Tour Auvergne - Rhône-Alpes 2026Simmons lässt die Sprinter leer ausgehen

TOUR Online

 · 10.06.2026

Quinn Simmons (Lidl – Trek) gewinnt die 4. Etappe.
Foto: Getty Images/ Dario Belingheri
​Bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026 gehen die Sprinter auf der 4. Etappe leer aus. Eine Fluchtgruppe rettet wenige Sekunden an Vorsprung ins Ziel, der Etappensieg geht schließlich an Quinn Simmons (Lidl - Trek).

Themen in diesem Artikel

Sprintankunft oder Ausreißercoup? Das war die Frage vor der 4. Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026. Das letzte Drittel der Etappe zwischen Le Puy-en-Velay und Montrond-les-Bains war völlig flach, doch davor mussten sechs kategorisierte Anstiege überwunden werden. Und die Sprinterteams ließen diese seltene Chance bei dieser Rundfahrt letztlich liegen.

Sprinterteams verpokern sich im Finale

Eine neunköpfige Spitzengruppe rettete wenige Sekunden an Vorsprung ins Ziel. Der Sieg nach 167 Kilometern ging schließlich in einem langen Sprint an Quinn Simmons (Lidl - Trek). Platz zwei aus der Gruppe ging an Finn Fisher-Black (Red Bull - Bora - hansgrohe), der, zunächst eingeklemmt, den US-amerikanischen Meister nicht mehr abfangen konnte. Platz drei ging an Matteo Vercher (TotalEnergies).

Das Feld erreichte das Feld vier Sekunden nach der Gruppe. Die Sprinterteams hatten sich schlicht verpokert und die Verfolgung zu spät intensiviert. Der Spitzengruppe kam im Finale zusätzlich Rückenwind zur Hilfe.

Alex Baudin (EF Education – EasyPost) verteidigte einmal mehr das Gelbe Trikot.Foto: Getty Images/ Dario BelingheriAlex Baudin (EF Education – EasyPost) verteidigte einmal mehr das Gelbe Trikot.

​​In der Gesamtwertung gab es auf den vorderen Plätzen keine Veränderungen. Alex Baudin (EF Education - EasyPost) verteidigte einen weiteren Tag sein Gelbes Trikot. Im Klassement führt der Franzose weiterhin mit zwölf Sekunden vor Kevin Vauquelin und Oscar Onley (beide Netcompany – Ineos).

Ergebnisse - 4. Etappe Tour Auvergne - Rhône-Alpes 2026:

Das Höhenprofil der 4. EtappeFoto: A.S.O.Das Höhenprofil der 4. Etappe

So lief die 4. Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes

​Es dauert bis zur Côte du Temple (3. Kategorie), der zweiten Bergwertung des Tages nach rund 70 Kilometern, ehe eine Fluchtgruppe vom Feld fahren gelassen wurde. Daraufhin fanden sich Quinn Simmons (Lidl - Trek), Andreas Kron (Uno-X Mobility) und Jordan Jegat (TotalEnergies), Pablo Castrillo, Raul Garcia Pierna (beide Movistar), Matteo Vercher (TotalEnergies), Jan Castellon (Caja Rural - Seguros RGA), Marco Frigo, George Bennett (beide NSN) an der Spitze zusammen. Die Bergwertung an der Côte du Temple sicherte sich Quinn. Zuvor holte sich Frigo den einen Punkt am Col de la Croix de l`Arbre (4. Kategorie).

Es dauert lange, bis sich eine Fluchtgruppe auf der 4. Etappe fand.Foto: Getty Images/ Dario BelingheriEs dauert lange, bis sich eine Fluchtgruppe auf der 4. Etappe fand.

​Castellon sammelt fleißig Bergpunkt

​Die Ausreißer bekamen kurz darauf noch Zuwachs durch Lars Craps (Lotto - Intermarché), Finn Fisher-Black (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Samuel Watson (Netcompany - Ineos), sodass sich insgesamt zwölf Fahrer an der Spitze befanden.​

​Der Vorsprung wuchs allerdings nur auf rund zwei Minuten an. Castellon nutzte die Gruppe indes, um unterwegs fleißig Bergpunkte zu sammeln: Er gewann die folgenden Bergwertungen zur Côte de Chougoirand (2. Kategorie), zum Col des Limites (3. Kategorie) sowie zur Côte de Lérigneux und Côte de Roche-en-Forez (beide 4. Kategorie). Zur Übernahme des Bergtrikots reichte es allerdings nicht. Durch die Tempoarbeit von Cofidis und Visma | Lease a Bike sank der Vorsprung 75 Kilometer vor dem Ziel auf 1:20 Minuten.

Fluchtgruppe verteidigt lange den Vorsprung

​Nach 110 Kilometern lagen die Anstiege des Tages hinter den Fahrern, es folgte eine Abfahrt und ein anschließenden 40 Kilometer langes Flachstück zum Ziel. Zu diesem Zeitpunkt waren Samuel Watson nach einem Sturzb sowie George Bennett bereits aus der Spitzengruppe zurückgefallen. Die restlichen zehn Fahrer hatten noch rund eine Minute Vorsprung auf das Feld. Mit Rückenwind im letzten Etappendrittel verteidigten die zehn Ausreißer jedoch lange ihren Vorsprung und lagen zehn Kilometer vor dem Ziel weiterhin 40 Sekunden vor dem Feld. Selbst 1,5 Kilometer vor dem Ziel lag die Spitzengruppe noch zwölf Sekunden vorne - und rettete letztlich wenige Sekunden ins Ziel.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport