

Echte Freude bei Anna Henderson über ihren Sieg auf der 2. Etappe des Giro Women.
Foto: Getty Images / Luc Claessen
Anna Henderson hat die 2. Etappe des Giro d’Italia Women 2025 gewonnen und damit auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Auf dem keine 100 Kilometer langen Teilstück attackierte die Britin etwa zur Hälfte mit einer Begleiterin und konnte einen Vorsprung ins Ziel retten.

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Nur 92 Kilometer waren zwischen Clusone und Aprica in der Lombardei zu absolvieren. Nachdem es unterwegs lange ruhig war, attackierte Henderson mit Dilyxine Miermont (Ceratizit) 44 Kilometer vor dem Ziel. Was lange nicht nach einem wirklich erfolgsversprechenden Ausreißversuch aussah, wurde schließlich doch zur Fahrt ins Rosa Trikot, denn das Hauptfeld ließ den Vorsprung zu groß werden und konnte die 26-Jährige und ihre Begleiterin aus Frankreich schließlich nicht mehr zurückholen.

Henderson: “Habe zu meinem Freund gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe”

“Als sie uns drei Minuten Zeit gaben, hatte ich schon gehofft, dass es vielleicht reichen könnte. Ich kann es trotzdem gar nicht glauben”, jubelte die Silbermedaillengewinnerin aus dem olympischen Zeitfahren von Paris nach ihrem ersten Sieg auf der Women’s WorldTour. “Ich hatte vor der Etappe noch zu meinem Freund gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe. Und dann habe ich es einfach versucht.”

Marlen Reusser (Movistar Team), die das Auftaktzeitfahren gewonnen hatte und damit in Rosa unterwegs war, kam mit der von Soraya Paladin (CANYON//SRAM zondacrypto) als Dritte angeführten ersten Verfoglergruppe 26 Sekunden nach dem Spitzenduo ins Ziel. Ihr Trikot musste sie damit an Henderson abgeben. Wie auch Antonia Niedermaier (CANYON//SRAM zondacrypto) schafften es in Anna van der Breggen (Team SD Worx - Protime) die meisten Favoritinnen aufs Gesamtklassement mit dieser Gruppe ins Ziel. Deren Teamkollegin Lotte Kopecky etwa kassierte allerdings genau wie Reussers Mitstreiterin Liane Lippert mehr als zwei Minuten Rückstand auf die Siegerin.

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Die übernahm neben Rosa auch die Führung in der Berg- sowie der Punktewertung. Niedermaier bleibt im Weißen Trikot der besten jungen Fahrerin.

Die Ergebnisse der 2. Etappe des Giro d'Italia Women 2025



So lief die 2. Etappe des Giro d'Italia Women 2025

Das Profil der 2. Etappe des Giro d’Italia Women 2025Foto: RCSDas Profil der 2. Etappe des Giro d’Italia Women 2025

Mit 92 Kilometern stand die kürzeste Etappe der Rundfahrt auf dem Programm. Nach dem die ersten Kilometer bis zum Lago d’Iseo und Lovere bergab ging, hieß es für den Rest des Tages: bergauf. Allerdings überwiegend nur sacht, “false flat” war das Motto über lange Zeit. Dennoch sorgte das Terrain dafür, dass gegen Mitte des Tages schon einige Fahrerinnen abgehängt wurden.

Echte Attacken gab es bis dahin aber nicht, denn das Tempo im Rennverlauf war hoch. Erst 40 Kilometer vor dem Ziel lösten sich Anna Henderson (Lidl - Trek) und Dilyxine Miermont (CERATIZIT Pro Cycling Team), schafften es aber schnell auf anderthalb Minuten Vorsprung. Bis zum Zwischensprint in Mallono, bei dem Henderson die Nase vorn hatte, gut 20 Kilometer vor dem Ziel waren es schon drei Minuten. In Iruani Blanco (Human Powered Health) hatte sich eine einzelne Verfolgerin aufgemacht, die Spitze einzuholen, kam aber nie vorne an.

Koepcky, Lippert und Vos abgehängt

Langsam aber sicher schrumpfte der Vorsprung wieder, 15 Kilometer vor dem Ziel waren 2:30 Minuten verblieben. Die großen Teams formierten sich, vor allem FDJ-Suez, Canyon//SRAM - zondacrypto und UAE ADQ übernahmen das Kommando. Dann kletterten die Steigungsprozente doch noch in die Zweistelligkeit, was das Feld schnell auseinanderreißen ließ.

Neun Kilometer vor dem Ziel attackierte dann Reusser und verkleinerte die Hauptgruppe auf 25 Fahrerinnen, Kopecky zählte nicht dazu. An der Fünf-Kilometer-Marke lag eine halbe Minute zwischen Reusser und Kopecky bzw. Liane Lippert und Marianne Vos (Team Visma | Lease a Bike), die ebenfalls bei den abgehängten unterwegs waren. Henderson und Miermont hatten derweil noch eine Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen.

Und der Vorsprung sollte bis ins Ziel reichen. Unter dem Teufelslappen waren noch 30 Sekunden übrig. Und die sollten reichen. Im Zielsprint hatte Henderson die Nase vorn. Paladin führte die Verfolgerinnen auf Rang drei ins Ziel.

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