Andreas Kublik
· 27.09.2024
TOUR: Im Vorjahr sagten Sie im TOUR-Interview, Sie würden viele bekannte Radprofis im Rennen gar nicht kennen. Wie gut sind Sie mittlerweile auf die namhafte Konkurrenz im WM-Straßenrennen vorbereitet? Die Rennfahrerinnen tragen bei der WM ausnahmsweise Nationaltrikots und sind eventuell noch schlechter zu erkennen…
Antonia Niedermaier: Ich habe diese Saison extrem viel dazugelernt und kann die Rennen jetzt besser lesen. Man muss auch ein bisschen auf sein Bauchgefühl hören. Ich weiß, wer die Schlüsselfahrer sind – das ist bei so einem Kurs (wie hier in Zürich) relativ offensichtlich, wer etwas probieren wird. Wir sind gut darauf eingestellt, auch als Nationalteam. Wir haben ein gutes Team. Und ich denke mal, dass wir mutig fahren und auch viel bewirken können.
TOUR: Wie ist denn Ihr persönliches Bauchgefühl für das Rennen am Samstag, was ist für Sie möglich?
Antonia Niedermaier: Der Kurs kommt mir schon zugute, ich mag Berge. Vielleicht sind es Berge für explosivere Fahrerinnen als mich. Wir können gut fahren und ich denke, dass alles passieren kann. Ich weiß, dass meine Form gut ist und ich habe schon den Anspruch an mich, dass ich gut fahren möchte. Wenn die Straße nass wird, ist alles ein bisschen anders, dann muss man in den Abfahrten und Kurven vorsichtiger fahren.
TOUR: Aufgrund Ihrer Leistungen bekommen Sie viel Aufmerksamkeit. Wie ist Ihre Einstellung zur Medienarbeit?
Antonia Niedermaier: Es gibt jetzt natürlich schon viel Aufmerksamkeit. Jeder will ein Statement und fragt nach. Ich mache das gerne, ich weiß, dass es jetzt zum Job dazugehört, auch wenn ich nicht so gerne im Mittelpunkt stehe. Also: Ich bin die letzte Person, die jemanden ein Interview abschlägt oder patzig reagiert.
TOUR: Wie halten Sie es persönlich mit der Selbstvermarktung via Instagram & Co.?
Antonia Niedermaier: Das ist heutzutage nicht mehr wegzudenken, man macht das auch für die Sponsoren. Mir ist es nur ganz wichtig, dass ich auf meinem Profil authentisch bleibe.

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