Rad-DM 2026Kletterfest im Thüringer Wald

Leon Weidner

 · 20.05.2026

Rad-DM 2026: Kletterfest im Thüringer WaldFoto: Picture Alliance/Arne Mill
Georg Zimmermann gewann die Deutsche Meisterschaft 2025 im Zielsprint aus der Gruppe heraus
Thüringen wird Ende Juni 2026 zum Schauplatz der Rad-DM: In Streufdorf und Bad Liebenstein kämpfen die Top-Fahrerinnen und -Fahrer auf einem anspruchsvollen Kurs um die Titel.

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Der Thüringer Radsportverband richtet die Deutschen Straßenmeisterschaften 2026 aus. German Cycling hat die Vergabe der Rad-DM an den Landesverband bestätigt. Insgesamt zwölf Rennen in den Klassen Elite, U23, U19, U17 und U15 stehen auf dem Programm. Der Kurs der Deutschen Straßenmeisterschaften führt über 27,3 Kilometer mit 570 Höhenmetern pro Runde durch Steinbach, Brotterode und Brotterode-Trusetal. Die Titelkämpfe beginnen am Freitag, 26. Juni, mit den Einzelzeitfahren in Streufdorf. An den beiden folgenden Tagen stehen die Straßenrennen in Bad Liebenstein auf dem Programm.

Neben den Elite-Klassen der Frauen und Männer kämpfen auch die Nachwuchsfahrerinnen und Nachwuchsfahrer um Meistertitel. Die U23-Klassen starten am Freitag im Einzelzeitfahren. Am Wochenende folgen die Straßenrennen der Juniorinnen und Junioren (U19), der Jugend (U17) sowie der Schülerinnen und Schüler (U15). Insgesamt werden zwölf Meistertitel vergeben.

Rad-DM: Einzelzeitfahren in Streufdorf

Die Zeitfahrentscheidungen fallen am 26. Juni in Streufdorf. Die Männer der U23-Klasse starten um 8:30 Uhr als erste Fahrer. Um 9:30 Uhr beginnt das Einzelzeitfahren der Männer-Elite. Die Frauen U23 folgen um 11:30 Uhr, die Elite-Fahrerinnen starten um 12:20 Uhr.

Streufdorf war bereits 2016 Austragungsort der Zeitfahr-Meisterschaften. Damals gewann Tony Martin über 41 Kilometer. Der ehemalige Zeitfahr-Weltmeister ist 2026 Botschafter der Deutschen Meisterschaften. Martin beschreibt die Strecke als topografisch anspruchsvoll, aber nicht zu bergig.

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Straßenkurs der Rad-DM mit 570 Höhenmetern

Der Rundkurs für die Straßenrennen misst 27,3 Kilometer. Start und Ziel liegen in Bad Liebenstein. Die Strecke führt durch Steinbach, Brotterode und Brotterode-Trusetal. Teilweise verläuft die Route entlang des Rennsteigs. Jede Runde bringt 570 Höhenmeter mit sich.

Die Frauen-Elite absolviert am Samstag, 27. Juni fünf Runden. Die Gesamtdistanz beträgt 136,5 Kilometer, wobei 2850 Höhenmeter erklommen werden müssen. Die Zielankunft wird um 16:55 Uhr erwartet. Die Männer-Elite fahren am Sonntag, 28. Juni, sieben Runden über 191,1 Kilometer und mit knapp 4000 Höhenmetern. Die Zielankunft ist für 17:10 Uhr geplant. Patrick Moster, Leistungssportdirektor von German Cycling, hebt das thüringische Profil hervor. Die Streckengestaltung für Einzelzeitfahren und Straßenrennen fordert die Fahrerinnen und Fahrer.

Nachwuchsrennen am Wochenende

Am Samstag starten die jüngsten Teilnehmer der Rad-DM. Die Schüler U15 erreichen das Ziel um 10:15 Uhr, die Schülerinnen U15 um 10:25 Uhr. Die weibliche Jugend U17 beendet ihr Rennen um 12:30 Uhr, die männliche Jugend U17 um 13:00 Uhr. Die Juniorinnen U19 kommen um 15:40 Uhr ins Ziel.

Am Sonntag fahren die Junioren U19 ihr Rennen. Die Zielankunft ist für 12:30 Uhr angesetzt. Danach folgt das Männer-Eliterennen als Abschluss der Meisterschaften.

Titelverteidiger mit Erfolgen

Franziska Koch und Georg Zimmermann gewannen 2025 die Straßenrennen der Elite-Klassen. Beide fuhren anschließend im Meistertrikot zu bedeutenden Siegen. Koch triumphierte als erste Deutsche bei Paris-Roubaix. Zimmermann gewann den deutschen WorldTour-Klassiker Eschborn-Frankfurt. Ein gutes Omen scheint das Meistertrikot also allemal mit sich zu bringen. Ein Kletterspektakel dürfte der Kurs mit den vielen Höhenmetern auch 2026 wieder werden, die Titelverteidigerin und der Titelverteidiger haben daher gute Chancen.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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