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· 29.03.2026
Sprintkönig Jasper Philipsen ist für seinen Kapitän Mathieu van der Poel in die Bresche gesprungen und hat den Sieg beim Klassiker In Flanders Fields gerettet. Der Belgier setzte sich in einem spannenden Finale bei der 88. Auflage des Rennens, das in der Vergangenheit unter Gent-Wevelgem bekannt war, im Sprint einer größeren Gruppe durch. Die Plätze zwei und drei belegten nach 240,8 Kilometern der Däne Tobias Lund Andresen und der Franzose Christophe Laporte.
Erst gut einen Kilometer vor dem Ziel waren van der Poel und sein alter Rivale Wout van Aert (Belgien) nach einer langen Flucht noch eingeholt worden. Das Duo hatte sich 36 Kilometer vor dem Ziel am Kemmelberg abgesetzt, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel retten.
«Das ist ein Klassiker, den ich seit vielen Jahren gewinnen wollte. Leider hat es nie gereicht», sagte Philipsen und fügte hinzu: «Es war eine ideale Situation für das Team. Mathieu hat einige Kilometer vor dem Ziel bereits mitgeteilt, dass er wegen Freitag nicht die besten Beine hatte. Ich war dagegen noch frisch.» Vor zwei Tagen hatte van der Poel bereits beim E3-Preis eine lange Solofahrt hingelegt und mit letzter Kraft den Vorsprung ins Ziel gerettet.
Die deutschen Fahrer spielten bei der Entscheidung keine Rolle. Ex-Sieger John Degenkolb und Nils Politt belegten die Plätze 14 und 18.
Van der Poel wollte sich eigentlich mit seinem ersten Sieg bei dem Traditionsrennen auf die Flandern-Rundfahrt in einer Woche einstimmen. Dort kommt es wieder zum großen Duell mit Superstar Tadej Pogacar. Der slowenische Ausnahmekönner, der vor einer Woche erstmals den Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo gewonnen hatte, ließ die Rennen am Wochenende in Belgien aus.
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