Tour Auvergne - Rhône-Alpes 2026Del Toro holt am Schlusstag noch das Gelbe Trikot

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 · 14.06.2026

Isaac Del Toro (UAE Team Emirates XRG) gewinnt die Etappe.
Foto: Getty Images / Anne-Christine POUJOULAT
Die Schlussetappe der Tour Auvergne Rhône-Alpes 2026 fand sein Finale mit der Bergankunft zum Plateau de Solaison. Mit dem Tagessieg verdrängte Isaac Del Toro (UAE Team Emirates - XRG) noch Red-Bull-Fahrer Luke Tuckwell von der Spitze der Gesamtwertung.

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​Die Schlussetappe der Tour Auvergne Rhône-Alpes 2026, die bis zum Vorjahr unter dem traditionellen Namen Critérium du Dauphiné bekannt war, ist seit Jahren als Klettertortur konzipiert. Nicht selten wurde am letzten Tag die Gesamtwertung noch einmal komplett verändert. Und auch die Ausgabe 2026 sah einen Führungswechsel auf der letzten Etappe vor: Mit dem Tagessieg hinauf zur Bergankunft am Plateau de Solaison sicherte sich Isaac Del Toro (UAE Team Emirates - XRG) nach 120 Kilometern nicht nur den Tagessieg, sondern setzte sich auch noch an die Spitze der Gesamtwertung. Er nahm Luke Tuckwell (Red Bull - BORA - hansgrohe) noch das Gelbe Trikot ab.

​Luke Tuckwell kann Gelb nicht verteidigen

Mit einer Minute Rückstand erreichte Juan Ayuso (Lidl - Trek) Platz zwei vor Tobias Halland Johanessen (Uno-X Mobility), der zwei Sekunden später ins Ziel kam. Luke Tuckwell erreichte als Tagesachter mit einem Rückstand von 1:43 Minuten den Zielstich - im Schlepptau von Teamkollege Maxim Van Gils. Tuckwell beendete Rundfahrt schließlich auf Platz zwei.

Luke Tuckwell (Red Bull - BORA - hansgrohe) ging den Tag im Gelben Trikot an.Foto: Getty Images / Dario BelingheriLuke Tuckwell (Red Bull - BORA - hansgrohe) ging den Tag im Gelben Trikot an.

Ausgangspunkt zu Del Toros Angriff auf den Gesamtsieg war der Schlussanstieg zum Plateau de Solaison - 11,5 Kilometer lang und im Schnitt brutale 8,9 Prozent steil. Bereits 8,8 Kilometer vor dem Ziel setzte Del Toro seinen Angriff, mit dem er sich schnell den entscheidenden Vorsprung herausfuhr, der ihm den Gesamtsieg bescheren sollte. Der Mexikaner war mit einem Rückstand von 49 Sekunden Rückstand auf Tuckwell in die Etappe gegangen, hatte diesen Abstand aber schnell egalisiert.

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Paul Seixas muss Rundfahrt aufgeben

In der Gesamtwertung lag Del Toro zum Abschluss der Rundfahrt 54 Sekunden vor Tuckwell, Ayuso folgt auf Platz drei mit einem Rückstand von 1:17 Minuten. Nadav Raisberg (NSN Cycling Team) sicherte sich die Punktewertung, Clément Braz Afonso (Groupama-FDJ United) den Gewinn der Bergwertung. Die Nachwuchswertung ging ebenfalls an Del Toro.

Paul Seixas (Decathlon – CM CGM) musste die Rundfahrt mit Sturzverletzungen aufgeben.Foto: Getty Images / Anne-Christine POUJOULATPaul Seixas (Decathlon – CM CGM) musste die Rundfahrt mit Sturzverletzungen aufgeben.

Der Franzose Paul Seixas (Decathlon – CM CGM) fuhr die Rundfahrt nicht zu Ende. Er war als Gesamtsechster in die Schlussetappe gestartet, fiel jedoch bereits am ersten Anstieg des Tages zurück und gab nach 35 Kilometern die Rundfahrt auf. Am Vortag war er zu Sturz gekommen.

​​Ergebnisse - 8. Etappe Tour Auvergne - Rhône-Alpes 2026:

Das Höhenprofil der 8. EtappeFoto: A.S.O.Das Höhenprofil der 8. Etappe

So lief die 8. Etappe der Tour Auvergne Rhone-Alpes 2026

Nach rund 15 Kilometern bildete sich die Spitzengruppe des Tages, die zunächst aus Laurens De Plus und Carlos Rodriguez (beide Netcompany-Ineos), Léo Bisiaux (Decathlon-CMA CGM), Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Valentin Paret-Peintre (Soudal-Quick Step), Harold Tejada (XDS-Astana) und Clément Braz Afonso (Groupama-FDJ United) bestand. Kurz darauf schloss auch Kevin Vauquelin zur Gruppe auf, sodass Netcompany – Ineos mit drei Fahrern in der Spitzengruppe vertreten war. Die Etappe begann direkt mit der Auffahrt zum Col du Pré (Kategorie 1), bei der sich Braz Afonso die Bergpunkte holte.

Keine Chance für Fluchtgruppe um Steinhauser

Das Feld gewährte der Gruppe einen Vorsprung von etwa zwei Minuten. Als Nächstes stand der Montée de Bisanne (HC-Kategorie) an, bei dem Vauquelin und Bisiaux aus der Spitzengruppe zurückfielen. Die Bergpunkte sicherte sich erneut Braz Afonso. In der Abfahrt schlossen Vauquelin und Bisiaux wieder zur Gruppe um Steinhauser auf, sodass sich erneut acht Fahrer an der Spitze befanden.

Die Fluchtgruppe des Tages.Foto: Getty Images / Dario BelingheriDie Fluchtgruppe des Tages.

​In der Folge erhöhte vor allem das Team Lidl-Trek das Tempo in der Verfolgung. 50 Kilometer vor dem Ziel betrug der Abstand zu den Ausreißern nur noch eine Minute. Gegenwindverhältnissen machten es der Gruppe nicht einfacher. Die Bergwertung am Col des Aravis (1. Kategorie) gewann De Plus.

Del Toro greift früh am Schlussanstieg an

​Bis zum Schlussanstieg zum Plateau de Solaison (HC-Kategorie) blieben rund 60 Kilometer, die stets leicht bergab führten. Am Vorsprung der Spitzengruppe änderte sich jedoch nicht viel. Mit lediglich 45 Sekunden vor dem Feld gingen die Ausreißer in den Schlussanstieg. De Plus verrichtete dort angesichts der Netcompany-Überzahl in der Gruppe die Arbeit, doch die erste Attacke kam von Paret-Peintre, der sich um einige Sekunden von seinen Begleitern absetzte. Kurz darauf fuhr Rodriguez zum Franzosen auf. Mit dem geringen Vorsprung gab es indes kaum Hoffnungen auf den Tagessieg. Der Rest der Gruppe war nach wenigen Kilometern im Anstieg bereits eingeholt.

Unter den Klassementfahrern hatte Luke Tuckwell (Red Bull - BORA - hansgrohe) im Gelben Trikot früh am Ende der Gruppe Probleme. 8,8 Kilometer vor dem Ziel griff dann Isaac Del Toro (UAE Team Emirates - XRG) an und fuhr schnell an den beiden verbleidenden Ausreißern Paret-Peintre und Rodriguez vorbei.

Hinter dem Mexikaner bildete sich eine Verfolgergruppe um Matteo Jorgenson und Ben Tulett (Visma | Lease a Bike), Juan Ayuso und Matias Skjelmose (Lidl - Trek), Cristian Rodriguez (XDS Astana) sowie Tobias Halland Johanessen (Uno-X Mobility). Der Rückstand auf Del Toro wuchs jedoch zügig auf 30 Sekunden an. Da auch Tuckewell zu diesem Zeitpunkt bereits eine Minute zurücklag, war Del Toro auf Kurs Gesamtsieg. Auf dem Weg zum Ziel baute er seinen Vorsprung schließlich noch weiter aus.

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