Vingegaard ab 2029 zu Uno-X?Teamchef bestätigt Kontaktaufnahme

Lukas Niebuhr

 · 26.10.2026

Vingegaard ab 2029 zu Uno-X?: Teamchef bestätigt KontaktaufnahmeFoto: Getty Images / Dario Belingheri
Vingegaard ab 2029 zu Uno-X?: Teamchef bestätigt Kontaktaufnahme
Während Jonas Vingegaard bereits an seinem nächsten Angriff auf die Tour de France arbeitet, werden erste Wechselgerüchte für die Zeit nach 2028 laut. Uno-X Mobility hat sein Interesse am dänischen Superstar bereits hinterlegt.​

Ein Wechsel von Jonas Vingegaard steht aktuell zwar nicht bevor, dennoch werden im Hintergrund bereits die ersten Gedankenspiele für die Zeit nach 2028 angestellt. Wie Thor Hushovd, Teamchef von Uno-X Mobility, nun bestätigte, hat er bereits Kontakt zum zweimaligen Tour-de-France-Sieger aufgenommen. Ein möglicher Transfer wäre allerdings frühestens nach Ablauf von Vingegaards aktuellem Arbeitspapier bei Visma | Lease a Bike denkbar.

Der Däne steht noch bis Ende 2028 bei der niederländischen Mannschaft unter Vertrag. Entsprechend betonte Hushovd gegenüber dem dänischen Sender TV2, dass ein Wechsel derzeit kein konkretes Thema sei. Die Vorstellung, den größten skandinavischen Rundfahrer seiner Generation künftig für Uno-X fahren zu sehen, reizt den Norweger aber offenbar trotzdem.

Gehalt als größte Hürde

Die größte Herausforderung wäre dabei wenig überraschend das nötige Budget. „Was mich beim Gedanken an eine Verpflichtung von Vingegaard nicht begeistert, ist sein Gehalt. Das ist ziemlich hoch“, erklärte Hushovd offen. Um einen Wechsel überhaupt realisieren zu können, müsste sich laut dem Teamchef auf Sponsorenseite etwas bewegen: „Wenn wir ihn verpflichten wollen, müssten wir ein großes dänisches Unternehmen gewinnen, das zusätzliche finanzielle Mittel in das Team investieren möchte.“

Selbst für die Zeit nach Vingegaards Vertragsende sei daher nichts garantiert. „Wenn so etwas passieren soll, muss der Zeitpunkt stimmen“, sagte Hushovd. Gleichzeitig machte der frühere Straßenweltmeister deutlich, dass Uno-X weiterhin in erster Linie auf die Entwicklung eigener Talente setzt. „Das perfekte Szenario ist, selbst einen Fahrer zu entwickeln, der ein großes Rennen gewinnen kann“, erklärte Hushovd. Ein Superstar wie Vingegaard könne die Erfolgschancen zwar deutlich erhöhen, „aber es kostet viel Geld“.

Fokus liegt klar auf 2027

Für die kommenden beiden Jahre sind die Transfergedanken ohnehin Zukunftsmusik. Vingegaard konzentriert sich nach seinem verletzungsbedingt frühzeitigen Saisonende voll auf die Rückkehr im Jahr 2027. Nach Aussagen seines Teamkollegen Victor Campenaerts arbeitet der 29-Jährige bereits seit dem Sommer an den Planungen für die kommende Saison. „Er möchte schon einen Ausblick auf das kommende Jahr werfen“, berichtete der Belgier gegenüber Wielerflits und verriet, dass Vingegaard bereits Ende August erste Ideen für 2027 austauschen wollte.

Campenaerts zeigte sich beeindruckt von der Motivation seines Kapitäns: „Es ist schon super zu hören, wie motiviert er ist, sich noch weiter zu verbessern.“ Mit Blick auf die Ziele von Vingegaard und seinem Team stellt er klar: „Die Saison steht und fällt mit der Tour de France.“

Nach dem fünften Tour-de-France-Sieg von Tadej Pogacar im Jahr 2026 dürfte genau dort auch Vingegaards großes Ziel liegen. Bevor über einen möglichen Wechsel zu Uno-X nachgedacht wird, möchte der Däne seinen großen Rivalen offenbar zunächst daran hindern, einen historischen sechsten Toursieg einzufahren.

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Lukas Niebuhr

Lukas Niebuhr

Redakteur

Lukas Niebuhr ist gebürtige Bielefelder, studiert an der Deutschen Sporthochschule Köln im Master Sport, Medien- und Kommunikationsforschung und arbeitet als Werkstudent in der Online-Redaktion für BIKE und TOUR. In Köln fährt er gerne Gravelbike, seine Urlaube verbringt der Sportstudent am liebsten mit Skitouren oder auf dem (E-)MTB in den Bergen.

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