Tour de France 2026 - 4. EtappePedersen gewinnt aus Fluchtgruppe, Gelb für einen Norweger

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 · 07.07.2026

Mads Pedersen (Lidl – Trek) feiert den Sieg.
Foto: Getty Images / Tim de Waele
Die 4. Etappe der Tour de France 2026 wurde zur Bühne einer großen Fluchtgruppe. Den Tagessieg in Foix sicherte sich Mads Pedersen (Lidl - Trek) im Sprint einer kleinen Gruppe. Das Gelbe Trikot ging an Torstein Traeen (Uno-X Mobility). Auch deutsche Fahrer gehörten zur Spitzengruppe.

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Nach dem dreitägigen Abstecher nach Spanien fand die 4. Etappe der Tour de France 2026 komplett auf französischem Boden statt. Mit Start in Carcassonne erwartete die Fahrer eine Hitzeprüfung bei Temperaturen bis zu 40 Grad. Die wellige Etappe war grundsätzlich jedoch für Ausreißer konzipiert. Am Ende gewann Mads Pedersen die 181,9 Kilometer lange Etappe nach Foix. Platz zwei ging an seinen Teamkollegen Quinn Simmons, Platz drei an Raúl García (Movistar).

Der sprintstarke Däne war im Finale der zehnköpfigen Spitzengruppe schließlich ohne Konkurrenz und sicherte sich mit einem Antritt 300 Meter vor dem Ziel seinen dritten Tour-Etappensieg der Karriere. Für Pedersen war es zudem der erste Saisonsieg. Dass er aus einer ursprünglich 34 Fahrer starken Spitzengruppe über vier Bergwertungen und insgesamt 2.700 Höhenmeter bis zum Schluss vorne dabei war, lag insbesondere an seinen Teamkollegen Quinn Simmons und Mathias Vacek.

​Torstein Traeen übernimmt das Gelbe Trikot

Auch die deutschen Fahrer Nico Denz (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché) und Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) gehörten zur ursprünglichen Spitzengruppe, hatten mit dem Etappenausgang aber nichts zu tun. Als bester deutscher Fahrer belegte Zimmermann mit 2:27 Minuten Rückstand Position 17.

Torstein Traeen (Uno-X Mobility) ist der neue Mann im Gelben Trikot.Foto: Getty Images / Dario BelingheriTorstein Traeen (Uno-X Mobility) ist der neue Mann im Gelben Trikot.

Einen zweiten Sieger gab es mit Torstein Traeen (Uno-X Mobility). Der Norweger war mit 5:06 Minuten Rückstand auf Pogacar auf die Etappe gegangen und übernahm dank des großen Vorsprungs auf das Feld das Gelbe Trikot. Das Peloton erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 12:59 Minuten. Platz zwei im Klassement belegt nun Sean Quinn (EF Education - EasyPost) zeitgleich mit Traeen, der ebenfalls zur Fluchtgruppe gehörte. Auf Rang drei folgt Vacek mit 3:50 Minuten Rückstand. Pogacar liegt mit einem Rückstand von 7:53 Minuten auf den neuen Spitzenreiter auf Position vier.

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​Die Trikot der Tour de France 2026

Dank der 50 Punkte für den Etappensieg übernahm Pedersen überlegen die Führung in der Punktewertung. In der Bergwertung blieb die Führung bei Alex Baudin (EF Education-EasyPost). In der Nachwuchswertung liegt nun Vacek an der Spitze.

​Tour de France 2026 - Ergebnisse 4. Etappe:

Das Profil der 4. Etappe der Tour de France 2026Foto: A.S.O.Das Profil der 4. Etappe der Tour de France 2026

​So lief die 4. Etappe der Tour de France 2026

​Überraschend schnell bildete sich eine große, hochkarätig besetzte Spitzengruppe, die insgesamt 34 Fahrer umfasste. Alex Kirsch (Cofidis) war der erste Fahrer, der nach wenigen Kilometern attackierte und in der Folge immer mehr Begleiter fand.

Dazu zählten die Sprinter Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech), Michael Matthews (Jayco-AlUla), Biniam Girmay (NSN) und Mads Pedersen (Lidl-Trek), die Klassementfahrer Mathias Vacek (Lidl-Trek) und Kevin Vauquelin (Netcompany-Ineos), die Rouleure Michael Valgren (EF Education-EasyPost), Torstein Traeen (Uno-X Mobility), Quinn Simmons (Lidl-Trek), Jasper Stuyven (Soudal-Quick Step), Ion Izagirre (Cofidis), der französische Meister Romain Grégoire (Groupama-FDJ) sowie die deutschen Fahrer Nico Denz (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché) und Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost).

Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) gehörte zur Fluchtgruppe des Tages.Foto: Getty Images / Dario BelingheriGeorg Steinhauser (EF Education-EasyPost) gehörte zur Fluchtgruppe des Tages.

Girmay gewinnt aus Fluchtgruppe den Zwischensprint

Bis zur ersten Bergwertung, dem Col de Bedos (4. Kategorie), der nach rund 50 Kilometern erreicht wurde, stieg der Vorsprung auf rund 3:30 Minuten an. Den einen Bergpunkt sicherte sich Alex Molenaar (Caja Rural – Seguros RGA). Wenige Kilometer später sicherte er sich vor Steinhauser auch die Bergwertung am Col de Paradis (3. Kategorie). Den Zwischensprint 94 Kilometer vor dem Ziel in Quillan gewann schließlich Girmay vor Philipsen und Pedersen. Anschließend ließen sich Girmay und Philipsen aus der Spitzengruppe zurückfallen.

UAE Team Emirates – XRG unternahm im Feld kaum Anstrengungen, die Gruppe unter Kontrolle zu halten. Entsprechend stieg der Rückstand weiter an und kletterte 80 Kilometer vor dem Ziel auf über fünf Minuten. Zur gleichen Zeit forcierte Jan Tratnik (Red Bull – Bora – hansgrohe) das Tempo in der Gruppe und bekam bald darauf Gesellschaft von Vacek. Die Bergwertung am Col de Coudons (2. Kategorie) sicherte sich Tratnik 73 Kilometer vor dem Ziel.

Tadej Pogacar und seine Teamkollegen UAE Team Emirates – XRG ließen es ruhig angehen.Foto: Getty Images / Dario BelingheriTadej Pogacar und seine Teamkollegen UAE Team Emirates – XRG ließen es ruhig angehen.

Pedersen lässt sich nicht abschütteln

Das Duo fuhr sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von über einer Minute auf die übrigen Fluchtgefährten heraus. Doch 40 Kilometer vor dem Ziel rollte alles wieder zusammen – unter anderem opferte sich Steinhauser in der Verfolgung für seine Teamkollegen Valgren auf. Das Feld lag zu diesem Zeitpunkt bereits rund acht Minuten zurück. Damit stiegen die Chancen von Torstein Traeen (Uno-X Mobility) auf das Gelbe Trikot, da der Norweger mit 5:06 Minuten Rückstand auf Pogacar in die Etappe gegangen war.

​Mit dem Anstieg Col de Montségur (Kategorie 2) schrumpfte die Gruppe auf zehn Fahrer zusammen. Pedersen blieb insbesondere dank seiner Teamkollegen Simmons und Vacek an der Gruppe dran, auch Traeen blieb vorne dabei. Denz und Zimmermann gehörten wie Matthews hingegen zur Verfolgergruppe, die bald eine Minute zurücklag.

​Marco Frigo (NSN) sicherte sich mit einem Antritt die Bergpunkte am Col de Montségur vor Pablo Castrillo (Movistar). Von dort aus waren es noch rund 30 Kilometer bis zum Ziel, die größtenteils bergab oder flach verliefen. ​Im Finale gab es einige Attacken aus der Spitzengruppe, unter anderem mehrfach von Castrillo. Doch die zehn Spitzenreiter erreichten zusammen den letzten Kilometer - mit einem Sieg für Pedersen auf dem Silbertablet.

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