Die UCI und die Saudi Cycling Federation haben die Absage der UCI Urban Cycling World Championships 2026 bekanntgegeben. Die Titelkämpfe in den Disziplinen Trial sowie BMX Freestyle Park und Flatland hätten vom 3. bis 7. November in Riad stattfinden sollen. Als Begründung verwiesen beide Verbände auf die „jüngsten Entwicklungen in der Region“ und deren Auswirkungen auf die Organisation der Veranstaltung. Konkrete Details nannte die UCI nicht.
Hintergrund der Entscheidung dürfte vor allem die zuletzt deutlich angespanntere Sicherheitslage in Saudi-Arabien sein. Am 11. Oktober schlug eine Rakete im Passagierterminal des King Khalid International Airport in Riad ein. Bei dem Angriff gab es viele Tote, über 300 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der ARD wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt und zahlreiche Flüge umgeleitet. Der Angriff gilt als der bislang schwerste auf das Königreich seit Beginn des aktuellen Konflikts in der Region.
Die Folgen der Sicherheitslage machten sich bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaften bemerkbar. So zog AusCycling das australische Nationalteam zurück. Der Verband begründete den Schritt mit der Sicherheit und dem Wohlergehen von Athleten und Betreuern, der eskalierenden regionalen Lage sowie aktualisierten Reisehinweisen der australischen Regierung. Diese verwies unter anderem auf die unvorhersehbare Sicherheitslage und die jüngsten Vorfälle am Flughafen von Riad.
Die Absage der Weltmeisterschaften erfolgte schließlich wenige Stunden nach dem australischen Rückzug. Die UCI bedauerte die Entscheidung und kündigte an, zeitnah über die sportlichen Konsequenzen informieren zu wollen.

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