Guys to watchDiese Profis muss man 2026 im Auge behalten

Leon Weidner

 · 20.04.2026

Guys to watch: Diese Profis muss man 2026 im Auge behaltenFoto: Getty Images/Tim de Waele
Paul Seixas ist eines der Radsport-Talente, die man 2026 im Auge behalten muss
2026 klopft eine neue Generation im Peloton laut an. Junge Fahrer gewinnen nicht nur Etappen und Rundfahrten, sondern prägen bereits ganze Rennverläufe. Welche Namen du jetzt kennen musst und wer in den nächsten Monaten den nächsten großen Schritt machen könnte.​

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Der Männer-Radsport steht 2026 vor einer spannenden Phase des Generationswechsels. Während etablierte Größen weiterhin dominieren, formiert sich dahinter eine neue Elite an Fahrern, die bereit ist, das Kräfteverhältnis nachhaltig zu verschieben. Besonders auffällig: Viele dieser Talente sind nicht nur früh erfolgreich, sondern auch außergewöhnlich vielseitig ausgebildet, eine Kombination, die im modernen Radsport immer entscheidender wird.

Paul Seixas

Paul Seixas ist zwar noch ein vergleichsweise neuer Name im Profizirkus, doch sein Potenzial ist schon jetzt enorm. Der Franzose gilt als eines der spannendsten Nachwuchstalente Europas, dessen Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Physisch stark und taktisch bemerkenswert reif, agiert Seixas bereits früh auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Mit Rang zwei bei Strade Bianche und seinem Triumph bei der Baskenland-Rundfahrt setzt er zu Beginn dieser Saison ein weiteres dickes Ausrufezeichen. Bleibt er auf diesem Kurs, könnte er schon bald in großen Rundfahrten eine tragende Rolle übernehmen.

Juan Ayuso

Ein Name, der immer wieder fällt, ist Juan Ayuso. Der Spanier hat sich längst als ernstzunehmender Rundfahrer etabliert und überzeugt mit einer Mischung aus Kletterstärke und Zeitfahrqualitäten. Beim neuen Team Lidl-Trek darf er nun endlich in die Rolle des klaren Leaders schlüpfen, eine Rolle, die ihm bei UAE verwehrt blieb. Was ihm noch fehlt, ist vor allem Konstanz: Zuletzt musste Ayuso gleich bei zwei Rundfahrten vorzeitig aussteigen. Auch bei den Grand Tours musste Ayuso schon aufgeben, oder hatte sehr schlechte Tage, in denen das Gesamtklassement in weite Ferne rückte. Seine Reife im Renngeschehen deutet aber darauf hin, dass Podiumsplätze bei den Grand Tours nur noch eine Frage der Zeit sind.

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Isaac del Toro

Ebenfalls im Fokus steht Isaac del Toro: Der junge Mexikaner bringt eine beeindruckende Dynamik in die Berge und hat sich in kürzester Zeit vom Geheimtipp zum Leader entwickelt. Vor allem seine offensive Fahrweise macht ihn zu einem Fahrer, der Rennen aktiv prägen kann, ein entscheidender Faktor auf höchstem Niveau. Seinen ersten Grand Tour Sieg verpasste Del Toro beim Giro d’Italia 2025 nur hauchdünn und wurde am Ende Zweiter. Die UAE Tour sowie Tirreno-Adriatico gewann er in diesem Jahr dagegen souverän, trotz starker Konkurrenz. Bei der Tour de France wartet jedoch eine andere Rolle auf ihn. Dort ist er als Helfer für Tadej Pogačar eingeplant. Bei Rennen, bei denen er für sich fahren kann, mischt er immer mit, der erste Sieg bei einer Grand Tour ist wohl nur eine Frage der Zeit.

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Mick van Dijke

Ein weiterer spannender Fahrer ist Mick van Dijke. Der Niederländer überzeugt mit seiner Vielseitigkeit und einem beeindruckend großen Motor. Ob auf welligem Terrain, bei Ausreißversuchen oder als wichtiger Helfer im Team: Van Dijke zeigt schon jetzt, dass er Rennen aktiv mitprägen kann. Bei den schwierigen Bedingungen während Paris-Nizza hat er bewiesen, dass er auch in widrigen Verhältnissen seine Stärke ausspielen kann. Sein sechster Platz bei Paris-Roubaix unterstreicht das eindrucksvoll. Gerade auf Klassiker-Terrain ist der Niederländer konkurrenzfähig. Wenn er seine Stärken künftig gezielt weiterentwickelt, könnte er sich vom wertvollen Teamplayer zu einem Fahrer entwickeln, der selbst regelmäßig um Klassikersiege mitfährt und eines Tages bei einem Monument ganz oben steht.

​Romain Grégoire

​Mit Romain Grégoire kommt ein weiterer Hochkaräter für Klassiker hinzu. Der Franzose gehört zu den spannendsten Allroundern seiner Generation und überzeugt vor allem durch seine offensive Fahrweise. Regelmäßig sieht man Attacken des jungen Franzosen, auch wenn die Aussicht auf Erfolg nicht immer allzu groß erscheint. Er ist prädestiniert für hügelige Klassiker und anspruchsvolle Eintagesrennen, in denen Rennintelligenz und Timing entscheidend sind. Seine Fähigkeit, Attacken im richtigen Moment zu setzen, macht ihn schwer berechenbar und genau das könnte ihn in den kommenden Jahren zu einem der prägenden Fahrer solcher Rennen machen.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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